Verbandsliga: Christoph Neidhardt über seinen Wechsel zur SG Ehrenberg

Nach sieben, fast stetig, erfolgreichen Jahren beim Hünfelder SV bricht Christoph Neidhardt (32) zur neuen Saison seine Zelte in der Haunestadt ab und streift sich das Trikot der SG Ehrenberg über. Ganz große Veränderungen erwartet der Routinier nicht.

Sieben Jahre Hünfeld, vier Jahre Steinbach und ein Jahr Borussia Fulda. Wieso steht jetzt der Gang nach Ehrenberg an?

Das ist schnell erklärt: Da davon auszugehen ist, dass wir mit Hünfeld den Aufstieg in die Hessenliga schaffen, ich jedoch den Aufwand in dieser Form nicht mehr betreiben möchte, habe ich mich mit einem Wechsel beschäftigt. Ehrenberg hat sich schließlich sehr stark um mich bemüht: Der Draht zum neuen Trainer Sebastian Vollmar war sofort vorhanden, die Vorstände wirken sehr authentisch, die Mannschaft ist wie in Hünfeld ein eingeschworener Haufen und die Geselligkeit spielt im Verein eine große Rolle. Deshalb denke ich, dass es zwischen uns sehr gut funktionieren wird. Zudem ist Ehrenberg eine gute Adresse, denn ich habe noch kein schlechtes Wort über den Verein gehört.

Bei Deinem neuen Club wird sich einiges ändern. Routiniers wie Robert Schorstein oder Mark Jaksch verlassen den Verein, hingegen kommen Jungspunde hinzu. Möchtest Du als gestandener Spieler ein Zugpferd sein?

Es ist in gewisser Form mein Anspruch, dass sich die jungen Leute an mir orientieren können. Ich kenne es selbst, weshalb ich dem Team etwas mit auf den Weg geben möchte. Allerdings schaue ich auf mich, möchte gute Leistungen auf dem Platz zeigen und sollte das gelingen, wird das andere von alleine kommen.

Der Blick geht bei Deinem neuen Club Richtung Gruppenliga. Bislang kennst du nur den überregionalen Fußball. Planst Du eher mit der Verbands- oder Gruppenliga?

Grundsätzlich ist es egal, in welcher Liga wir spielen werden. Die Mannschaft hat meiner Meinung nach die Qualität, um auch Verbandsliga zu spielen. Mit Felix Beck, Maurus Klüber, Sven Bambey und Marius Bublitz kenne ich ja bereits einige Kicker, mit denen ich in Hünfeld gespielt habe. Sebastian Vollmar ist außerdem ein Trainer, mit dem wir viel erreichen können. Aber auch die Gruppenliga wäre in Ordnung, die Auswärtsfahrten sind schließlich etwas kürzer, so dass mehr Zeit für die Familie bleibt.

Beim Hünfelder SV hast Du zuletzt variabel agiert. Ist es Dir egal, auf welcher Position Du zum Zug kommst?

Grundsätzlich bin ich ein Offensivspieler, möchte deshalb auch dort spielen. Allerdings habe ich mich in Hünfeld auch mit der Rechtsverteidiger-Position angefreundet. Letztlich ist es die Entscheidung des Trainer, wo ich eingesetzt werde.

Wie bitter wäre ein Abschied aus Hünfeld, der nicht am Platz stattfinden kann?

Es wäre unglaublich schade, aber ich habe mich mittlerweile ein bisschen damit angefreundet. Liebend gern hätte ich die Serie beendet und mit der Meisterschaft gekrönt. Das wäre das Nonplusultra, zumal ja Dominik Weber als Trainer ebenso nach sieben Jahren aufhört. Ich bin mir aber sicher, dass wir irgendwann alles ausgiebig feiern werden. In Hünfeld lässt man sich diesbezüglich nicht lumpen.