„Das wäre dann Selbstmord“

Mario Deppe blickt auf Spitzenspiel

Sechster, Dritter, Fünfter, Siebter, Vierter, Zweiter, Zweiter, Achter. Nicht etwa die Lottozahlen werden hier präsentiert, vielmehr die Abschlussplatzierungen des SSV Sand in den vergangenen acht Jahren. Nun sind die Bad Emstaler erneut in der Verbandsliga-Spitzengruppe vertreten und bestreiten am Samstag (15.30 Uhr) auf der Hünfelder Rhönkampfbahn ein Spitzenspiel, das SSV-Coach Mario Deppe nicht als solches bezeichnen möchte.

„Ich wünsche mir sehr, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, um aus dem Spiel ein Spitzenspiel zu machen, aber in der momentanen Situation bezweifle ich das etwas“, übt sich Deppe in Zurückhaltung, wenn nicht sogar Understatement. Was ihn vor dem ewig heißen Spiel beider Teams pessimistisch stimmt? Der ohnehin enge, aber qualitativ gute Kader muss gerade im Abwehrbereich wichtige Stützen ersetzen.
So verletzte sich Innenverteidiger Tom Samson im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen CSC 03, in dem sich dann zu schlechter Letzt beide Außenverteidiger (Leon Winkelheide und Kevin Kutzner) Gelb-Rot einhandelten. „Ich dachte schon während des CSC-Spiels für einen kurzen Moment an das Hünfeld-Spiel“, gibt Deppe zu und weiß, dass auf die übrig gebliebenen Verteidiger – oder aber die, die es für ein Spiel werden sollen – eine Mammutaufgabe zukommen wird:

„Vor der Saison haben mir schon viele Bekannte gesagt, dass Hünfeld nicht hätte absteigen müssen. Und als ich die Mannschaft beim 5:2-Sieg bei CSC Kassel gesehen habe, wurde ich bestätigt. Das ist spielerisch Hessenliga-Niveau und sicherlich das Beste, was die Liga zu bieten hat.“

Deppe hat entsprechend Respekt vor dem kommenden Gegner und weiß, dass er dafür auch das zuletzt ultraoffensive System umstellen muss. „Gegen CSC habe ich mit drei Verteidigern, einem Sechser, drei Spielmachern und drei Stürmern gespielt. So offensiv habe ich eine Mannschaft in 15 Jahren Trainer-Laufbahn nie aufgestellt. Wenn ich das auch in Hünfeld machen würde, wäre das dann Selbstmord.“

Gegen CSC war das Konzept nach 30 Sekunden über den Haufen geworfen, denn da stand es schon 0:1. Am Ende unterlag der SSV mit 1:4, was Deppe zähneknirschend in seiner Einschätzung bestärkte. Denn der 51-Jährige hatte seinen Mannen bereits vor dem CSC-Spiel gesagt, „dass wir mit unseren 29 Punkten bis dato das Maximale aus unseren Möglichkeiten herausgeholt haben.“ Deppe sieht seine Aufgabe, die er vor einem knappen Jahr übernahm, nämlich perspektivisch. Von der Hessenliga dürfe aktuell niemand sprechen. „Wir müssen uns erst sortieren und können vielleicht in Zukunft auch mal in die Gelegenheit geraten, den nächsten Schritt zu gehen. Diese und nächste Saison aber sicherlich noch nicht.“
Dass sein Team, ganz ähnlich aufgestellt, in den Vorjahren zweimal Zweiter wurde, ist für Deppe noch lange kein Argument, dass sein Team auch ein Spitzenteam ist. „In diesen zwei Jahren war die Qualität längst nicht so gut, wie in diesem Jahr. Jetzt gibt es gleich sechs, sieben Mannschaften, die in der Spitze mitspielen können. Es gibt viele Teams mit jeder Menge Qualität. Und da braucht es viel, um eine gewichtige Rolle zu spielen.“ Auch eine gute Trainingsbeteiligung und die sei bei ihm nicht vorhanden, weil der Kader oft nicht mehr hergibt, steht Deppe im Schnitt mit 12, 13 Spielern am Platz. „Eindeutig zu wenig“, wie er befindet.  www.torgranate.de

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Hünfelder SV – SSV Sand (Samstag, 15.30 Uhr).

„Den Dreier gegen Flieden mit einem Dreier gegen Sand vergolden“, gibt Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde die Marschroute vor. „Dafür brauchen wir aber genau so eine Leistung wie zuletzt. Läuferisch, kämpferisch und spielerisch wollen wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“

Für dieses Unterfangen steht der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung, auch der zuletzt angeschlagene Offensivmann Maximilian Fröhlich ist wieder einsatzbereit. Einzig Nicolas Häuser ist nach seinem erlittenen Cut noch fraglich. In der Meistersaison 2017/18 waren die Hünfelder Duelle gegen Topteam Sand Schlüsselspiele auf dem Weg zum Titel: Diese gewann der HSV mit 6:3 und 4:2

Rohde

 

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Rohde: „Der Fußball hat gewonnen“

 

Verbandsliga: Hünfeld erhält spezielle Siegprämie, Flieden verhängt Kappenverbot

So wie hier über die Fliedener Marc Götze (rechts) und Marc Röhrig wird Hünfelds Torwart Sebastian Ernst als gebürtiger Hersfelder sicherlich auch über das Lullusfest fliegen. Foto: Siggi Larbig

Ein gutes Jahrzehnt lang war der SV Flieden der Angstgegner des Hünfelder SV, davon zu sehen war am vergangenen Samstag aber nichts. Im Verbandsliga-Topspiel waren die Haunestädter beim 4:1-Auswärtssieg gerade in Halbzeit zwei die klar bessere Mannschaft.

AdTech Ad„Der Fußball hat gewonnen“, meinte Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde nach Abpfiff freudestrahlend. Denn was der HSV fußballerisch zeigte, war nicht nur Verbandsliga-Spitze, das hatte ordentliches Hessenliga-Niveau. Alle vier Treffer waren herrlich herausgespielt, und schon bevor der Knoten in der zweiten Halbzeit platzte, vereitelte Fliedens Schlussmann Lukas Hohmann einige Hochkaräter. „Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, zielstrebiger zu werden. Auf dem Feld haben wir die richtige Antwort gezeigt“, freute sich Julian Rohde, Bruder des Abteilungsleiters.
Der Hünfelder Kapitän hatte selbst großen Anteil daran, dass aus einem 0:1 ein 4:1 wurde. Der 28-Jährige schnürte nach exakt dreieinhalb Jahren, damals noch im Steinbacher Trikot, mal wieder einen Doppelpack. Dass Rohde seit ein paar Wochen wieder eine Position weiter vorne, nämlich auf der Zehn, spielt, tut dem Linksfuß sichtlich gut. Zudem scheint sich mit Sebastian Alles und dem jungen Aaron Gadermann eine Doppelsechs gefunden zu haben, die sich in allerlei Hinsicht perfekt zu ergänzen scheint.

„Die ganze Mannschaft war überragend“, lobte der Kapitän, der nach dem Spiel noch eine Siegprämie der besonderen Art entgegennehmen durfte. Physiotherapeut Siggi Larbig, mit Fliedener Vergangenheit ausgestattet, versprach vor dem Spiel einen 500-Euro-Bonus für den Fall, dass der HSV vier Tore schießen würde. Auch ohne den finanziellen Zuschuss hätten die Hünfelder aber wohl die Nacht zum Tage gemacht.Im Keller war die Stimmung aber auch auf Fliedener Seite nicht, wenngleich die erste Saisonpleite aufgrund des Oktoberfests zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam. „Bislang hatten wir das Glück auf unserer Seite gehabt, das war nun eben aufgebraucht“, stellte der beste Buchone Lukas Hohmann fest, der wie alle Gleichgesinnte auch ein wenig mit Schiedsrichter Marius Ulbrich haderte: „Wenn Marcel Dücker Gelb-Rot sieht und wir beim Stand von 1:2 den Elfmeter bekommen, hätte es nochmal spannend werden können.“
Grundsätzlich konstatierte der Keeper aber eine absolut verdiente Niederlage. „Gerade die Viertelstunde nach der Pause waren wir gar nicht im Spiel“, so Hohmann. Grund zur Hoffnung gibt dafür die personelle Lage: Nachdem zuletzt, wie Hohmann erkannte, „im Training eher wenig los war“, lichtet sich das Lazarett so langsam. Nun konnte Kapitän Andreas Drews schon 90 Minuten mitwirken, auch Marc Götze war wieder mit dabei, wenngleich der Angreifer ebenso wie Luca Gaul angeschlagen raus musste.

Für Götze kam Aaron Neu, der sein Debüt im Buchonen-Dress feierte. Nach seiner Einwechslung wurde der Neuzugang aus Petersberg, der eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatet ist, ganz vorne aufgeboten und zeigte schon in seiner kurzen Spielzeit, dass er eine Bereicherung für die Fliedener sein wird. Ausgedient haben im Königreich fortan aber Kopfbedeckungen. Nachdem Trainer Zlatko Radic erstmals in dieser Saison mit einer nach hinten geklappten Kappe an der Seitenlinie stand und prompt verlor, hat der Stellvertretende Vorsitzende Frank Happ nun ein „offizielles Kappenverbot“ ausgesprochen._

Autor: Steffen Kollmann

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4:1 nach 0:1 – Rohde und Co. beenden den HSV-Fluch

Verbandsliga: Flieden baut nach der Pause ab und hadert mit dem Referee

Nach mehr als zehn Jahren und zehn Duellen ohne Sieg hat der Hünfelder SV den SV Buchonia Flieden wieder besiegt. Die Mannschaft von Dominik Weber gewann die Verbandsliga-Auswärtspartie nach 0:1-Pausenrückstand nach starker zweiter Hälfte noch mit 4:1.

Große Überraschungen gab es in der Fliedener Startelf nicht: Kapitän Andreas Drews und Stürmer Marc Götze standen wieder zur Verfügung, Sascha Rumpeltes (gesperrt) und Torben Grosch (Bank) saßen draußen. Auch Mittelfeldspieler Luca Gaul biss auf die Zähne, musste aber noch im Verlauf der ersten Halbzeit durch Christian Kreß ersetzt werden. Hünfelds Trainer Weber setzte seinen besten Torjäger Maximilian Fröhlich überraschend auf die Bank, dafür begann links offensiv Ex-Buchone Alexander Reith.
Das Spiel entwickelte sich so, wie man es erwarten konnte. Hünfeld hatte die bessere Spielanlage, Flieden wurde durch Standards oder Konter aber immer wieder gefährlich. Zum Beispiel als Marc Röhrig nach Kontakt mit Nicolas Häuser im Strafraum zu Fall kam, es jedoch keinen Fliedener Elfmeter gab (13.). Später verzog Drews nach gutem Zuspiel von Felix Hack überhastet (19.), ehe der erste Schuss aufs Tor sitzen sollte. Niko Zeller schickte Röhrig per Freistoß, der setzte sich über links gegen Marcel Dücker durch und bediente Götze in der Mitte. Zwar rettete der Innenpfosten zunächst für Hünfeld, Youngster Noah Odenwald musste aus kurzer Distanz aber nur abstauben (29.).Die dickste Ausgleichschance in Hälfte eins vergab Kevin Krieger kurz vor der Pause, als Lukas Hohmann überragend hielt (43.). Auch ansonsten war der Buchonen-Schlussmann stets zur Stelle, ob gegen Florian Münkels Kopfball (14.) oder gegen Reiths Direktabnahme (21.). Sechzig Sekunden später war Münkel dann zwar erfolgreich, stand bei seinem Tor aber wohl im Abseits. Auch nach der Pause war der HSV sofort da, sowohl gegen Julian Rohde (46.) als auch gegen Münkel (49.) – jeweils nach Hereingaben über außen – hielt Hohmann überragend.

Rohde und Co. drehen die Partie

Nach 52 Minuten war aber auch der beste Fliedener machtlos. Steffen Witzels langen Ball erlief Reith, der Rohde in der Mitte mustergültig bediente. Und plötzlich klappte bei den Hünfeldern alles, was zuvor nicht geklappt hatte. Auch der nächste Angriff saß direkt, wieder war der Hünfelder Kapitän erfolgreich, nachdem er mit Krieger mustergültig Doppelpass spielte (55.). Im Abseits stand der Vorlagengeber dabei wohl nicht, zumindest blieb die Fahne unten.
In den folgenden Minuten wurde es für Schiedsrichter Marius Ulbrich noch kniffliger, gerade bei den Fliedenern kam der Düdelsheimer gar nicht mehr gut an. Zunächst hatte HSV-Rechtsverteidiger Dücker ganz viel Glück, dass es keine Gelb-Rote Karte für ihn gab, dann blieb der Elfmeterpfiff erneut aus, als Häuser – nach einer Kopfverletzung inzwischen mit Turban – gegen Drews ungeschickt zu Werke ging.
Stattdessen machte der eingewechselte Hünfelder Daniel Kornagel kurz darauf mit einem herrlichen Schuss alles klar (75.). Und es wurde noch schlimmer aus Buchonen-Sicht, als Aaron Gadermann durchs Zentrum marschieren und Münkel mustergültig bedienen durfte (78.). Somit hatten die Hünfelder ein 0:1 zur Pause in einen 4:1-Sieg gedreht – und am Ende so auch absolut verdient nach mehr als zehn Jahren wieder gegen Flieden gewonnen.

Die Statistik:

SV Buchonia Flieden: L. Hohmann – Hack, Leibold, Zeller, N. Hohmann – Rehm (76. Grosch), Drews, Gaul (44. Kreß) – Odenwald, Götze (77. Neu), Röhrig.
Hünfelder SV: Ernst – Dücker (63. Neidhardt), Häuser, Witzel, Vogt – Alles, Gadermann – Krieger (83 L. Budenz), Rohde (70. Kornagel), Reith – Münkel.
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (SV Phönix 1919 Düdelsheim).
Zuschauer: 1000.
Tore: 1:0 Noah Odenwald (29.), 1:1, 1:2 Julian Rohde (52., 55.), 1:3 Daniel Kornagel (75.), 1:4 Florian Münkel (78.).

Autor: Steffen Kollmann

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Verbandsliga – Hohmann stark, Hünfeld stärker – Erste Fliedener Pleite

 

Flieden (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Spitzenreiter Buchonia Flieden ist nach 13 Spielen in der Fußball-Verbandsliga erstmals geschlagen: Im mit Spannung erwarteten und prächtig besuchten Derby-Topspiel gegen den Hünfelder SV am Weiher gab es eine verdiente 1:4 (1:0)-Niederlage für das Team von Zlatko Radic. Der HSV ist damit nun endgültig wieder dick im Geschäft um den Titel und nur noch einen Punkt hinter den Buchonen.

 „Die erste Halbzeit war schon gut, aber da haben wir das Tor nicht getroffen. Aber wir wollten genauso weiterspielen und haben gesagt, dass irgendwann der erste Ball reingeht“, sagte HSV-Coach Dominik Weber nach Abpfiff und stellte schon zuvor fest: „Heute ist es möglich, dass wir denen vier Dinger einschenken. Es war wichtig, dass wir nicht verzweifelt sind“.

Was Weber meinte: Die glänzenden Paraden von Fliedens Keeper Lukas Hohmann (Weber: Das war Wahnsinn“), der die Partie alleine spannend hielt. Schon zum Start in die Partie hatte Hünfeld die etwas besseren Chancen, das erste Tor gelang aber etwas überraschend Flieden: Noah Odenwald war nach einer halben Stunde der Schütze zum 1:0, die Entstehung des Treffers war bemerkenswert. Niko Zellers Freistoß nahm Marc Röhrig mit der Hacke mit und brachte den Ball in die Mitte, wo Götze erst den Pfosten traf, Odenwald aber richtig stand (30.).

Anschließend musste sich Lukas Hohmann zum ersten Mal auszeichnen, der Kevin Kriegers Schlenzer noch aus dem Eck fischte. Mit 1:0 aus Fliedener Sicht ging es in die Pause, danach war Hohmann noch im kurzen Eck bei der Direktabnahme von Julian Rohde (46.) und beim artistischen Abschluss von Florian Münkel (49.) klasse zur Stelle. Doch es dauerte dann nicht mehr lange, bis der Bann gebrochen war: Nach einem langen Ball von Steffen Witzel war es Alex Reith, der Rohde in der Mitte bediente (52.) – und mit dem Ausgleich lief es dann „wie im Fluss“, meinte Dominik Weber.

Per Doppelschlag drehte HSV-Kapitän Julian Rohde dann die Partie, vorausgegangen war eine starke Kombination und ein Doppelpass mit Kevin Krieger. Joker Daniel Kornagel sorgte mit einer starken Einzelaktion für die Vorentscheidung und traf aus 18 Metern eine Viertelstunde vor Schluss in den Knick (75.), bei Münkels 1:4 hatten die Fliedener dann schon nur noch wenig Gegenwehr zu bieten.

„Die erste Halbzeit war in Ordnung, aber in der zweiten standen wir in den entscheidenden vier Minuten zu weit weg von den Gegnern und haben nicht gut gegen den Ball gearbeitet. Dann kamen wir nicht mehr ins Spiel zurück“, analysierte Fliedens Trainer Zlatko Radic geknickt das Spiel und biss sich auf die Zunge, die Leistung von Schiedsrichter Marius Ulbrich (Büdingen) nicht zu kommentieren. Der Unparteiische hatte der Buchonia nach Nicolas Häusers Foul an Andreas Drews nach gut einer Stunde unter anderem einen Elfmeter verwehrt, auch mit weiteren Szenen ärgerten sich die Hausherren herum. „Aber wir haben verdient verloren“, fügte Radic fairerweise an, schob nach der ersten Pleite aber hinterher, „dass wir uns jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen“. Für den Hünfelder SV war es übrigens nach über zehn Jahren der erste Sieg gegen eine Fliedener Mannschaft.

Buch. Flieden: L. Hohmann – Hack, Leibold, Zeller, N. Hohmann – Rehm (75. Grosch), Drews, Gaul (44. Kreß) – Odenwald, Götze (78. Neu), Röhrig

Hünfelder SV: Ernst – Dücker (63. Neidhardt), Witzel, Häuser, Vogt – Alles, Gadermann – Krieger (83. L. Budenz), Rohde (71. Kornagel), Reith – Münkel.

Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Büdingen)

Tore: 1:0 Noah Odenwald (30.), 1:1 Julian Rohde (52.), 1: 2 Julian Rohde (55.), 1.3 Daniel Kornagel (75.), 1:4 Florian Münkel (78.)

Zuschauer: 1000.

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HSV erwartet heißen Tanz

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Parallelen zu Hummels auch ohne Lautsprecher-Qualitäten

Verbandsliga: Niko Zeller ist ein Gesicht des Fliedener Erfolgs

Auf Niko Zellers Kopfballstärke gegen Steffen Witzel (links) und Co. ist Flieden auch gegen Hünfeld wieder angewiesen. Foto: Siggi Larbig

Dass sich Meisterschaften über die Defensiven entscheiden, predigt Fliedens Trainer Zlatko Radic schon seit Wochen. Mit acht Gegentreffern steht die Hintermannschaft der Buchonia glänzend da, auch deshalb ist der Club vor dem Derby-Topspiel gegen Hünfeld (Samstag,16 Uhr) auf Kurs Wiederaufstieg in die Hessenliga. Großen Anteil daran hat Innenverteidiger Niko Zeller, der inzwischen auch ganz vorne glänzt.

Fünf Saisontore stehen bereits auf seinem Konto, damit hat der 22-Jährige schon mehr Treffer erzielt als in seiner ganzen Fliedener Seniorenzeit zusammen. „Ich war eigentlich immer recht kopfballstark. Vergangene Saison hat es vorne noch nicht so häufig geklappt, dafür stehe ich diesmal oft richtig. Ohne die Vorbereiter wäre mir das aber nicht gelungen“, gibt Zeller das Lob gleich an seine Kollegen weiter.
Es passt zu seinem Naturell eines Teamplayers, dass sich der Jossaer nicht selbst in den Mittelpunkt stellt. Dafür redet Trainer Zlatko Radic umso lieber über seinen Schützling. „Er ist nicht nur hinten eine ganz wichtige Säule, sondern auch vorne bei Standards enorm wichtig“, lobt der Übungsleiter, der Zeller aufgrund seiner Qualitäten in der Spieleröffnung mit dem Dortmunder Mats Hummels vergleicht. Nur als Lautsprecher fungiert das Eigengewächs (noch) nicht. „Als ich gekommen bin, waren Niko Zeller und Nico Hohmann die leisesten Spieler. Nico Hohmann redet inzwischen viel mehr auf dem Platz, aus Niko Zeller bekomme ich es aber noch nicht raus.“
Trotzdem funktioniert die momentane Viererkette mit Zeller, Andre Leibold, Felix Hack und Nico Hohmann glänzend. „Wir haben eine perfekte Mischung und kennen uns mittlerweile richtig gut. Die Automatismen sind da“, frohlockt der junge Innenverteidiger. Auch deshalb können Ausfälle momentan problemlos kompensiert werden: „Wir haben immer elf Mann auf dem Platz, die sich den Arsch aufreißen. Keiner tanzt aus der Reihe, Engagement und Leistung stimmen bei allen. Dazu glauben wir fußballerisch inzwischen mehr an uns, wir haben oft genug gezeigt, dass wir es können.“

Das wollen Zeller und Co. auch wieder im Derby gegen Hünfeld beweisen. „Wir stehen gut da, was die Derbys angeht, und können in diesen Spielen immer ein paar Prozent mehr auf den Platz bringen“, erklärt der 22-Jährige, der von einem engen Duell ohne klaren Favoriten ausgeht.Hünfeld hat den breiteren Kader, von Spielern wie Christoph Neidhardt oder Florian Münkel auf der Bank können wir momentan nur träumen. Ich denke aber, dass wir die Angelegenheit über unsere Geschlossenheit zu einem 50:50-Duell werden lassen.“

Autor: Steffen Kollmann

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Witzel vor Derby: „Die jammern mir zu viel“

Verbandsliga: Hünfelder wollen schwarze Serie brechen

Seit der Saison 2010/2011 trafen der SV Flieden und der Hünfelder SV zehn Mal in Ligaspielen aufeinander. Die Bilanz: Fünf Spiele gewann die Buchonia, fünf Mal wurden die Punkte geteilt, keine einzige Partie gewann der HSV. Diese schwarze Serie wollen die Haunestädter im Verbandsliga-Topspiel am Samstag (16 Uhr) in Flieden brechen.

Als Hünfeld vor mehr als zehn Jahren, genauer gesagt am 25. April 2009, zum letzten Mal gegen Flieden gewann, war der heutige Coach Dominik Weber noch der Kapitän der HSV-Mannschaft. Die Tore beim 3:1-Sieg im Hessenliga-Spiel erzielten Fabian Kallée per Doppelpack und Tobias Hammerl, bei Flieden war Martin Kriwoschein erfolgreich. Kein einziger Spieler, der am Samstag auf dem Platz stehen wird, stand damals auf dem Spielberichtsbogen, auch nicht der dienstälteste Hünfelder, Innenverteidiger und Co-Kapitän Steffen Witzel.

„Frische Erinnerungen an die Spiele gegen Flieden kommen natürlich aus der vergangenen Saison. Da waren wir zweimal die bessere Mannschaft, die Fußball spielen wollte, trotzdem hat Flieden jeweils 2:0 gewonnen. Nachher fragst du dich, warum du eigentlich verloren hast“, blickt der 28-Jährige ungern zurück. Beide Vereine verfolgen nicht erst seit gestern unterschiedliche Philosophien: Während Hünfeld viel über das Spielerische regeln will, kommt Flieden eher über den Kampf und lange Bälle in Richtung Fabian Schaub. Aufgrund eines Mittelfußbruchs des Stürmers musste die Buchonia zuletzt aber ihr Spiel etwas umstellen.

Schaub wird auch gegen Hünfeld fehlen, was Witzel bedauert: „Es macht immer Spaß, gegen ihn zu spielen. Er ist einer der besten Stürmer der Region. Mit Fabi schreibe ich vor solchen Spielen auch mal, und nachher wird der eine oder andere Schoppen oder Äppler getrunken“, verrät „Fliese“, der aufgrund eines Wadenbeinbruchs das Rückspiel in der Vorsaison verpasst hatte. Schaub fehlte dagegen im Hinspiel, zuletzt trafen die beiden Hünen im Mai 2017 aufeinander – natürlich mit besserem Ende für den Fliedener, der doppelt traf und sein Team beim 4:2-Erfolg Richtung Verbandsliga-Meisterschaft schoss.
Auf diesem Kurs liegt die Buchonia auch in dieser Saison, obwohl der Hessenliga-Absteiger seit Saisonbeginn mit zahlreichen Verletzten zu kämpfen hat. „Scheinbar machen die verbliebenen Jungs ihre Sache gut, sonst würden sie nicht so oft gewinnen. Die jammern mir zu viel und machen sich kleiner als sie sind, sie haben ja immer noch ein gutes Team“, hat Witzel eine kleine Spitze für den kommenden Gegner parat. Der Vierte aus Hünfeld liegt allerdings nicht weit entfernt vom Spitzenreiter in Schlagdistanz. „Wir sind gut drauf, Flieden ist gut drauf, das wird ein interessantes Duell. Diesmal wollen wir aber den Dreier mitnehmen.“

Autor: Steffen Kollmann

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Verbandsliga – Flieden trotzt Ausfällen – „Erste Pleite wird kommen“

Flieden (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Mittlerweile ist mehr als ein Drittel der Saison in der Fußball-Verbandsliga rum und Hessenliga-Absteiger Buchonia Flieden führt als einzige noch ungeschlagene Mannschaft die Liga mit drei Punkten Vorsprung an. Das ist umso bemerkenswerter, fallen bei den Buchonen doch Woche um Woche wichtige Leistungsträger aus. Dementsprechend zufrieden ist Kapitän Andreas Drews mit dem ersten Saisondrittel – und verspricht, dass Mannschaft und Vorstand auch bei einem Reißen der Serie ruhig bleiben.

Die Ausfallliste beim hart umkämpften 2:1-Auswärtssieg am Sonntag beim CSC Kassel war fast länger als die Liste derer, die noch spielen konnten: Neben den langzeitverletzten Mike Weismantel, Fabian Schaub, Jacob Müller, David Peli und Aaron Neu fehlte Christian Kreß weiterhin mit einem Muskelfaserriss, Marc Götze weilte im Urlaub, Christian Bohl – der berufsbedingt zuletzt zweimal ohne Training immerhin auf der Bank saß – war ebenfalls nicht da, dazu konnte Kapitän Andreas Drews mit starken Rückenproblemen nicht spielen. „Es ging einfach nicht. Mit Blick auf das Spiel gegen Hünfeld wollten wir kein Risiko eingehen“, erklärt Drews. So saß mit Leon Busch nur noch ein Spieler aus dem erweiterten Verbandsligakader auf der Bank – und die Ausfallliste dürfte vor dem Kracher am Samstag (16 Uhr) zuhause gegen den Tabellenvierten aus Hünfeld nicht unbedingt kleiner werden: Sascha Rumpeltes sah glatt Rot und fehlt sicher, Luca Gaul und Marc Röhrig gingen angeschlagen aus dem Spiel. Umso bemerkenswerter ist da, dass die Fliedener beim selbsternannten Titelaspiranten einen 2:1-Auswärtssieg einfahren konnten und bereits den zehnten Sieg in zwölf Spielen holten.

„Wenn man sich die Verletztenliste anschaut, glaubt einem das einfach keiner. Uns hat das vor der Saison ja schon keiner zugetraut, weil wir den Kader sehr verjüngt haben“, sagt Drews, der umso stolzer auf das bisher Erreichte ist: „Wenn man jetzt sieht, dass mit Fabi oder Marc Stammkräfte fehlen und die jungen Spieler wie Noah Odenwald in die Bresche springen und ihre Sache richtig gut machen, dann ist das, was wir bisher herausgeholt haben, schon echt klasse.“ Dementsprechend herrscht trotz der langen Ausfallliste eitel Sonnenschein im Königreich: „Es wäre ja auch schlimm, wenn man da jetzt meckern würde. Wir sind Erster und immer noch ungeschlagen“, schmunzelt der Kapitän, der für das Derby gegen Hünfeld noch auf einen Einsatz von sich selbst, Schwager Christian Kreß sowie Gaul und Röhrig hofft, dazu ist Marc Götze aus dem Urlaub zurück. „Aber trotzdem: Für mich ist Hünfeld der Favorit“, meint der 33-Jährige. Dass die Serie nun ewig so weitergehe, glaube im Königreich aber ohnehin niemand – schließlich hat es der Herbst mit Spielen gegen Hünfeld, Weidenhausen, Bad Soden und Sand noch in sich. „Natürlich wäre es super, wenn das so weitergeht, aber man muss realistisch sein: Irgendwann wird der Einbruch kommen, wenn du Woche für Woche mit einer Rumpfelf spielst. Bisher kriegen wir das Woche für Woche hin und wollen die erste Niederlage so lange wie möglich hinauszögern, aber selbst wenn wir mal verlieren sollten, geht es ganz ruhig weiter. Wir können das sehr gut einschätzen und sind alle sehr geerdet“, betont Drews.

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