Hünfeld (pf) –www.osthessen-zeitung.de

Sich zuhause fithalten, das Kontaktverbot umsetzen und abwarten, was mit der aktuellen Saison passiert – die Gruppenliga-Fußballer des Hünfelder SV II machen derzeit das, was die meisten Clubs in der Corona-Pause tun. Und ungewiss ist für Trainer Johannes Helmke aber nicht nur der Ausgang der laufenden Runde, sondern auch, in welcher Liga er in der nächsten coachen wird.

  Wie alle anderen halten wir uns auch an das Kontaktverbot, das ist ja auch vernünftig“, betont Hünfelds Reservecoach Johannes „Johnny“ Helmke, der seinen Jungs etwas für die fußballfreie Zeit mit an die Hand gegeben hat. Neben Plänen aber vor allem den Rat, „dass sie natürlich zuhause bleiben sollen, wobei Sport, egal ob im läuferischen oder Kraftbereich, auch gut fürs Gemüt ist, weil man vielen anderen Freizeitaktivitäten nicht nachgehen kann“. Kapitän Sven Sorian startete in der WhatsApp-Gruppe schon frühzeitig einen ähnlichen Aufruf, sodass bei der HSV-Reserve jeder weiß, was er zu tun hat. „Sport ist eine gute Abwechslung und ein Ausgleich zum Fernsehen, das kann man jedem raten“, fügt Helmke an.

Ob seine Spieler in dieser Saison nochmal auf dem Rasen um Punkte spielen können? „Der Trend geht dahin, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass der Ball nochmal rollt“, meint Helmke, der aber nicht allzu viel spekulieren will: „Wir können es eh nicht beeinflussen, auch wie das gewertet wird. Es gibt ja verschiedene Szenarien“. Genauso ungewiss ist, wo Helmke in der kommenden Saison trainiert: Denn der Coach wurde vom HSV bekanntermaßen zum Trainer der ersten Mannschaft befördert, die die Verbandsliga-Tabelle anführt und – sollte es sportlich nicht weitergehen – von den Entscheidungen des Verbandes abhängig ist. „Natürlich wäre es schade für die Jungs, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen würde, weil wir gut dastehen. Aber auch das können wir nicht beeinflussen“, lebt Helmke derzeit wie alle Fußballer, für die es aktuell aber auch wichtigere Dinge gibt, im Ungewissen. Und auch wenn persönliche Gespräche und dergleichen aktuell nicht stattfinden, „die Planungen für die nächste Saison laufen schon“, verrät der künftige Verbandsliga- oder eben Hessenligatrainer.