Ein 12:1 war auch diesmal möglich

Der Hünfelder SV hat im Testspiel beim FSV Thalau einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Der Hessenliga-Neuling gewann beim Verbandsliga-Neuling 7:1 (4:0).

Ziemlich genau ein halbes Jahr ist es her, dass der HSV den FSV mit 12:1 abfertigte. Nach einer Viertelstunde konnte ein ähnliches Ergebnis erwartet werden, denn zu diesem Zeitpunkt führte der Gast bereits mit 3:0. Immer wieder konnte sich Julian Rohde auf der Zehn in gefährlichen Räumen zeigen, immer wieder konnte der Ball hinter die Thalauer Kette gespielt werden. So wie beim 1:0 durch Maximilian Fröhlich nach fünf Minuten. Neuzugang Max Vogler, der im Sturmzentrum erneut einen starken Eindruck hinterließ, traf direkt darauf per Abstauber (6.), ehe er mit einem Heber aus 25 Metern den schönsten Treffer des Tages erzielte.

„Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und waren teilweise zu grün hinter den Ohren“, monierte Thalaus Kapitän und Schlussmann Markus Herber, der ein ums andere Mal alleine gelassen wurde. Fröhlich, der nach 31 Minuten das vierte Tor nachlegte, hätte schon vorher seinen zweiten Treffer erzielen müssen, Nicolas Häuser hatte mit einem Pfostenschuss Pech. Hätte sich Thalau nach der Pause nicht gesteigert und tiefer hinten reingestellt, wäre ein 12:1 erneut ein realistisches Ergebnis gewesen. Dabei wollte FSV-Coach Meik Voll genau diesen Aha-Effekt für sein Team: „In der Verbandsliga-Spitze spielen die Teams auf ähnlichem Niveau, darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Gerade Florian Storch, der das Spiel mal hätte beruhigen können, fehlte seinem Team – der Spielmacher fehlte urlaubsbedingt.

Hünfeld konnte dagegen in Hälfte zwei durch Nils Wenzels abgefälschten Schuss nachlegen, ehe mit Christoph Sternstein ein weiterer Neuzugang traf. Andre Vogt sorgte mit dem 7:1 für den Schlusspunkt (82.), zwischenzeitlich hatte auch Patrick Kalis nach grenzwertigem Einsatz getroffen, nachdem der neue Thalauer Angreifer schon zuvor eins, zwei gute Chancen hatte. „Wichtig war, dass wir über 90 Minuten engagiert waren. Wir hätten noch mehr Tore machen müssen, gerade in Halbzeit eins“, befand HSV-Kapitän Julian Rohde, dem auch die Leistung der Neuzugänge – insbesondere die von Youngster Vogler – gefiel.

Die Statistik:

FSV Thalau: Herber (86. Wasserka) – Weigel (46. Müglich), Fischer, Mötzung (46. Leinweber), Zimmer (46. Schenkel) – Koch, Tekleyes, Weichlein, Martinez – Piechutta (68. Kress) – Kalis.
Hünfelder SV: Brunner – Häuser (46. Wenzel), Faulstich (46. Schuch, Witzel, L. Budenz (46. J. Budenz) – Dücker (46. Vogt), Alles – Gadermann, Rohde, Fröhlich – Vogler (46. Sternstein).
Schiedsrichter: Eric Wettels (Haimbacher SV).
Zuschauer: 138.
Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (5.), 0:2, 0:3 Max Vogler (6., 14.), 0:4 Maximilian Fröhlich (31.), 0:5 Nils Wenzel (56.), 0:6 Christoph Sternstein (69.), 1:6 Patrick Kalis (70.), 1:7 Andre Vogt (82.).

Autor: Steffen Kollmann