Jump’n’Run-Meeting Dortmund: Greta Ritz unterbietet bei 38 Grad deutlich die DM-Norm

Was für verrückte 48 Stunden liegen hinter den Athleten! Erst am Freitag wurden die Süddeutschen Meisterschaften der U16 und U20 in Kitzingen ersatzlos abgesagt. Rein aus Leistungsperspektive war das extrem schade. Mit Amelie Witzel (Hochsprung), Edda Bischof (Kugelstoßen), Greta Ritz (400 m Hürden), Lena Dehler (Kugel, Diskus) und Max Beckmann (Speerwurf) sowie der 4×100-Meter-Staffel waren mehrere Athleten unter den Top 8 gesetzt. Edelmetall lag greifbar nah.

Besonders bitter war die Absage für Greta Ritz. Die amtierende deutsche Vizemeisterin über 400 Meter Hürden konnte in dieser Saison verletzungsbedingt noch kein Rennen über diese Distanz bestreiten. In Kitzingen sollte sie eigentlich die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften (DM) perfekt machen. Für Greta reine Formsache, doch ohne offizielle Norm gibt es kein Startrecht.

Guter Rat war teuer, also wurde kurzfristig nach Alternativen gesucht. Die Rettung bot das Jump’n’Run-Meeting in Dortmund, dessen Ausrichter Greta noch kurzfristig in die Meldeliste aufnahmen. Nach der Anreise am Samstag begann am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr die Vorbereitung. Pünktlich um 11:05 Uhr fiel der Startschuss.

Trotz drückender 38 Grad lieferte Greta ein starkes Rennen ab. Nach 62,39 Sekunden blieb die Uhr stehen – nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit von 62,09 Sekunden aus dem Vorjahr. Da sie im Ziel noch sichtlich Reserven hatte, ist klar: Da geht noch einiges mehr!

Mit dieser Zeit belegt sie aktuell Platz 16 der deutschen U20-Bestenliste und die Spitzenposition in Hessen. Die DM-Norm von 65,20 Sekunden hat sie damit pulverisiert. Die Pflicht ist erfüllt, vom 10. bis 12. Juli folgt bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid die Kür.

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