Regeneration war angesagt

Nach anstrengenden Trainingswochen war Regeneration angesagt

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Kein Mitleid mit dem 51-Jährigen

HSV ganz souverän

Bereits nach sieben Minuten war klar, dass in Stockhausen von einem Coup keine Rede sein wird. Zu konzentriert startete Hessenligist Hünfeld, gewann letztlich 6:1 (4:0) gegen A-Ligist Stockhausen/Blankenau und trifft nun im Viertelfinale des „neuen“ Pokals auf Ligakonkurrent Steinbach.Das Aus nahm Christopher Erb gelassen hin. Der Trainer der Gastgeber war vielmehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Alles, was wir wollten, haben wir erreicht. Wir haben taktisch sehr gut gearbeitet, haben eine richtig gute Laufeinheit hingelegt und haben uns den Ehrentreffer redlich verdient.“ Insgesamt zehn Spieler seien ihm weggefallen, mit Tom Münker oder Timo Schäfer zwei tragende Säulen.

Erb sah sich gezwungen, Gunter Eidmann aus dem fußballerischen Ruhestand zurückzuholen. Fast die komplette zweite Halbzeit stand der 51-jährige Routinier auf dem Platz und machte seine so gut wie der Rest des Teams. Nur war ihm nicht der Glücksmoment vergönnt, den er sich in der Schlussminute erhofft hatte. Als er merkte, dass er kurz vorm Tor nicht mehr an den Ball kommen wird, ließ er sich zu einer Schwalbe hinreißen – Schiedsrichter Dominic Dylka aus Langenschwarz ließ sich nicht täuschen, Eidmann hatte die Lacher auf seiner Seite und sagte nachher im Scherz: „In der A-Liga hätte ich den Elfmeter bekommen.“ Bester Spieler der Gastgeber war allerdings Torwart Constantin Jökel, der mindestens ein halbes Dutzend Chancen zu vereiteln wusste.

Dass nach sieben Minuten alles entschieden war, lag an Andre Vogts schnellem Doppelpack (5., 7.), als er von der linken Mittelfeldposition im 3-4-3-System jeweils gut ein gerückt war. Überhaupt zeigte Vogt eine gute Leistung, überraschte immer wieder mit guten Tiefenläufen und initiiere zudem den schönsten Treffer des Tages: Sein kluger Ball auf Lukas Budenz verwertete am Ende Maximilian Fröhlich zum 6:0. Ebenfalls trafen Christoph Sternstein aus elf Metern, nachdem Max Vogler gefoult worden war und Kevin Krieger nach Ecke per Kopf.

HSV-Trainer Johannes Helmke konnte aus dem Spiel nicht die allermeisten Erkenntnisse ziehen, hatte aber Lob für den Gegner, insbesondere für den Torwart übrig. Am Wochenende werden die Tests in Hofbieber und in Weidenhausen mehr Aufschluss über den Ist-Zustand bringen.

Die Statistik:

SG Stockhausen/Blankenau: Jökel – Neidert, Schrimpf, M. Eidmann (78. Schneider), Keller – Fischer, Betzhold – Mohammad, Ganz (53. G. Eidmann), Christen – Nüchter (66. Rasoulibaleghchi).
Hünfelder SV: Brunner – Häuser, Faulstich, Witzel (46. Schilling) – Dücker (46. Wenzel), L. Budenz, Alles, Vogt – Sternstein, Vogler, Krieger (46. Fröhlich).
Schiedsrichter: Dominic Dylca (SG Kiebitzgrund). Zuschauer: 100. Tore: 0:1 Andre Vogt (5.), 0:2 Andre Vogt (7.), 0:3 Kevin Krieger (40.), 0:4 Christoph Sternstein (45., Foulelfmeter), 0:5 Nils Wenzel (53.), 0:6 Maximilian Fröhlich (57.), 1:6 Christian Nüchter (64.).

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Bilder Blankenau /Stockhausen Teil I

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So, 11.07.21 | 15:00 HSV II- Nüsttal fällt aus

Nüsttal sagt wegen Spielermangel ab

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Bilder Niederaula Teil I

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Kreispokal 2021/2022 Dienstag 19.00 Uhr

Die ersten Runden in der Übersicht:

Senioren

Spiel 2: SG Stockhausen/Blankenau – Hünfelder SV

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HSV bleibt ohne Gegentor

Im Löw-System ist noch Luft nach oben

Nach dem 3:0-Sieg in Niederaula ist der Hünfelder SV im zweiten Test gegen einen unterklassigen Gegner ohne Gegentor geblieben. Doch gegen den stark ersatzgeschwächten Gruppenligisten FV Horas war beim Hessenligisten trotz des 4:0 (2:0)-Sieg noch eine Menge Luft nach oben.Vielleicht weil HSV-Trainer Johannes Helmke die Experimentierwochen ausgerufen hat. Gegen Horas sollte es das von Ex-Bundestrainer Joachim Löw präferierte 5-2-3-System mit extrem hochschiebenden Außenverteidigern sein, wenngleich es Helmke lieber ein 3-4-3 nennt. Steht nun der große Systemwechsel an? Helmke will sich nicht festlegen, sagt, dass noch mindestens zwei, drei Wochen einerseits in verschiedenen Systemen getestet würde und andererseits alle 20 Kaderspieler ihre Bewährungschance bekämen. Diesmal waren es immerhin 17, es fehlten lediglich der neue Torwart Benedikt Kaiser, Innenverteidiger Nicolas Häuser und Sechser Sebastian Alles.

Besonders in der ersten Halbzeit tat sich der HSV schwer, mit dem System und den Bedingungen auf dem nassen und damit schnellen Kunstrasen zurechtzukommen. Die Corona-Pause hinterließ im Direktpassspiel Spuren, auch wurde zu wenig Zug zum Tor entwickelt. Es dauerte beinahe eine halbe Stunde, bis ein Hünfelder, in diesem Falle Maximilian Fröhlich, so freigespielt werden konnte, dass ein Torerfolg in der Luft lag. Fröhlich vergab da noch, nutzte dann aber kurz vor der Pause doch zwei Chancen eiskalt.

Genau da hatte sich Horas jeweils ein wenig locken lassen. Einmal bereitete Marcel Dücker – so etwas wie der Joshua Kimmich des HSV – vor. Das andere Mal Alexander Reith, der zumeist über die rechte Seite angriff. Joker Max Vogler sorgte kurz nach der Pause für die beiden weiteren Treffer. Da ließ sich das Spiel des HSV etwas besser an, allerdings wohl der Tatsache geschuldet, dass Horas die Kräfte mit kleinem Kader mehr und mehr ausgingen und somit das Positionsspiel arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein halbes Dutzend guter Gelegenheiten ließ der HSV liegen.

Überbewerten wollte Helmke den Auftritt freilich nicht – mit gutem Recht nach langer Pause und Blick auf andere Plätze. „Ich glaube, dass man den Jungs überall ansieht, dass sie Bock haben, aber die Automatismen müssen sich einspielen.“ Noch bleibt Zeit.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Brunner – Dücker (46. Wenzel), Fuß (46. Schilling), Faulstich, Witzel, Quanz (46. Zöll) – Rohde (46. Krieger), L. Budenz (46. Vogt) – Reith (46. Sternstein), Gadermann (46. Vogler), Fröhlich.
FV Horas: Schäfer – Lübeck (46. Hellinger), Rippert, Eckard, Golbach (66. Durin) – Malik, Awalom, Mehler (46. Panfil) – T. Fabrizius (85. C. Keller), Muth, J. Keller.
Schiedsrichter: Justin Herbert (FSV Schwarzbach).
Zuschauer: 65.
Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (39.), 2:0 Maximilian Fröhlich (45.), 3:0 Max Vogler (49.), 4:0 Max Vogler (51.).

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Ehrenberg – Hünfeld II 0:2 (3 x 30 Minuten

Tore: 0:1 Laurin Waider, 0:2 Jan-Luca Göbel

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Hünfeld souverän

Der Kleinste trifft mit dem Kopf

Hessenligist Hünfelder SV ist mit einem 3:0-Erfolg bei Nord-Kreisoberligist Niederaula/Kerspenhausen in die Vorbereitung gestartet.

Urlaubsbedingt hatte Trainer Johannes Helmke nur 13 Leute mit dabei, die ihren Job allerdings passabel erledigten. „Wir haben einige sehr gute Chancen herausgespielt und hätten deutlich höher gewinnen müssen. Zum jetzigen Stand war das ein guter Auftritt“, konstatierte Helmke nach dem Test gegen Niederaula/Kerspenhausen, dem der Coach „sicherlich Gruppenliga-Niveau“ bescheinigte. Das einzige Tor in Durchgang eins gelang dem kleinsten Spieler auf dem Platz per Kopf, als Alexander Reith eine Flanke von Kevin Krieger verwertete. Nach der Pause traf erneut Reith, ehe Kapitän Julian Rohde einen von Maximilian Fröhlich herausgeholten Elfmeter verwandelte.

An beiden letztgenannten Toren war Noah Quanz beteiligt, der aufgrund diverser Verletzungen bislang keine große Rolle in Hünfeld spielen konnte. „Von seiner Qualität sind wir absolut überzeugt. Ich hoffe, dass er uns oft im Training zur Verfügung stehen wird“, so Helmke über den Polizisten, der im Frankfurter Raum arbeitet. Zudem debütierten die Neuzugänge Benedikt Kaiser, Benjamin Fuß und Simon Schilling. Während Schilling ein alter Bekannter beim HSV ist, sagte Helmke über die Neuen von der SG Barockstadt: „Sie haben sich in der kurzen Zeit schon gut integriert.“

Hünfelder SV: Kaiser; Häuser, Faulstich, Dücker, Rohde, Krieger, Gadermann, Schilling, L. Budenz, Fuß, Reith (Quanz, Fröhlich).

Tore: 0:1, 0:2 Alexander Reith (14., 48.), 0:3 Julian Rohde (57.).

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Alle fünf Osthessen in einer Gruppe

Beschlossen: Hessenliga wird geteilt

 

Aufatmen bei den Osthessen: Der Verbandsspielausschuss hat entschieden, dass die Hessenliga in der kommenden Saison geteilt und nicht in einer Einfachrunde bestritten wird. Dies hat der Hessische Fußball-Verband (HFV) soeben mitgeteilt, nachdem er zuvor die Vereine gehört hatte. Ein Großteil der osthessischen Vereine stimmte dem Vernehmen nach für die Ligateilung.

So plant der HFV, die Gruppenphase in Hin- und Rückrunde zu spielen und anschließend eine Auf- und Abstiegsrunde durchzuführen. „Details dazu werden im Spielgeschehen festgelegt. Diesen Beschluss fasste der Verbandsausschuss für Spielbetrieb und Fußballentwicklung“, heißt es in der Pressenotiz.

„Wir hatten sehr konstruktive Gespräche mit unseren Hessenligisten, die sich der aktuellen Situation mit großem Realismus stellten und daher auch Einigkeit in dieser Lösung erzielten“, erklärt Klassenleiter Thorsten Bastian und ergänzt: „Eine Teilung in der kommenden Saison ist unter den gegebenen Gesichtspunkten erforderlich, so dass eine reguläre und sportliche Beendigung im Rahmen der weiterhin bestehenden Gefahr der Corona-Pandemie wahrscheinlicher wird.“

Im Rahmen einer Besprechung mit den Vereinen der Hessenliga wurden drei mögliche Spielmodelle für die Saison 2021/2022 vorgestellt:
-Modell 1: Teilung der Liga in zwei Gruppen mit jeweils elf Mannschaften gemäß einer vorgestellten geografischen Anordnung. In beiden Gruppen erfolgen die Spiele in einer Hin- und Rückrunde, anschließend folgt eine Auf- und Abstiegsrunde.
Modell 2: Die klassische Variante in Hin- und Rückrunde.
Modell 3: Einfachrunde (jeder gegen jeden) mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde in Form einer Einfachrunde.

Nach der anschließenden Diskussion erhielten die Vereine eine Woche Zeit, um sich nach interner Beratung für ein Modell zu entscheiden. Die Entscheidung brachte folgendes Ergebnis: Für Modell 1 votierten 16 Vereine, für Modell 2 stimmte ein Verein und Modell 3 bevorzugten fünf Vereine.

Wann der Startschuss für die neue Runde fällt, ist indes noch offen. Klassenleiter Thorsten Bastian wird in Kürze nähere Informationen herausgeben. „Wir machen das auf der Vorrundenbesprechung aus. Ob es der 8. oder 15. August ist, zeigt sich dann. Zuerst generieren wir die Spielpläne“, sagt Bastian

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Dritter Neuer kommt aus Erfurt

Zöll vom RWE zum HSV

Leon Zöll wechselt zum Hünfelder SV. Foto: Verein

Nachdem der Hünfelder SV mit Benjamin Fuß und Benedikt Kaiser (beide SG Barockstadt) bereits zwei erfahrene Spieler verpflichten konnte, ist der dritte Neue ein echter Youngster: Der 19-jährige Leon Zöll wird vom FC Rot-Weiß Erfurt auf die Rhönkampfbahn wechseln und das Hessenliga-Team verstärken.

„Für manchen jungen Spieler, der in einem Sportinternat und gleichzeitig bei einem Profiverein ausgebildet wurde, fällt die Entscheidung nicht leicht, sich nach der Jugendzeit für einen Amateurverein zu entscheiden. Leon verfügt über genügend Selbstreflexion, um für sich zu wissen, dass für ihn Stand jetzt der Hünfelder SV die beste Anlaufstelle ist. Darüber sind wir sehr glücklich“, sagt HSV-Fußballchef Mario Rohde, der sich durch Zöll mehr Variabilität im Defensivverbund erhofft.

In Jugendzeiten spielte Zöll oft auf der Sechs, zuletzt vermehrt als Rechtsverteidiger, er kann allerdings ebenfalls die linke Außenverteidigerposition ausfüllen. „Dadurch sind wir auf mancher Position nicht mehr so festgelegt, wie wir es vielleicht noch in der Vorsaison waren“, sagt Rohde, der anfügt, „dass wir über seine Zusage sehr erfreut sind. Bei uns kann er sich nun entwickeln und im Seniorenbereich akklimatisieren. Er bringt nicht zuletzt durch seine Ausbildung in Erfurt das Zeug für die Hessenliga mit.“ Zöll ist gebürtiger Eiterfelder, spielte bereits für Eintracht Frankfurt und nunmehr fünf Jahre für Erfurt.

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1963-26-08 Darmstadt 98-HSV

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1963-19-08 HSV -Obertshausen

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Aus dem Archiv: Süddeutscher Pokal 19.11.1960-2.Runde

Hünfelder SV-Eintracht Frankfurt 0:6

Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Clasen (Gießen)
Tore: Tore: 0:1Lothar Schämer (31.), 0:2 LOthar Schämer (42.), 0:3 Dieter Lindner(52.), 0:4 Ernst Kreuz (61.), 0:5 Hans Weilbächer (78.), 0:6 Hans Weilbächer (86.)

 

0:6 (0:2)

Termin: 19.11.1960
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Clasen (Gießen)
Tore: Tore: 0:1Lothar Schämer (31.), 0:2 LOthar Schämer (42.), 0:3 Dieter Lindner(52.), 0:4 Ernst Kreuz (61.), 0:5 Hans Weilbächer (78.), 0:6 Hans Weilbächer (86.)

 Hünfelder SV

  • Hellbach
  • Kaus
  • Kohler
  • E. Janßen
  • Schwalbach
  • B. Janßen
  • Schaum
  • Möhl
  • Kircher
  • Jochum
  • Hack

 

 

Eintracht Frankfurt

 

  • Egon Loy
  • Fritz Kübert
  • Hermann Höfer
  • Eberhard Schymik
  • Dieter Stinka
  • Hans Walter Eigenbrodt
  • Dieter LIndner
  • Hans Weilbächer
  • Lothar Schämer
  • Ernst Kreuz
  • Erwin Stein

 

  • Die Eintracht servierte Sekt und Kaviar
  • Hünfeld — Eintracht Frankfurt 0:6 (0:3)
  • VON DER RHÖN wehten dunkle Wolken herüber. Der Mann am Lautsprecher begrüßte die Eintracht als deutschen Fußballmeister, der Beifall begleitete das Spiel wie eine endlose Symphonie. Ganz Hünfeld schnalzte mit der Zunge. Der Genuß war fast perfekt. Und damit nicht alles gar zu eintönig nach Sekt und Kaviar schmeckte, wurden ein paar derbere Hausmannsköstlichkeiten in das Spiel eingestreut. Zum ersten das Duell zwischen Eigenbrodt, dem Eintrachtstopper, und dem Hünfelder Mittelstürmer Kircher, zum zweiten der Kampf zwischen Schwalbach, dem Hünfelder Stopper, und Erwin Stein. Keiner der beiden Mittelstürmer schoß ein Tor, obwohl beide zuletzt mit aller Kraft ihre Bälle auf die Tore schleuderten. Die Duelle endeten 2:0 für die Stopper.
  • ALLES ANDERE war ein Genuß ohne Reue. Die weiche, behende Art der Eintracht, das geschmeidige Spiel des langen Kreuz, das perfekte Auftreten des neuen Eintracht-Verteidigers Kübert, Loys Sicherheit — das Spiel der Riederwälder entsprach den Hünfelder Träumen bis ins Detail. So hat man sich dortzulande eine Meisterelf vorgestellt. Leise Abstriche wurden in Kauf genommen, weil sie ausnahmslos ein Kompliment für Hünfelds Mannen nach sich zogen: Daß Weilbächer als Halbstürmer nicht recht zum Zuge kam, ging auf die Kappe seines guten Gegenspielers B. Janßen; daß Kreuz seine schwindelerregende Akrobatik erst nach der Pause im vollen Ausmaß ausbreiten konnte, schrieb man der Gegenwirkung des zweiten Janßen zu; daß Lindner mächtig ackern mußte, um nicht unterzugehen, war Hohler, dem tüchtigen Verteidiger, zuzuschreiben. Das waren die leisen Einschränkungen. Alles andere lief in den Bahnen der Eintracht, die dennoch zu jeder Minute darauf bedacht war, keinerlei Selbstgefälligkeit aufkommen zu lassen.
  • DAS ERGEBNIS trifft den Verlauf ziemlich genau. Freilich wurde das Publikum leicht verwirrt und hielt das eine oder andere Tor für durchaus vermeidbar, weil alles so federleicht geschah. Kaum ein Schuß kam mit Urgewalt. Wer als letzte Station vor dem Hünfelder Tor postiert war, sah sich bemüßigt, den Ball über die Linie zu lupfen, ihm keine Gewalt anzutun. Schützen waren kaum gefragt. Selbst Weilbächer, der sich nach einer Stunde hin und wieder aus den Fängen B. Janßens lösen konnte, spielte mit, lupfte mit.
  • DEN SELTENEN BELASTUNGEN zeigte sich die Eintrachtdeckung in einen frappierendem Stil gewachsen. Nach Lutz wurde keinerlei Sehnsucht wach. Eigenbrodt nahm Kircher von der ersten Minute an ernst, Loys Prüfungen endeten mit einer glänzenden Bewertung, der Neuling Kübert fegte und ordnete mit der Ruhe eines uralten Fußballfuchses. Höfer hielt mit. Dank dieser Sicherheit durften sich Schymik und Stinka ohne ernstliche Gegenwirkung im Mittelfeld ausbreiten und die Winkelzüge vorbereiten, die allen Beteiligten viel Freude machten. Am interessantesten und einer Meisterelf am ähnlichsten war die Eintracht, wenn Kreuz seine Haken schlug. Vor der Pause, als es bergab ging, nahm der Ball im Gefälle hin und wieder eine zu starke Fahrt, aber später sah alles aus wie aus dem Skizzenbuch. An Kreuz hatte ganz Hünfeld seinen Spaß.
  • DER MANN AM MIKROPHON kommentierte jeweils während der letzten Minuten der beiden Halbzeiten das Spiel. Er bedankte sich bei Herrn Schämer für die beiden hübschen Tore, lobte Hünfelds Außenläufer, bedauerte, daß just in seine Ansprache hinein das sechste Tor fiel und war traurig, daß seiner Elf nicht einmal der Gegentreffer geglückt war. So locker wie seine Rede, war das ganze Spiel.
  • DIE HÜNFELDER schlugen sich besser, als es einer Mannschaft der Bezirksklasse eigentlich zusteht, ohne daß sie allzusehr versuchten, mangelnde Schulung durch Kraftverschwendung zu neutralisieren. Sie zeigten in ihren guten Momenten Züge, die in pausenloser Folge von einem Tor zum anderen führten und sie kamen schließlich nur um ihren Treffer herum, weil ihr Mittelstürmer Kircher in seinem größten Moment, der einen klaren Spurtsieg gegen Eigenbrodt einbrachte, nur den Pfosten traf. Herbert Windecker (aus ‚Der neue Sport‘ vom 21.11.1960)
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Als 1963 der spätere Weltmeister Jürgen Grabowski mit Biebrich in Hünfeld verlor

Junioren
JahreStation
1952–1960SV Biebrich 1919
Herren
JahreStationSpiele (Tore)
1960–1965FV Biebrich 02
1965–1980Eintracht Frankfurt441 (109

 

sein Elfmetertrick zum 3:2 sollte nicht reichen.

Von Bert Verhoeff / Anefo – http://proxy.handle.net/10648/ac4fb294-d0b4-102d-bcf8-003048976d84, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67901266

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