Unnötige Pleite

Vor dem Derby gegen die SG Barockstadt hat es der Hünfelder SV verpasst, sich im Abstiegskampf weiter Luft zu verschaffen. Bei Viktoria Griesheim setzte es nach dem 0:4 am Hanau die nächste vom Ergebnis her deutliche Auswärtspleite: Mit 3:0 (0:0) setzte sich der vormals Vorletzte gegen die Haunestädter durch – und ließ einen enttäuschten HSV-Trainer Johannes Helmke zurück.

„Das war heute ein richtiger Dämpfer, weil das ein absolut schlagbarer Gegner war“, resümierte Helnke, der sein Team umgebaut hatte: So rückten Sebastian Schuch und Sebastian Alles in die erste Elf. Während Schuch Franz Faulstich in der Innenverteidigung eins zu eins ersetzte, zog die Hereinnahme von Alles einige Änderungen nach sich. Alles spielte neben Aaron Gadermann auf der Doppelsechs, Lukas Budenz wich dafür auf die Linksverteidiger-Position, während Andre Vogt als Linksaußen agierte und für ihn Maximilian Fröhlich auf die rechte Offensivseite wechselte.

Und vom Anpfiff weg gewannen die 170 Zuschauer den Eindruck, dass Helmkes Umstellungen allesamt gute Entscheidungen waren. Der HSV dominierte den Gegner im ersten Spielviertel und erspielte sich auch einige klare Möglichkeiten: Julian Rohde verzog nach fünf Minuten knapp, genau wie Maximilian Fröhlich nach 14 Minuten. Die beste Gelegenheit vergab Fröhlich nach super Steilpass von Witzel, als er an Paul Jivan scheiterte (17.).Auch Alexander Reith stand einmal blank vor Jivan. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden auch die Gastgeber aktiver, die es einem Stellungsfehler von Budenz zu verdanken hatten, die größte Chance im ersten Durchgang auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, doch Liam Fisch verzog frei vor Fabian Brunner – er war von der Mittellinie allein auf ihn zugelaufen (27.). Dennoch wäre eine HSV-Führung zur Halbzeit verdient gewesen.

War die erste Hälfte ein offenes Spiel, veränderte sich das Geschehen nach dem Pausentee total: Weil Griesheim schnell in Führung ging, als Keeper Fabian Brunner einen Fernschuss von Liam Fisch direkt vor die Füße von Torschütze Youness Breir prallen ließ (52.). Ein klarer Torwartfehler, der Griesheim auf die Spur und Hünfeld aus der Spur gerieten ließ. Zwar hatte Hünfeld meist den Ball, fand aber auch aufgrund von technischen Fehlern und der Enge des Kunstrasens kaum Durchkommen. Steffen Witzels Flugkopfball (78.) und Marcel Dückers Fernschuss (81.) waren die einzigen klaren Gelegenheiten auf das 1:1. Griesheim hatte bis zur 90. Minute zwar nichts anzubieten, machte dann aber im Schlussakkord dennoch zwei Tore zum zu deutlichen Sieg.

Die Statistik:

Viktoria Griesheim: Jivan – Bender, Kern, Schumacher, Sanchez Ruiz Diaz – Arslan (68. Idrissou), Fisch – El Fahfouhy, Breir (71. Breir), Donkov (61. Makengo) – Volk.
Hünfelder SV: Brunner – Dücker, Schuch, Witzel, L. Budenz (66. Sternstein) – Alles, Gadermann (61. Vogler) – Fröhlich, Rohde, Vogt – Reith (76. Faulstich).
Schiedsrichter: Daniel Velten (TSV Laufdorf).
Zuschauer: 170.
Tore: 1:0 Youness Breir (52.), 2:0 John Bosco Makengo (90.), 3:0 Liam Fisch (90.+1).