Licht und Schatten

Dass es nach 90 Minuten keinen Sieger gab, war aufgrund der zahlreichen Chancen etwas verwunderlich. Die Möglichkeiten für mehr Tore waren schließlich da. „Wir sind gut reingekommen und hätten durchaus mehr Tore machen können“, betonte HSV-Trainer Johannes Helmke nach Abpfiff. Den besseren Start erwischte sein Team und belohnte sich nach einem Sturmlauf in Person von Maximilian Fröhlich (16.). Aaron Gadermann schickte den Stürmer, der mit einem satten Linksschuss vollendete.

Nach der Halbzeit wirkten die Gäste allerdings nicht mehr so spritzig und im letzten Drittel unkonzentriert. „Ich dachte, wir sind einen Tick weiter“, so der Trainer, der die Ballsicherheit, Präsenz auf dem Platz und das Zulassen von Chancen bemängelte. Dass es das dritte Spiel in vier Tagen ist, dürfe allerdings keine Ausrede sein. Eine Erkenntnis zieht der Coach allerdings aus der Partie: „Wir haben bezüglich Formation zuletzt viel ausprobiert. Die Tendenz geht Richtung Viererkette.“

Die Passivität bestrafte schließlich Neuzugang Felix Schütz, der nach einem Freistoß zum Ausgleich einköpfte (76.) – der Lohn für eine mutige zweite Halbzeit, in der die Elf von Florian Roth das Spielfeld breit machte und die Räume clever nutze. „Mit ein bisschen Glück können wir am Ende gewinnen“, blickt ein zufriedener Trainer zurück. Zwar machte seine Elf teils katastrophale Fehler im Aufbauspiel, auf der anderen zeigte sie aber gutes Angriffspressing und gab sich nicht auf. „Natürlich haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns. Die positiven Aktionen überwiegen allerdings.“

Neu im Kader der Barockstadt II war zudem Constantin Drimalski, der zuvor für Hessenligist Flieden spielte und sich kurz vor Ligastart dem Verbandsligist anschloss. „Er ist ein junger Mann mit Stallgeruch, der perfekt bei uns reinpasst“, erläutert Roth. Der 20-Jährige ist auf der Außenbahn beheimatet.

Die Statistik

SG Barockstadt II: Weisbäcker; Hartwig, Schütz, Weitzel, Peli – Vinojcic, Liebermann – Wittke, Mulaj, Zenuni – Noori (Drimalski, Dux, Kocak, Gören, Wagner).
Hünfelder SV: Ernst; Sternstein, Witzel, Schuch, Dücker – Vogt, Gadermann, Alles – Reith, Fröhlich, Rohde (Vogler, Faulstich, Krieger, Budenz, Wenzel).
Schiedsrichter: Lars-Hendrik Köpsel (Borussia Fulda).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (16), 1:1 Felix Schütz (31.).