Hünfelder Nachwuchs trotzt schwierigen Bedingungen beim Feriensportfest in Neukirchen

Neukirchen / Hünfeld – Mit elf Nachwuchsathletinnen war die Leichtathletik-Abteilung des Hünfelder SV beim 20. Feriensportfest im Knüllstadion in Neukirchen am Start. Bei der rein auf technische Disziplinen ausgerichteten Veranstaltung sorgte ein unerwarteter Teilnehmeransturm für organisatorische Herausforderungen – und die Hünfelderinnen für sportliche Ausrufezeichen. Besonders bemerkenswert: Obwohl die elf HSV-Talente in völlig unterschiedlichen Disziplinen antraten, präsentierten sie sich im Stadion als geschlossenes Team und waren als starke Gemeinschaft unübersehbar.

Der Veranstalter wurde von den hohen Meldezahlen komplett überrascht. Um den Zeitplan einzuhalten, reduzierte die Wettkampfleitung teilweise kurzerhand die Anzahl der Versuche in den technischen Wettbewerben. Zudem gibt es noch Lücken im System: Die Ballwurf-Ergebnisse von Mattea Auerbach, Lea Dostal und Jana Nuhn fehlen derzeit noch in den offiziellen Ergebnislisten und müssen vom Veranstalter nachgearbeitet werden. Insgesamt präsentierte sich das gesamte HSV-Team mit durchgängig guten bis sehr guten Leistungen, angeführt von einigen herausragenden Höhepunkten.
 
Dominanz der hessischen Top-Athletinnen im Ring, im Sand, an der Matte
Trotz der erschwerten Bedingungen und verkürzten Versuchsanzahl zeigten sich die HSV-Talente nervenstark:

  • Edda Bischof (WJU18) und Lena Dehler (W15) drückten den Wurf-Wettbewerben eindrucksvoll ihren Stempel auf und dominierten die weibliche Konkurrenz nach Belieben. Beide gehören zu den absoluten Top-Athletinnen in Hessen! Im Kugelstoßen belegen beide in ihren Altersklassen aktuell Platz 2 der hessischen Bestenliste, während Lena im Diskuswurf Rang 2 und Edda Rang 3 in Hessen anführt.
  • Amelie Witzel (WJU18), die Nummer 3 ihrer Altersklasse in Hessen, bewies im Hochsprung extreme Geduld. Aufgrund des großen Starterfeldes musste sie geschlagene 50 Minuten warten, bevor sie überhaupt ihren ersten Versuch bei einer Höhe von 1,50 Metern absolvieren konnte. Davon unbeeindruckt meisterte sie den Wettkampf und übersprang am Ende starke 1,62 Meter.
  • Lea Dostal (W13) untermauerte im Weitsprung eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung. Sie überflog gleich viermal die magische 5-Meter-Grenze und unterstrich damit einmal mehr ihre führende Position in Hessen.
Persönlicher Rekord trotz abenteuerlicher Anlage und Vorbereitung auf die Team-DM
Besonders bemerkenswert war die Leistung von Ella Kayser (WJU18) im Speerwurf. Obwohl die Anlage alles andere als optimal war – die Anlaufbahn war zu kurz, gerade einmal einen Meter breit und zudem uneben –, behielt sie die Nerven. Sie steigerte ihre persönliche Bestmarke von 27,52 Metern deutlich auf beachtliche 29,27 Meter. Die Leistungen der anderen Speerwerferinnen aber auch TOP.

Als wichtige Vorbereitung für die anstehende Deutsche Team-Meisterschaft nutzte auch Marie Weber das Sportfest. Sie startete bewusst eine Altersklasse höher in der WJU20, um wertvolle Wettkampfpraxis (Speer und Kugel sind dort schwerer) für das große Saisonhighlight zu sammeln.

Mit den weiteren starken Auftritten von Emilie Auerbach, Eva Weigel und Victoria Cernogubova war das elfköpfige Hünfelder Aufgebot komplett. Die Athletinnen bewiesen allesamt, dass sie sich weder von organisatorischen Kürzungen noch von langen Wartezeiten aus dem Rhythmus bringen lassen und dass echter Teamgeist auch in Einzeldisziplinen Flügel verleihen kann.

Presse:
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