Das Hünfelder Stadion Rhönkampfbahn ist jetzt vom Hessischen Leichtathletikverband ausgezeichnet worden. Für die Jahre 2025 bis 2030 wurde die Rhönkampfbahn mit dem Prädikat „Stadionauszeichnung – Gut – Stadion-Typ C“ geehrt. „Stadion-Typ C“ steht hierbei für vier Rundbahnen. Damit zählt die Anlage zu den wichtigsten Leichtathletik‑Standorten in Osthessen.
Sportlicher Erfolg ist kein Zufall: Hünfeld als Standort mit Perspektive
„Die Stadionauszeichnung unterstreicht eindrucksvoll die sportliche Bedeutung des Standorts Hünfeld für die Leichtathletik in Hessen – und macht zugleich deutlich, welches Entwicklungspotenzial hier vorhanden ist“, sagt Carsten Ebert, Geschäftsführer Sport beim Hessischen Leichtathletik-Verband. Das zeigte sich zuletzt auch bei den Hessischen Meisterschaften im Winterwurf: Mit dem Hessenmeistertitel von Lena Dehler (W15) im Diskuswurf sowie der Bronzemedaille von Edda Bischof (WJU18) bestätigten zwei Athletinnen ihre herausragende Stellung im hessischen Nachwuchsbereich. Insgesamt stellt Hünfeld aktuell fünf Landeskaderathleten – ein klarer Beleg für die nachhaltige, engagierte und qualitativ hochwertige Nachwuchsarbeit vor Ort.
Hünfeld ist ein anerkannter TSP-Kader-Standort (Talentstützpunkt), der Talente entwickelt und einen wichtigen Beitrag zur Leichtathletik-Architektur in Hessen leistet. Die sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre sprechen für sich: 2024 gelang die Deutsche Vizemeisterschaft bei der Team-DM U16, 2025 folgte der vierte Platz. Auch in diesem Jahr ist das Ziel klar formuliert – und die sportlichen Voraussetzungen dafür sind erneut vielversprechend.
„Sportlicher Erfolg ist kein Zufall – er entsteht dort, wo Engagement und passende Rahmenbedingungen zusammenkommen“, verdeutlicht Ebert und betont, dass gezielte infrastrukturelle Ergänzungen weitere Entwicklungsschritte ermöglichen. Gerade im Wurfbereich sowie bei den Trainingsbedingungen in den Wintermonaten bieten sich sinnvolle Ansatzpunkte, um die sportliche Arbeit noch besser zu unterstützen.
„Für leistungsorientiertes Training sind insbesondere wetterunabhängige Trainingsmöglichkeiten von großer Bedeutung“, macht Ebert deutlich. Eine Leichtathletikhalle mit Tartanbelag, ein Laufschlauch sowie zeitgemäße Möglichkeiten für Weit- und Hochsprung würden die Trainingsqualität spürbar erhöhen und den Standort nachhaltig stärken.
Die Rhönkampfbahn, ein Aushängeschild der Stadt Hünfeld
Carsten Ebert überreichte die Auszeichnung der Rhönkampfbahn an Bürgermeister Benjamin Tschesnok. Tschesnok dankte herzlich: „Die Rhönkampfbahn ist ein Aushängeschild für die Stadt Hünfeld. Hier wird Sport gelebt.“ Leichtathletik und Fußball seien auf der Rhönkampfbahn feste Größen. Aufgrund der zahlreichen Erfolge habe sich die Hünfelder Leichtathletik-Abteilung zu einem überregionalen Botschafter der Stadt Hünfeld entwickelt.
Vor Ort sei eine hervorragende Infrastruktur vorhanden, die im Rahmen der Möglichkeiten auch weiterentwickelt werde. Als aktuelles Beispiel nannte Tschesnok die gerade erfolgte Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik. Dem Dank für die Auszeichnung schlossen sich HSV-Vorsitzender Mario Rohde und Leichtathletik-Abteilungsleiter Rainer Hahn an.