Lockerer Mehrfachstart ohne Druck: Lea Dostal überzeugt in Stockhausen

Ein Kontrastprogramm der sportlichen Art absolvierte Nachwuchsathletin Lea Dostal vom Hünfelder SV. Nur einen Tag nach ihrem intensiven Wettkampfeinsatz in Marburg schnürte sie bereits wieder die Spikes – dieses Mal im osthessischen Stockhausen.
 
Nach den jüngsten, nervenaufreibenden Meisterschaften stand diesmal ein ganz anderer Fokus auf dem Plan: Ein Wettkampf, bei dem es schlichtweg um nichts ging. Ohne den üblichen Leistungsdruck und die Jagd nach offiziellen Qualifikationsnormen stand für Lea der pure Spaß an der Leichtathletik und das Sammeln von Wettkampfpraxis im Vordergrund. Ein schöner Nebeneffekt: In Stockhausen traf sie auf Neah Wagenführ, sodass sich beide wie in alten Zeiten im sportlichen Wettstreit miteinander messen konnten. Dieses gelungene Wiedersehen spornte an – die beiden Athletinnen haben fest beschlossen, sich ab jetzt wieder öfter gegenseitig bei Wettkämpfen herauszufordern.
Bestzeit auf der Sprintstrecke

Ausgerechnet diese Unbeschwertheit sorgte bei der Hünfelderin für ein schnelles Rennen. Trotz der spürbar müden Beine vom Vortag flog Lea im 75-Meter-Sprint förmlich über die Bahn. Am Ende stand auf den Stoppuhren der Kampfrichter sogar eine neue persönliche Bestzeit. Für die offiziellen Bestenlisten und Statistiken hat dieser Wert zwar keine Bedeutung, da es sich um eine traditionelle, handgestoppte Zeitnahme handelte. Dennoch zeigte der Lauf, wie schnell Lea agieren kann, wenn der Kopf frei ist.

Solide Weiten im Sand und mit dem Ball
Neben der Sprintstrecke nutzte Lea den entspannten Rahmen der Veranstaltung für weitere Starts. Im Weitsprung landete ihr weitester Versuch bei 4,68 Metern. Wie schon am Vortag in Marburg war sie mit der reinen Weite zwar nicht ganz zufrieden – in Anbetracht der harten Vorbelastung und der müden Muskeln war dieses Ergebnis jedoch absolut verständlich. Erschwerend kam hinzu, dass die Anlage in Stockhausen ihre Tücken hatte und die Sandgrube für weite Sprünge etwas zu kurz geraten ist.

Beim anschließenden Ballwurf zeigte sie ebenfalls eine gute Form und schleuderte das Sportgerät auf starke 39,00 Meter, was den Wettkampftag gut gelaunt abrundete. Der Ausflug ohne Druck zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll solche unbeschwerten Wettkämpfe für die Entwicklung sind. Mit diesem rundum positiven Gefühl im Gepäck startet Lea nun hochmotiviert in die nächsten Trainingswochen.
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