Sindelfingen! Hallen-Saison-Höhepunkt für Greta Ritz und Edda Bischof! Für Greta bei den Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften U20, für Edda bei den Deutsche Meisterschaften Winterwurf.
Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften U20
Am vergangenen Samstag war es für die Deutsche Vizemeisterin der WJU18 des vergangenen Jahres über 400m Hürden soweit. Greta hatte sich mit der Zeit von 57,88 Sekunden (Norm: 58,60s) für die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften U20 qualifiziert. In den letzten Wochen konnte man sehen, wie sich die gelaufenen Zeiten kontinuierlich verbesserten. 3 Wochen erkältungsbedingter Trainingsausfall im Dezember hatten ihre Spuren hinterlassen.
Über 400m waren 27 Mädels gemeldet. Greta im Ranking der Meldezeiten auf Platz 18. Es sollten schöne Deutsche werden! Und eine neue Bestzeit sollte es auch werden, so das Ziel.
Im dritten Vorlauf war dann Greta an der Reihe. Und traf hier auf bärenstarke Konkurrenz. Die Siegerin Liyana Barragan De Luyz vom OSC Berlin überquerte die Ziellinie nach 56,02 Sekunden. Für Greta blieb die Uhr bei 56,62 Sekunden stehen. Die bisherige persönliche Bestzeit um 1,26 Sekunden verbessert. Greta nach dem dritten von sechs Vorläufen auf Platz 5. Ziel erreicht könnte man meinen. Aber es kam noch besser. Im vierten und fünften Lauf jeweils nur eine Läuferin schneller! Acht kommen ins Finale! Sollte das unmöglich Gedachte wahr werden? Dann der sechste Lauf! Und wieder nur eine Läuferin schneller als Greta. Greta hat das Finale der besten ACHT erreicht!
Greta im Finale, eine kleine Sensation
Am Sonntag dann das Finale über die 400m. 2 Läufe mit je 4 Starterinnen. Die Schnellsten auf Bahn 4, die in Anführungsstrichen Langsamsten auf Bahn 1. Meisterin wurde, wer am schnellsten war. Und das war die 19-jährige Eni Kuske vom TSV Zirndorf die nach 54,36 Sekunden im Ziel war. Für die 18-jährige Greta war es der vor den Meisterschaften nicht erwartete 8. Platz. Und da Greta in diesem Jahr dem unteren der beiden Jahrgänge bei der U20 angehört hat sie im kommenden Jahr nochmal die Möglichkeit bei der U20 über die 400m anzugreifen!
Am Ende des Titelkampfs über die 400m bei der WJU20 standen 15 neue persönliche Bestzeiten auf dem konnte der gestarteten Athletinnen. Auch das zeugt von der Qualität der Rennen. Greta selbst hat sich innerhalb Jahresfrist um über 3 Sekunden über die 400m gesteigert, das ist eine ganze Menge, eine kleine Welt! Man darf bei Greta auf die Wettkämpfe im Sommer gespannt sein. Dann, die Langhürden, über 400m, aber mit 10 zu überlaufenden Hürden bestückt. Die Hallenzeiten lassen auf alle Fälle gutes erwarten!
Deutsche Meisterschaften Winterwurf
Am Sonntag waren dann zwei vom Hünfelder SV in Sindelfingen am Start. Edda Bischof hatte sich bei der WJU18 für die Deutschen Meisterschaften im Winterwurf mit einer Weite von 37,01 Meter (Norm: 37,00m) qualifiziert.
18 Mädels hatten die Normweite erreicht! Edda auf Platz 17 der Meldeliste. Für Edda der erste Einzelwettkampf bei einer Deutschen Meisterschaft. Und Edda sollte was riskieren, nicht einfach auf Sicherheit werden!
Edda ganz schön nervös. Beim Einwerfen lief es. Beide Würfe mitten im Wurfsektor, so wie man es sehen will, und die Weiten auch nicht schlecht. Dann der Wettkampf, und der erste Wurf geht ins Netz. Der zweite Wurf landet gut einen Meter neben den Sektor, damit auch ungültig. Nun heißt es Sekt oder Selters, Edda soll ihrer Vorgabe treu bleiben, es wird riskiert, die Ausgangsstellung im Wurfring wird etwas korrigiert. Der Diskus geht raus und fliegt richtig gut. Aber er landet wieder außerhalb des Sektors, nur wenige Zentimeter. Aber außerhalb ist halt außerhalb, es sollte nicht sein. Der Wurf selber von der Weite her richtig gut, es wäre der achte Platz im Vorkampf und damit die Finalteilnahme gewesen. So heißt es am Ende „ogV“, ohne gültigen Versuch. Aber wer nicht wagt der nicht gewinnt. Beim nächsten Mal läuft es besser!
Resümee
Für Edda wie auch Greta waren das tolle Erfahrungen! Das nicht immer alles so wie geplant läuft gehört einfach auch dazu. Und alleine schon die Quali zu schaffen, zu den Besten in Deutschland zu gehören, ist schon herausragend. Muss man erstmal schaffen! Wenn man dann im Vergleich zur Konkurrenz sieht welche Trainingsmöglichkeiten die direkte Konkurrenz hat, dann sind die Leistungen umso höher einzuordnen. Im Fall Edda ganz extrem, wir haben noch nicht mal einen Diskusring. Von einer Diskusanlage oder einem Wurfhaus ganz zu schweigen. Bei Greta nicht viel anders. Aber es macht trotzdem verdammt viel Spaß!
Eines ist aber auch klar, auf dem Leistungsniveau auf dem wir uns hier bewegen braucht es bessere Trainingsbedingungen!
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