Bilder Friedberg Teil I

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GRUPPENLIGA FULDA ABSTIEGSRUNDE

GRUPPENLIGA FULDA ABSTIEGSRUNDE

Pl.MannschaftSpguvToreDiffPkt.
1TSV Künzell16102437:231432
2SG EES1583428:21727
3FV Horas1481529:23625
4SG Oberzell/Züntersbach1480618:20-224
5Helvetia Kerzell1665525:23223
6Hünfelder SV II1564520:18222
7RSV Petersberg1451731:27419
8SG Kressenbach/Ulmbach1451818:25-716
9Germania Müs1434720:24-413
10SG Gundhelm/Hutten16311128:50-2210
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Leichtes oder gefährliches Restprogramm?

Von Tobias Konrad

In den sauren Apfel muss derzeit die Hessenliga-Reserve des Hünfelder SV beißen. Mit 22 Zählern steht der erste Abstiegsplatz, punktgleich sind Horas und Kerzell, wobei Horas noch zwei Spiele mehr zu bestreiten hat. Die HSV-Reserve kennt sich mittlerweile aber bestens aus in dieser Region. Seit Beginn der Abstiegsrunde pendeln die Haunestädter in dieser Tabellenregion und haben stets Tuchfühlung zur Rettung und zum Abstieg. Woche für Woche steht ein Endspiel an, die Spannung hält sich quasi von alleine hoch. Was für manch einen belastend daherkommt, ist für Trainer Niclas Rehm völlig in Ordnung. „So ist es doch schöner als anders herum. Die Jungs wissen, worum es geht. Jeder kann sich darauf einstellen, dass jede Woche Überlebenskampf ist.“

Rehm betont zudem, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sein Team noch in der Verlosung ist. Personelle Gründe schiebt er an. Die Gründe sind einleuchtend, hat doch der Hessenliga-Kader Verletzungssorgen, die sich folglich auf das Gruppenliga-Team auswirken. Und Rehm schaut sich deshalb des Öfteren bei den A-Junioren um. Immer wieder wechselndes Personal lässt ein eingespieltes Team nur schwerlich zu. „Da wird deutlich, was die Jungs abliefern. Wenn dann noch fünf, sechs Stammleute aus unserem Kader fehlen, sagt das alles.“ So kommt es, dass Torhüter Maurice Pappert im Sturm einspringen muss, ein Niklas Geyer wieder gegen den Ball tritt und Rehm selbst gar die Schuhe schnürt, wie in Kerzell geschehen. Stichwort Kerzell: „In einer Woche haben wir zweimal gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Das schmerzt besonders“, weiß Rehm.

Mut sollte dem HSV das Restprogramm machen. Sonntag (15.30 Uhr) daheim gegen Müs, dann in Kressenbach und zum Abschluss daheim gegen Gundhelm. Das Trio also, dass so gut wie abgestiegen ist. Im Vergleich zur Konkurrenz ein leichtes Programm. „Das hat wenig zu heißen. Gerade weil es für sie um nichts mehr geht, wird es gefährlich. Sie können locker und unbeschwert sein, die Blockaden im Kopf fallen weg. Dennoch haben wir es selbst in der Hand, da mit drei Siegen wohl der Klassenerhalt fix sein sollte.“
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Trainergespann muss spielen

Hessenliga – Blick geht schon nach vorne

Ober-Rosbach (jah) –www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV ist nun auch offiziell aus der Hessenliga abgestiegen. Bei Türk Gücü Friedberg hätte die Mannschaft von Trainer Johannes Helmke einen Sieg benötigt, um zumindest noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. Nach der 1:2 (0:2)-Niederlage steht der Gang in die Verbandsliga allerdings fest, den man in der Haunestadt aber erhobenen Hauptes antritt. In Friedberg hingegen wird durch den Erfolg auch in der kommenden Saison Hessenliga-Fußball gespielt.

Türk Gücü Friedberg setzte die Gäste aus der Haunestadt direkt von Beginn an unter Druck: Nachdem Masih Saighani die erste Chance per Kopf noch ausließ (4.), machte es Demyan Imek nach einer knappen Viertelstunde besser. Nach einer Vorlage von Peter Jost blieb Imek vor HSV-Schlussmann Benedikt Kaiser eiskalt und brachte die Friedberger so in Führung.

Auch im Anschluss waren die Hausherren die bessere Mannschaft, von Hünfeld kam unter dem Strich einfach zu wenig, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. So war das 2:0 kurz vor der Pause durch Eray Eren praktisch schon die Vorentscheidung, auch wenn es der künftige Fliedener Andre Vogt mit einem sehenswerten Distanzschuss nach knapp 70 Minuten nochmal spannend machte. Anbrennen sollte für die Gastgeber aber nichts mehr, das Team von Trainer Enis Dzihic konnte das Ergebnis ohne größere Mühe über die Zeit bringen und sicherte sich so den vorzeitigen Klassenerhalt in Hessens höchster Spielklasse. Beim personell arg gebeutelten HSV hingegen musste selbst das Trainergespann Johannes Helmke und Simon Grosch noch einmal die Schuhe schnüren, obendrein kam der etatmäßige Ersatztorhüter Fabian Brunner im Feld zum Einsatz. „Ich kann der Mannschaft eigentlich nur ein Kompliment machen. Wir haben das gegen einen hochklassig besetzten Gegner für unsere Verhältnisse gut gemacht.“, wollte Helmke seinem Team aber keinen Vorwurf machen: „Wir hängen das mit dem Abstieg jetzt nicht so hoch, auch wenn es jetzt offiziell ist. Wir sind realistisch da ran gegangen, im Prinzip war das vor zwei Wochen entschieden. Heute haben wir uns gut verkauft und alles reingehauen. Wir stürzen nicht ab, es geht weiter und wir blicken nach vorne.“

Für die Hünfelder geht es nach dem jetzt feststehenden Abstieg nur noch darum, sich in den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Zeilsheim und in Bad Vilbel angemessen aus der Hessenliga zu verabschieden. „Und dann freuen wir uns, wenn es nach der Pause wieder weitergeht“, schloss Helmke.

Friedberg: Koob; Saighani, Henrich, Eren, Jost (88. Mahmudov), Yikilmaz, Usic, Dudda, Schorr, Imek (57. Demir), Häuser (73. Fukuhara).

Hünfeld: Kaiser; Witte (60. Grosch), Vogler, Faulstich, Vogt, Rohde (77. Brunner), Krieger, Witzel (60. Helmke), Schilling, Zvekic, Alles.

Schiedsrichter: Joschka Pfeifer (Rimbach)

Tore: 1:0 Demyan Imek (15.), 2:0 Eray Eren (43.), 2:1 Andre Vogt (68.)

Zuschauer: 100.

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Bilder Walldorf Teil III

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Bilder AH Hessenpokal Korbach Teil I

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Oberzell/Züntersbach – Hünfeld II 0:2 (0:1

Einen wichtigen Auswärtssieg in der Abstiegsrunde der Gruppenliga konnte Hünfeld II einfahren, das mit dem 2:0 bei Oberzell/Züntersbach ans rettende Ufer aufschließen konnte. Laurin Waider brachte in die Gäste nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Das 2:0 legte Julian Helm in der Schlussphase nach. Marvin Rützel verpasste es durch einen Foulelfmeter zu erhöhen, ebenso wie Helm, der die Möglichkeit vom Punkt in der Nachspielzeit nach einem Handspiel im Sechzehner ebenfalls nicht nutzen konnte. Unter dem Strich dennoch ein verdienter Sieg, denn die SGOZ kam nur kaum zu zwingenden Torchancen – darf sich aber mit 24 Punkten und noch einem Spiel weniger weiterhin etwas sicherer fühlen als der HSV, de mit 22 Punkten nun gleichauf mit Kerzell und Horas ist.

Tore: 0:1 Laurin Waider (33.), 0:2 Julian Helm (82.)

Zuschauer: 100

Verschossener Foulelfmeter: Marvin Rützel (Hünfeld II, 85.)

Verschossener Handelfmeter: Julian Helm (Hünfeld II, 90+2.)

 

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Bilder Griesheim Teil I

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Hünfelder SV unterliegt Viktoria Griesheim

Auf des Co-Trainers Hochzeit den Frust runterspülen

VonTobias Konrad

Der Abstieg des Hünfelder SV in die Verbandsliga ist nach dem 0:3 (0:1) gegen den SC Viktoria Griesheim so gut wie besiegelt. Acht Punkte beträgt bei drei verbleibenden Spielen der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz, wobei die Konkurrenz noch eine Partie in der Hinterhand hat.

Schon vor dem Duell mit der Viktoria war allen Hünfeldern klar, dass es eine Abschiedstournee in der Hessenliga ist. Entsprechend sollten die Elf von Johannes Helmke befreit aufspielen und tat das von Beginn an. Wesentlich verbessert im Vergleich zu den zurückliegenden Wochen präsentierten sich die Haunestädter, und weil Griesheim ebenfalls mitspielte, sahen die Zuschauer ein flottes und unterhaltsame erste Halbzeit. Beide Teams hatten ihre Strafraumszenen, zudem wurde der eine oder andere Fernschuss eingestreut. Richtig Gefahr kam aber weder für HSV-Schlussmann Benedikt Kaiser noch für Griesheim-Keeper Elias Derwein auf.

Dass die Hausherren trotzdem erneut als Verlierer vom Platz gingen, lag am eigenen Unvermögen. Erst beim 0:1 (44.), dann beim 0:2 (58.). Kurz vor der Pause wird Kevin Krieger im Strafraum von Aaron Gadermann bedient, findet aber keinen Abschluss. Die Gäste schalteten schnell um, zehn Sekunden nach Kriegers verpassten Abschluss vollendet Noah Lorenz. Bei vorentscheidenden zweiten Treffer der Gäste Parallelen: Erst macht Hünfeld beinahe den Ausgleich, da Derwein bei einem Rückpass über den Ball haut und gerade noch so zur Ecke klären kann. Die führt Andre Vogt schnell zu Sebastian Alles aus, der den Ball verliert und beim folgenden Konter muss Franz Faulstich foulen. Freistoß Griesheim, Nick Volk am zweiten Pfosten in die Mitte und Enes Arslan locker.

Hünfeld-Coach Helmke blendet Sport auf Hochzeit aus

Die Luft war anschließend auf der Rhönkampfbahn raus und wurde einzig durch eine Rudelbildung vor der Tribüne noch mal erhitzt. Steffen Witzel foulte Patrick Stumpf etwas rustikaler, woraufhin einige Parteien sich nett austauschten. HSV-Betreuer Markus Stark eilte herbei und wurde unsanft von Arslan in die Bande geschubst. Bestrafungen blieben aus, Schiedsrichter David Schmidt und lächelte die erhitzten Gemüter weg. Pascal Bender stellte noch per Kopf auf 3:0 (79.). Somit geht es für Hünfeld mit nicht den glücklichsten Gesichtern zur Hochzeit von Co-Trainer Simon Grosch, der am Nachmittag in der Lioba-Kirche in Petersberg heiratet und später im Café Ideal feiert. Aus diesem Grund wurde die Partie bereits um 13 Uhr ausgetragen.

„Es passt in unser Saisonbild, wie die ersten Gegentore fallen. Aber wir machen daran nun einen Haken“, konstatierte HSV-Coach Helmke kurz und knapp. Und von „Frust runterspulen“ auf der Hochzeit wollte er ebenfalls nichts wissen. „Das müssen und können wir trennen. Wir gehen nun auf die Hochzeit eines guten Freundes. Da spielt das alles keine Rolle mehr. Wir wollen einen geilen Tag verbringen.“ Wesentlich erleichtert wirkte sein Gegenüber RIchard Hasa: „Wir feiern nun, wenngleich wir noch nicht ganz durch sind. Wir haben aber Druck für allen anderen aufgebaut. Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns, wir haben die Fehler des Gegners bestraft und deshalb den Sieg eingefahren. Die Szene rund um die Rudelbildung habe ich nicht richtig gesehen, allerdings müssen beide Seiten cooler bleiben. Es war ein faires Spiel, die Szene passte nicht ins Bild.“

Statistik

Hünfelder SV: Kaiser; Wenzel (46. Faulstich), Häuser, Witzel, Schilling – Alles (80. Witte), Gadermann – Fröhlich, Vogt, Rohde (65. Vogler) – Krieger.
SC VIktoria Griesheim: Derwein; Arslan (63. Schumacher), Bender, Kern (72. Windeck), Royo – Lorenz, Starck, Volk, Kazimi – Paraschiv, Stumpf (82. Schneider Sanchez).
Schiedsrichter: David Schmidt (FC Union Niederrad).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Noah Lorenz (44.), 0:2 Enes Arslan (58.), 0:3 Pascal Bender (79.).

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Bilder Ginsheim Teil II

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Bilder Ginsheim Teil I

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Hünfeld – Griesheim (Samstag; 13 Uhr)

Rechnerisch könnte der Abstieg des Hünfelder SV nach dem Heimspiel gegen die SC Viktoria Griesheim besiegelt sein. Die Enttäuschung über die jüngste 1:3-Pleite beim Schlusslicht VfB Ginsheim sei groß gewesen, erklärt HSV-Trainer Johannes Helmke, der seiner Mannschaft bis Mittwoch frei gab: „Die Hoffnungen auf den Verbleib in der Hessenliga sind jetzt sehr gering, da müssen wir realistisch sein. Aber der sportliche Ehrgeiz bleibt bei uns bestehen.“ Die fast 100-prozentige Gewissheit, bereits für die Verbandsliga planen zu können, könnte zumindest die mentalen Fesseln beim HSV gelöst haben. „Die Mannschaft war zuletzt sehr verunsichert und verkrampft. Der Spaß am Fußball soll jetzt wieder in den Vordergrund rücken“, so Helmke. Mitunter waren es personelle Nöte, die zu einer mageren Ausbeute der Haunestädter führten: Dem 2:1-Auftaktsieg in den Playdowns gegen Bad Vilbel folgten drei Unentschieden und vier Niederlagen. Der Tabellenvierte Griesheim überzeugte zuletzt beim 5:0-Heimsieg gegen den KSV Baunatal und dürfte mit dem Abstiegskampf nicht mehr viel zu tun haben. Viktoria-Stürmer Patrick Stumpf netzte vierfach und zog in der Torschützenliste der Abstiegsrunde mit Max Stadler an der Spitze gleich.

 

 

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Samstag 17.30 Hessenpokalspiel Alte Herren in Kirchhasel gegen Korbach

Samstag 17.30 Hessenpokalspiel Alte Herren Hünfeld/Kirchasel  in Kirchhasel  gegen Korbach

 

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HSV kaum noch zu retten

1:3 beim Schlusslicht

Das Spiel war aus Sicht des HSV ein Spiegelbild der aktuellen Situation, wie HSV-Trainer Johannes Helmke mit niedergeschlagener Stimme und Stimmung anmerkte: „Wir spielen eine wirklich gute erste Halbzeit, müssen 2:0 oder vielleicht 3:0 führen und lassen uns das Spiel dann binnen zehn Minuten aus der Hand nehmen.“ Der Gast war prächtig in die Partie gestartet, führte durch Maximilian Fröhlich schnell mit 1:0, doch nach der Pause war Hünfeld für eine Viertelstunde von der Rolle, leistete sich zwei individuelle Fehler und lag plötzlich 1:2 zurück, spätestens mit dem 1:3 nach gut einer Stunde war die Entscheidung herbeigeführt. Nun bleibt auf den Klassenerhalt nur noch eine theoretische Chance. „Die Tabelle spricht leider für sich“, sagte Helmke. Neben Hünfeld sind auch Flieden, Zeilsheim und Ginsheim nur noch theoretisch zu retten. Schon nach dem kommenden Spieltag könnten vier Hessenliga-Absteiger feststehen.

Die Statistik:

VfB Ginsheim: Stägemann; Mensah, Fosuhene, Akoto, Redl, Pandov, Scholz, Manneck, Makana, Thur, Öztürk.
Hünfelder SV: Kaiser; Häuser, Vogt, Rohde, Fröhlich, Krieger, Witzel, Schilling, Gadermann, Alles, Wenzel.
Schiedsrichter: Simon Wecht (SV Fürth).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (5.), 1:1 Eray Öztürk (53.), 2:1 Christian Makana (58., Foulelfmeter), 3:1 Christian Makana (63.).

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Brüder-Premiere und Altherren-Bank

Die Rohdes und der Ohneiser

Dass der Hünfelder SV das Endspiel um den Kreispokal erreicht hat, war am Abend die kleinste Überraschung. Beeindruckender waren die Premieren beim HSV. Bei Kreisoberligist Dittlofrod/Körnbach gewann der Hessenligist deutlich mit 6:0 (2:0).

Denn zum Duell beim Kreisoberligisten Dittlofrod/Körnbach berief Coach Johannes Helmke aufgrund der angespannten Personalsituation und des Parallelspiels des Gruppenliga-Teams bei der SG Kerzell nicht nur sich selbst, sondern sogar den Sportlichen Leiter Mario Rohde und seinen Co-Trainer Simon Grosch in den Kader.

Rohde spielt mit Rohde

Noch beeindruckender allerdings: Stefan Ohneiser lief erstmals nach seiner Rückkehr zum Hünfelder SV wieder in einem Punktspiel auf – und die Rückkehr ist fast drei Jahre her. Im Sommer 2019 kam der heute 37-Jährige vom TSV Bachrain, erlitt kurz darauf einen Kreuzbandriss und absolvierte nicht ein Spiel. Bis heute. „Stefan bringt sich vorbildlich in den Verein ein. Er ist bei der zweiten Mannschaft regelmäßig im Training dabei und hilft gerade den jungen Spielern unwahrscheinlich mit seiner positiven Art. Dass er uns hier in Dittlofrod ausgeholfen hat, obwohl es sein Körper eigentlich gar nicht mehr zulässt, spricht für ihn. Und dann macht er auch noch ein überragendes Spiel“, sagte Mario Rohde.

Der 44-Jährige feierte ebenfalls Premiere: Erstmals überhaupt spielte er nach seiner Einwechslung gemeinsam mit seinem 13 Jahre jüngeren Bruder Julian, der Kapitän des HSV ist. Vater Klaus, steter Kiebitz, war überrascht, als er seine Söhne erstmals gemeinsam auf dem Platz sah. Er selbst hätte nicht ins Geschehen eingreifen können, da sein Pass auf Burghaun gemeldet und wahrscheinlich schon längst vernichtet ist. „Aber ich habe mal in einem Reservespiel mit Mario gespielt“, witzelte er. Lang ist‘s her.

Ohneiser mit blitzsauberer Leistung, Kornder stark

Das Spiel nahm den erwarteten Verlauf: Der Kreisoberligist wehrte sich nach Kräften, hatte aber letztlich nicht den Hauch einer Chance. Bitter, dass ein Strafstoß den Rückstand bringen musste, den Nikolai Kornder um ein Haar gegen Andre Vogt gar pariert hätte. Überhaupt verdiente sich Kornder Bestnoten: Eine Glanztat gegen Vogt vor der Pause und mehrere Flugeinlagen gegen Maximilian Fröhlich nach der Pause waren das Eintrittsgeld wert. Fröhlich schoss sich derweil für den Abstiegskampf warm, erzielte binnen einer Viertelstunde einen lupenreinen Hattrick.

Die Anekdoten hätte Levin Baumgart erweitern können: Er war mit einem tollen Freistoß am ehesten am Ehrentreffer gegen den Ex-Club dran, aber Fabian Brunner hielt glänzend. Das Endspiel bei A-Ligist Wölf ist noch nicht terminiert.

Die Statistik:

SG Dittlofrod/Körnbach: Kornder; Mihm, Kraus, Minich, J. Hofmann – Ramadani (69. M. Hofmann), Befort, Pabst, Baumgart, Lange – L. Käsmann.
Hünfelder SV: Brunner; Ohneiser (75. M. Rohde, 87. Grosch), Häuser, Witzel, Schilling – Alles, Zvekic – Vogt, J. Rohde, Krieger – Fröhlich.
Schiedsrichter: Justin Herbert (FSV Schwarzbach).
Zuschauer: 220.
Tore: 0:1 Andre Vogt (24., Foulelfmeter), 0:2 Julian Rohde (35.), 0:3, 0:4, 0:5 Maximilian Fröhlich (56., 59., 71.), 0:6 Andre Vogt (73.).

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Ein Bild fürs Poesiealbum

 

Ein Bild fürs Poesiealbum: Stefan Ohneiser (links) und Simon Grosch (rechts) feierten außergewöhnliche Comebacks – und die Rohdes Mario (Zweiter von links) und Julian spielten erstmals gemeinsam in einem Pflichtspiel.

 

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Vereinstreues Mentalitätsmonster Steffen Witzel hört au

 

Die Schmerztabletten fliegen in die Ecke

Steffen Witzel hat 25 Jahre die Knochen für den Hünfelder SV hingehalten. In wenigen Wochen beendet der 31-Jährige seine Laufbahn in noch jungem Alter – und auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit. Doch die Gründe sind offensichtlich.

Wer sich am Mittwochabend das Aufwärmprogramm des HSV anschaute, musste der Meinung sein, dass Witzel gar nicht in der Startelf steht. Während sich der Rest des Teams intensiv auf das Kreispokalhalbfinale in Dittlofrod vorbereitete, dehnte sich Witzel ein wenig auf und trabte gemächlich über den Platz. „Vielleicht kann ich ja in der Halbzeit raus“, sagte er und fragte sich selbst: „Mal sehen, wie ich drei Spiele in einer Woche verkraften soll.“

Mentalität ist nicht zuletzt Erziehungssache. Ich bin von meinen Eltern entsprechend sozialisiert worden.

Steffen WItzel

Witzel spielte dann doch 90 Minuten, musste sich beim 6:0-Sieg allerdings nicht verausgaben, denn als Innenverteidiger verlebte er diesmal einen ruhigen Abend. Im Hessenligaalltag ist das anders. Dort beißt sich Witzel durch. Wenn es sein muss mit Schmerztabletten. Alles für das Team, alles für den Verein. Seit Jahren betreibt er diesen Raubbau am eigenen Körper. Er ist ein Inbegriff für Mentalität und ein Grenzgänger, wenn es darum geht, den eigenen Körper an dessen äußerstes Limit zu führen. Den ersten Kreuzbandriss erlitt er schon als B-Jugendlicher. Immer wieder warfen ihn Knieverletzungen zurück und doch bringt er es auf weit mehr als 300 Pflichtspiele für „seinen“ HSV.

Steffen Witzel kann in Hausschuhen auf die Rhönkampfbahn

Er ist 500 Meter von der Rhönkampfbahn entfernt aufgewachsen und hat sich nun ein Haus mit Sichtkontakt gekauft. In sein zweites Wohnzimmer kann er mit Hausschuhen laufen. Lukrativen Angeboten anderer Vereine widerstand er stets – und fühlt sich nun bestätigt. „Ich spiele mit meinen Freunden Fußball. Vereinstreue gibt mir eine Menge zurück“, sagt er, der sich an seinem Hobby nicht bereichert. Denn der selbstständige Fliesenleger, der die Firma mit seinen Eltern Stefan und Regina führt, zählt selbst zu den Gönnern des Vereins.

Apropos Eltern: Diesen, ist sich Witzel sicher, hat er seine Mentalität zu verdanken. „Von kleinauf habe ich Ferienjobs gemacht, in der Firma angepackt“, erinnert er sich und beteuert: „Mein Vater kann schon nicht verlieren und ich erst recht nicht.“ Wenn er dabei ins Erzählen gerät, fühlt er sich plötzlich alt, denn manch jungem Mitspieler spricht er diese Eigenschaften ab: „Mit welchen Wehwehchen Spieler nicht spielen, kann ich nicht verstehen.“

Dem Hünfelder SV bleibt Steffen Witzel treu

Er entschied sich im Winter dazu, die Laufbahn nach dieser Saison zu beenden, wird dann Co-Trainer und will sich später im organisatorischen Bereich des Vereins einbringen. Ein im November erlittener Kieferbruch sei der endgültige Wink mit dem Zaunpfahl gewesen. Frau Anika und Sohnemann Samu freut das. Denn noch schmerzen die Knie nur beim Sport. Und das soll bitteschön so bleiben. Doch zuvor will er den Klassenerhalt einfahren. „Nichts ist unmöglich“, behauptet er und ist überzeugt: „Wir können noch 13 Punkte aus den verbleibenden fünf Spielen holen und dann reicht es und ich kann gebührend Abschied feiern.“ Am Sonntag (15 Uhr) soll in Ginsheim der Anfang gemacht werden.

Parallel sind der SV Steinbach (in Zeilsheim) und Buchonia Flieden (in Walldorf) gefordert. Für Flieden gilt tabellarisch das gleiche wie für Hünfeld: verlieren verboten. In der Aufstiegsrunde stehen nur zwei Spiele an: Während Stadtallendorf in Hadamar den vorletzten Schritt zum Titel machen kann, ist das Spiel von Neuhof in Dietkirchen bedeutungslos.

Ein typischer „Fliese“: Steffen Witzel ist sich für kein Kopfballduell zu schade und opfert für seinen Hünfelder SV vieles.

 

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eiskalt vor dem Tor

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