Hessenliga: HSV schlägt Barockstadt

Der Hünfelder SV ist der erste ganz große Coup in der noch jungen Hessenliga-Saison gelungen: Vor einer Traumkulisse von 2700 Zuschauern wurde im Osthessen-Derby die SG Barockstadt mit 1:0 (1:0) besiegt.

Beide Trainer wechselten im Vergleich zum Saisonauftakt zweimal personell und vertrauten dazu einem anderen System. HSV-Coach Dominik Weber stellte auf eine Fünferkette um, in der Niclas Rehm den Abwehrchef mimte. Im Spiel nach vorne sollte mit Geschwindigkeit durch Kevin Krieger, Christoph Neidhardt und Maximilian Fröhlich für Durchschlagskraft gesorgt werden. Gegenüber Alfred Kaminski hingegen stellte auf Dreierkette um, ließ vor den beiden Zehnern, Leon Pomnitz und Marcel Mosch, Christopher Bieber als Stoßstürmer agieren. Und die Rollenverteilung war von Sekunde eins an geklärt. Barockstadt versuchte sich mit viel Ballbesitz die Spielkontrolle zu erarbeiten, Hünfeld verlegte sich aufs Kontern.

Eben jene Konter waren vor der Pause dreimal brandgefährlich: Erst fehlte Krieger der Mut, die anschließende Ecke von Julian Rohde verwertete allerdings Franz Faulstich zum Siegtreffer (11.). Auch beim zweiten Konter war es die falsche Neun Kevin Krieger, die diesmal nur per Foul gestoppt werden konnte, Rehm den fälligen Freistoß aber knapp neben den Pfosten setzte (26.). Und bei der dritten gefährlichen Aktion hatte das weite Rund der Rhönkampfbahn den Torjubel bereits auf den Lippen, allerdings scheiterte Maximilian Fröhlich auf Mujezinovic (45.+2). Die Fuldaer hingegen hatten fünf gefährliche Aktionen: Niklas Odenwald war bereits nach 90 Sekunden entwischt, sein Abschluss geriet allerdings zu zentral. Dazu scheiterte Bieber zweimal (36., 38.) und Leon Pommitz einmal knapp (41.).

Barockstadt schnürt Hünfeld ein

In der zweiten Halbzeit wurde die Barockstadt immer überlegener, schnürte den HSV phasenweise wie in einem Handballspiel ein, doch Hünfeld schaffte es immer wieder in die Grundordnung zu finden. Alle drei Innenverteidiger verdienten sich Bestnoten, genau wie Keeper Sebastian Ernst, der immer den Überblick behielt. Allerdings hatte Hünfeld auch mehrfach richtig Glück, so nagelten Patrick Broschke und Patrick Schaaf zwei Distanzschüsse an die Latte, dazu rettete zweimal der überragende Faulstich und auch Ernst hielt ganz zum Ende hin noch einen „Unhaltbaren“ von David Wollny. Hünfeld hingegen hatte bei Kriegers Schuss und Sven Bambeys Konterlauf das 2:0 auf dem Fuß. „Ich wusste, dass wir das Spiel gewinnen können. Dazu mussten die Jungs über sich hinauswachsen und wir das nötige Glück in der einen oder anderen Situationen haben. Absolut geil, dass wir das so hinbekommen haben“, frohlockte Weber.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Ernst – Dücker, Faulstich, Rehm, Witzel, Alles – Neidhardt (57. Schuch), Rohde (75. Budenz), Vogt, Fröhlich (83. Bambey) – Krieger.

SG Barockstadt: Mujezinovic – Sonnenberger, Gröger, Torcuatro – Fuß (54. Broschke), Schaaf, Crljenec, Odenwald (35. Wollny) – Mosch, Pomnitz (68. Münkel) – Bieber.
Schiedsrichter: Daniel Velten (SG Schöffengrund).
Zuschauer: 2700.
Tor: 1:0 Franz Faulstich (11.).

Autor: Johannes Götze

Franz Faulstich erzielte das goldene Tor. Foto: Siggi Larbig
Franz Faulstich-18