Die Mädchen der Jahrgänge 2004-2006 hatten bereits in der Saison 2018/2019 auf sich aufmerksam gemacht, als sie in der Kreisklasse in der Erwachsenenliga starteten und ungeschlagen in die Kreisliga aufstiegen.

In der neuen Saison 2019/2020 standen das Geschwisterpaar Lara und Finja Prokein für die Kreisliga nicht mehr zur Verfügung, da sie direkt den Sprung in die Landesliga bzw. Oberliga und Regionalliga wagten. Aber auch Loretta Paul und Anna Brückner planten ihr Mehrfachspielrecht zu nutzen und erste Erfahrungen in der Landesliga (1. Damenmannschaft) zu sammeln.

Glücklicherweise kam die ehemalige Hünfelder Spielerin Martha Wingenfeld nach ihrer Studienzeit in Gießen wieder nach Hünfeld zurück und ergänzte den leicht geschrumpften Kader.

Aufgrund der neuen Konstellation war nicht abschätzbar, wie die neue Saison laufen könnte. Die Trainerin Ines Prokein wurde jedoch positiv überrascht. Bereits der erste Spieltag lief vielversprechend und Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch überwiegend auf der Auswechselbank saßen, konnten ihre Rolle als Stammspielerinnen schnell einnehmen. Hier hat insbesondere Nadine Nattrodt auf der Mitte überzeugt.

Ganz so leicht wie im Vorjahr wurde es den Mädchen jedoch nicht gemacht und das zeigte sich besonders im Hinspiel gegen den ehemaligen Heimatverein von einigen der Mädchen, dem TV Breitenbach. Sie spielten nicht nur gegen ehemalige Vereinskameradinnen und vor ihrem ehemaligen Trainer, sondern auch gegen die eigene Mutter. Das machte das Spiel zu einer besonderen Herausforderung. Leider konnten die Mädchen hier nicht wie erhofft glänzen und verloren diese Begegnung. Das Rückspiel gegen den TV Breitenbach konnten die Hünfelder Mädchen aber für sich entscheiden.

Zwei Wochen vor Saisonende hatte das junge Team von Trainerin Prokein wieder die Führung in der Liga übernommen. Eine Meisterschaft war inzwischen das Ziel, aber noch nicht selbstverständlich. Die beiden Leistungsträgerinnen, Zuspielerin Anna Brückner und Mittelblockerin Loretta Paul, wären dafür unverzichtbar, aber alle Zeichen standen gut. Selbst der Pfarrer, bei dem Loretta Paul bald zur Konfirmation gehen sollte, wurde überzeugt, dass Loretta Paul am letzten Spieltag unverzichtbar ist.

Dann kam das Corona Virus und bescherte der Volleyballsaison ein jähes Ende! Nach Wertung der Saison mit Hilfe der „Quotientenmethode“ steht Hünfeld aber dennoch auf Platz 1 der Tabelle und kann in die Bezirksliga aufsteigen.