Bereits am kommenden Sonntag geht‘s für die beiden heimischen Fußball-Verbandsligisten wieder los. Die Ausgangslage ist trostlos, womit die Körler und die Melsunger aber eher unterschiedlich umgehen.

FC Körle

„Ich habe uns noch nicht aufgegeben“, sagt Eugen Wagner. Der neue Trainer des FC Körle verbreitet vor den restlichen 15 Spielen trotz einer denkbar ungünstigen Ausgangsposition eine gehörige Portion Optimismus. Der Rückstand zum rettenden zwölften Tabellenplatz beträgt zwar zwölf Punkte, aber Wagner hat einige Argumente gesammelt, mit denen er seine Haltung begründet.

Da ist zunächst mal die im Vergleich zum Saisonbeginn krass veränderte personelle Lage. Der Coach ist davon überzeugt, dass sich mindestens vier Neuzugänge auf Anhieb als Verstärkungen erweisen werden. Auf der rechten Außenbahn ist Christoph Künzel (bisher Eintracht Baunatal) gesetzt, für das zentrale Mittelfeld bieten sich Rückkehrer Daniel Kraus (TSV Spangenberg) sowie Patrick Misiak (SG Bad Zwesten/Urfftal) an, und im Angriff soll Nils Schöneberg (SG Kirchberg/Lohne) zum Zuge kommen. Zudem ist Philipp Winkler nach einer mehr als einjährigen Verletzungspause wieder fit und steht für die linke Außenbahn bereit.

Unterdessen verlief die Vorbereitung trotz guter Bedingungen – dem FC stand u. a. der Kunstrasenplatz in Lohfelden zur Verfügung – nicht immer nach Wagners Geschmack: „Verletzungen, Krankheiten und Urlaubsreisen haben eine bessere Trainingsbeteiligung verhindert.“ Immerhin konnte er sich über einen 2:1-Erfolg im Test bei der FSV Bergshausen freute. Vorher hatten die Körler drei Niederlagen hinnehmen müssen (1:7 beim KSV Baunatal, 2:4 bei der SG Aulatal und 0:3 beim VfL Kassel).

Melsunger FV

Nach 18 Spielen lügt die Tabelle nicht mehr. Der Melsungen FV muss 13 Punkte gutmachen, um den rettenden zwölften Tabellenplatz zu erreichen. Deshalb sagt Peter Wefringhaus: „Höchstwahrscheinlich steigen wir ab. Ich bin doch kein Märchenonkel.“ Allerdings: Trotz der klaren Worten des MFV-Trainers werden sich die Bartenwetzer keineswegs kampflos mit dem Abstieg abfinden.

Der prekären Tabellensituation zum Trotz waren nämlich durchaus Fortschritte bei den Akteuren erkennbar. „Leistung und Einsatz bei der Vorbereitung bestätigen eine erfreuliche Entwicklung. Jetzt wollen wir in den verbleibenden 14 Spielen mehr Punkte holen als in den bisherigen 18 Partien“, beschreibt Wefringhaus die Zielsetzung, die angesichts von bisher nur sechs Zählern äußerst bescheiden ist.

Nur Alexander Raabe (Knieverletzung) und Andre Schnell (Trainingsrückstand) werden zum Restrundenauftakt in Sandershausen nicht zur Verfügung stehen. Dank der Genesung einiger verletzter Spieler entspannt sich die personelle Situation beim MFV, der auf dem Transfermarkt in der Winterpause nicht aktiv war.

Nun hofft Wefringhaus, auch in der kommenden Saison Melsungens Coach, wird, dass die Mannschaft im Falle des Abstiegs weitgehend zusammenbleiben wird. In den Testspielen gab es einen Sieg (6:2 in Bad Wildungen) und ein Unentschieden (1:1 gegen Edermünde).

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