Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Zuhause gab der Hünfelder SV jetzt schon zweimal einen Sieg in der Schlussphase her und wartet weiter auf den ersten Dreier in der Fußball-Hessenliga. Versuch Nummer fünf startet der Aufsteiger am Mittwoch (19.30 Uhr) beim FV Bad Vilbel. Der grobe Plan steht, ob jedoch das gleiche Personal ran darf, lässt Trainer Johannes Helmke offen.

Weder Keeper Fabian Brunner, den der Trainer nach der unglücklichen Szene zum Ausgleich direkt in Schutz genommen hatte, noch Elfmeter-Fehlschütze Julian Rohde will HSV-Coach Johannes Helmke die zwei verlorenen Punkte gegen Fernwald ankreiden, sondern betont: „Fehler passieren jedem“. So sah der Trainer einige technische Fehler und Abspielfehler, die Räume wurden nicht optimal genutzt und vermeintliche Chancen wurden keine, weil einfache Bälle nicht ankamen. „Aus Fehlern resultieren Tore, oder vorne eben keine. Wir müssen einfach weniger machen als der Gegner“, lautet Helmkes einfache Rechnung.

Auch für die Aufgabe in Bad Vilbel, wo es endlich mit einem Sieg klappen soll. Jedoch soll da eher an das Walldorf-Heimspiel angeknüpft werden, während der Auftritt gegen Fernwald „etwas unterdurchschnittlich“ war: „Die Punkte hätten wir mitnehmen müssen“, hadert Helmke. Die Grundausrichtung war dieselbe, nur dass Max Vogler vorne begann, während Aaron Gadermann eine Startelf-Pause bekam. „Das war das dritte Spiel in einer Woche“, spielt der Coach auf die hohe Belastung, doch nicht nur aus diesem Grund könnte es am Mittwoch den einen oder anderen Wechsel geben: „Die Leistung war nicht so überzeugend, dass ich sagen würde: Diese elf spielen wieder“. Sebastian Alles wird „zu 90 Prozent“ noch ausfallen, Nils Wenzel ging mit Oberschenkel-Problemen in die neue Woche und ist fraglich.

Trotz der Enttäuschung versuchen die Hünfelder aber, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Wir wollen die Ruhe bewahren und dann am Mittwoch Vollgas geben. Wir haben auf jeden Fall die Chance, dort etwas mitzunehmen, wobei ich Vilbel schon stärker als Fernwald einschätze“, so Helmke, der sich noch Informationen über den Gegner einholen und Videos anschauen wird, „aber durch die vielen Doppelspieltage muss man auch gucken, wann man das überhaupt macht“. Bad Vilbel verbuchte bisher vier Punkte aus vier Spielen, ein Remis gab es gegen Baunatal, den schmeichelhaften Auftaktsieg in Neuhof. Die Brunnenstädter gehen nun mit zwei Pleiten im Rücken ins Spiel gegen den HSV.