Hünfeld (pf) – Angesichts des Hammer-Programms nach Ostern muss der Hünfelder SV am Samstag (15 Uhr) mit etwas Zählbarem aus Lohfelden zurückkehren, ansonsten könnte es im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga für das Team von Dominik Weber ungemütlich werden. Allerdings: Beim FSC holte nach der Winterpause noch niemand etwas, ängstlich wollen die Hünfelder dennoch nicht nach Nordhessen reisen.

Im März waren Griesheim, Neu-Isenburg und Ederbergland in derselben Situation wie der HSV jetzt: Alle mussten nach Lohfelden, alle kehrten mit leeren Händen nach Hause zurück. Gegen Griesheim siegten die Nordhessen mit 3:0, bezwangen später Schlusslicht Neu-Isenburg mit 4:1 und gewannen dann das dritte Heimspiel des Jahres mit 1:0 gegen den FC Ederbergland. Nun kommt mit Hünfeld das nächste Kellerkind zum FSC, der aber auch selbst noch lange nicht durch ist.

„Wir müssen da weitermachen, wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben. Ich bin da ganz guten Mutes“, betont Abwehrmann Steffen Witzel vor dem immens wichtigen Spiel, der dennoch einige Aspekte findet, die sein Team noch verbessern kann: „Wir müssen defensiv wieder kompakter stehen und die Chancen, die wir uns immer herausspielen, auch verwerten“. Wie es gehen kann, zeigte Buchonia Flieden vor einigen Wochen beim 6:0-Heimsieg gegen Lohfelden – und auswärts punktete der HSV in dieser Saison bisher auch deutlich besser als zuhause. „Wenn wir wüssten, woran das liegt, könnten wir es abstellen. Vielleicht ist der Druck daheim für manche zu groß, aber wir hätten auch gegen Friedberg gewinnen müssen“, meint Witzel und weiß, dass vergangene Woche bis auf Türk Gücü niemand im Keller punktete: „Es ist alles so wie vorher, wir müssen in unserer Situation so viele Spiele gewinnen, wie es geht“ – und das dürfte besonders im Hinblick auf das Restprogramm nicht ganz einfach werden.

In personeller Hinsicht sieht es zumindest etwas besser als zuletzt aus, so kehrt Keeper Sebastian Ernst in den Kader zurück. Niclas Rehm konnte nach einem Schlag auf den Fuß gegen Friedberg zwar nicht trainieren, „aber in der Behandlung sah das schon ganz gut aus“, ist Witzel zuversichtlich, dass sein Kollege in der Viererkette mitwirken kann.

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