Ziel: Sechs Punkte

Hünfeld (pf) – www.osthessen-sport.de

Zumindest einen kleinen Funken Hoffnung hat der Hünfelder SV mit dem 1:1 gegen Bayern Alzenau am Leben gehalten. Noch mehr als das Ergebnis dürfte aber die Spielweise Mut machen, dass im Saisonendspurt der Fußball-Hessenliga noch die nötigen zwei Siege eingefahren werden – und unabhängig davon, ob es am Ende für den Klassenerhalt reicht, ist genau das das Ziel der Hünfelder.

Mit dem Auswärtsspiel in Ginsheim und dem Heimspiel gegen Bad Vilbel trifft der HSV noch auf zwei Gegner, für die es höchstens noch um die berühmte goldene Ananas geht. Hünfeld hingegen braucht sechs Punkte, dazu dürfen Friedberg und Griesheim jeweils maximal einen Punkt aus den verbleibenden zwei Partien holen. Die Mission ist also nicht leichter geworden, doch zumindest seine Hausaufgaben will der HSV bis Ende Mai machen und sehen, für was es letztlich reicht: „Es liegt leider nicht mehr in unserer Hand. Wir können nur unsere Aufgaben erfüllen“, weiß Trainer Dominik Weber.

Auch die Ausfälle von Niclas Rehm und Julian Rohde konnten die Hünfelder am Samstag gut auffangen – und das gegen eine Mannschaft, die in die Regionalliga möchte. „Für sie ging es um alles, da ist das Ergebnis eigentlich nicht hoch genug anzurechnen, wobei wir sogar etwas näher am Sieg dran waren“, meint Weber, der sich nun einen Schub nach vorne erhofft, wenngleich erneut einige Möglichkeiten ungenutzt blieben und auch das Gegentor hätte verhindert werden können. Für die beiden letzten Saisonspiele werden Rehm nach Rotsperre und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Rohde nach Rückenproblemen wieder zurückkehren, dabei hat der HSV „im Endeffekt nichts mehr zu verlieren. Wir gehen relativ befreit in diese Spiele und denken weiter positiv“, stellt der Trainer klar.

Nicht besonders viel hat das Ergebnis derweil auch am anderen Ende der Tabelle geändert: Kassel bot Alzenau eine Stunde zuvor mit dem Remis gegen Waldgirmes die Steilvorlage, einen Riesen-Schritt in Richtung Relegation zu machen. So aber sind es weiterhin drei Punkte – und der FCB muss noch nach Gießen. „Heute war es sehr schwer für uns. Ich glaube das Ergebnis von Kassel hat uns eher gehemmt, als beflügelt. Aber dieses Phänomen ist ja in letzter Zeit auch in höheren Klassen zu beobachten“, meinte Alzenaus Coach Angelo Barletta, dessen Team vom HSV alles abverlangt wurde.

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