Fußball Hessenligist SC Waldgirmes will gegen Hünfelder SV nachlegen

Lahnau-Waldgirmes Wenn der SC Waldgirmes am Samstag (15 Uhr) den Hünfel-der SV empfängt, dann will das Team von Trainer Daniyel Bulut nachlegen.

Schließlich sind die Kräfteverhältnisse vor dem ersten Saison-Heimspiel des SCW allem Anschein nach klar und eindeutig verteilt: Hier der Vorjahresfünfte aus der Lahnaue, da der Aufsteiger aus dem Landkreis Fulda. Doch dieser erste Blick täuscht. Spätestens nach dem 1:0-Sieg über die zu den Aufstiegsfavoriten zählende SG Barockstadt am vergangenen Wochenende dürfte den „kleinen“ HSV kein Ligakonkurrent mehr unterschätzen – selbst wenn der Saisonauftakt mit einer 0:2-Pleite gegen Flieden noch in die Hose gegangen ist.

„Dieser Coup von Hünfeld kommt für uns genau zur richtigen Zeit. Meine Jungs haben hoffentlich erkannt, dass es negative Konsequenzen mit sich bringt, wenn du in dieser Liga auch nur fünf Prozent weniger gibst“, erklärt SCW-Trainer Daniyel Bulut. Der 37-Jährige und seine Akteure haben am Wochenende erst einmal durchatmen dürfen.

Durch das 2:1 beim starken Aufsteiger aus Eddersheim liest sich der Rundenstart mit drei Punkten aus zwei Begegnungen ordentlich. „Dieser Dreier hat uns richtig gut getan. Mit ein bisschen Pech verlierst du auch bei gefühlten 60 Grad in Eddersheim und stehst mit leeren Händen da. Dann hätten wir jetzt ziemlich unter Druck gestanden“, weiß Bulut, der dem SCW zwar eine „tolle Moral“ attestiert, allerdings spielerisch auch noch „jede Menge Luft nach oben gesehen“ hat. „Aber das ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison völlig normal und geht allen Teams so.“

Den kommenden Gegner hat der Verwaltungsfachangestellte bereits per Videomitschnitt unter die Lupe genommen. Allerdings (noch) nicht den Auftritt beim Überraschungssieg gegen Barockstadt, sondern die Niederlage gegen Flieden. Doch selbst diese Performance des HSV hat bei Bulut ordentlich Eindruck hinterlassen.

Aufsteiger aus Osthessen profitiert indirekt von der neugegründeten SG Barockstadt

Meiner Meinung nach war Hünfeld in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und gerät unglücklich in Rückstand. Die können sowohl das Spiel machen, sich aber auch sehr kompakt zeigen und dann Nadelstiche setzen“, analysiert der A-Lizenz-Inhaber über den Kontrahenten, der sich die Fusion von Borussia Fulda und dem TSV Lehnerz zunutze gemacht und mit den beiden Defensivspezialisten Marcel Dücker und Andre Vogt (aus Lehnerz) sowie den beiden Mittelfeldakteuren Sebastian Alles und Daniel Kornagel (Fulda) je zwei Spieler aus beiden Clubs verpflichtet hat. „Da steckt richtig Qualität drin. Ich gehe aber dennoch nicht davon aus, dass sie bei ihrem ersten Auswärtsspiel der Saison mit Mann uns Maus stürmen werden. Wir müssen Geduld haben“, prophezeit Bulut vor dem Duell zwischen dem gastgebenden Tabellenneunten und dem aktuellen Rangzwölften, der nach der Rückkehr des zuvor rotgesperrten Kapitäns Dennis Lang nun wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.

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