Den Highlights folgte rasche Ernüchterung

 torgranate-Analyse: Hünfelder SV

 

Am Ende des Jahres ist die Stimmung beim Hünfelder SV durch einige Rückschläge in der letzten Zeit getrübt. Dabei verkaufte sich der Aufsteiger lange Zeit prächtig in Hessens Beletage des Fußballs. In unserer torgranate-Analyse werfen wir einen kurzen Blick auf die Lage rund um die Rhönkampfbahn.

So lief die bisherige Runde:

Mit dem Start konnte in Hünfeld jeder leben. Die Gegner hatten es wahrlich in sich und der SG Barockstadt wurde die erste Liganiederlage der jungen Vereinsgeschichte beigefügt, ehe auch dem KSV Hessen Kassel ein Punkt abgetrotzt wurde. Richtig in der Liga angekommen war die Elf von Dominik Weber ab Spieltag sieben, als zehn Punkte aus vier Spielen gefeiert werden konnten. In den zehn Partien vor der Winterpause ließ allerdings nur der 3:2-Sieg über Baunatal und das 2:2 in Bad Vilbel die Herzen nochmal höherschlagen, sodass es letztendlich ein ernüchternder Ausklang der ersten Halbserie für die Haunestädter war. Der HSV überwintert nun sogar auf einem möglichen Abstiegsplatz, obwohl er lange Zeit über dem Strich stand. Besonders in der Offensive drückt der Schuh, 17 Treffer in 20 Spielen sind die mit Abstand wenigsten der Liga.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen:

Vom Zusammenschluss der SG Barockstadt profitierte Hünfeld und schnappte sich alle fünf Neuzugänge aus dem Dunstkreis der SGB. Mit Andre Vogt, Sebastian Alles und Marcel Dücker haben sich deren drei zu Stammspielern gemausert. Konnte man es bei den beiden Erstgenannten durch ihre gesammelten Erfahrungen erwarten, hat sich Dücker auf der rechten Verteidigerposition festgespielt. Hinter den Erwartungen blieb bislang Daniel Kornagel. Der ehemalige Borusse wurde immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen, brachte es auf erst neun Partien, wovon nur eine über die komplette Spielzeit ging. Noch gar nicht ins Rampenlicht spielen konnte sich der 19-jährige Noah Quanz. Gerade erst von einer Sprunggelenksverletzung erholt, riss sich Quanz in einem Spiel der Reserve das Kreuzband.

In Erinnerung bleibt:

Als wahrer Zuschauermagnet erwies sich der Hünfelder SV zu Rundenbeginn. 6200 Zuschauer pilgerten allein in den ersten drei Partien gegen Flieden (0:2), Barockstadt (1:0) und Hessen Kassel (0:0) in die Rhönkampfbahn. Als positives Highlight bleibt vor allem der 1:0-Erfolg gegen die neuformierte SG Barockstadt in Erinnerung, als Franz Faulstich die blau-weißen Gemüter mit seinem Kopfballtreffer zum Überkochen brachte. Dagegen musste gegen Flieden gleich zweimal eine bittere Niederlage hingenommen werden, im Kopf bleibt auch die lange Durststrecke vor der Winterpause mit der 1:2-Niederlage zum Abschluss gegen Griesheim.

Ausblick:

Dass es von Anfang an gegen den Abstieg gehen würde, war den Verantwortlichen bewusst. Das Umfeld in Hünfeld bleibt deshalb ruhig. Zwar steht aktuell ein Platz, der den Gang zurück in die Verbandsliga bedeuten könnte, doch genügend Möglichkeiten zum Punkten hat Hünfeld noch. Sehr wichtig wird ein guter Start in die Restrunde sein, denn mit Griesheim, Neu-Isenburg und Ederbergland warten zu Beginn wegweisende Begegnungen gegen direkte Konkurrenten. Etwas tun muss sich selbstredend auch im Offensivspiel. Hier wurde mit Florian Münkel bereits ein erster Transfer eingetütet. Münkel kann als Stoßstürmer zu Neidhardt und Co. eine echte Alternative und ein wichtiger Faktor bei der Mission Klassenerhalt sein.

Autor: Tobias Konrad

 

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Fix: Hünfelder SV schnappt sich Florian Münkel

 

Hessenliga: Kurzes Intermezzo bei der Barockstadt für 28-Jährigen beendet

Nun ist es fix: Florian Münkel wird ab Januar 2019 das Hessenliga-Team des Hünfelder SV verstärken. Der 28-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten SG Barockstadt.

„Florian soll helfen, unser gestecktes Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Bereits im Sommer hatten wir die Fühler nach ihm ausgestreckt und sind nun umso glücklicher, dass er sich für einen Wechsel auf die Rhönkampfbahn entschieden hat“, freut sich Abteilungsleiter Mario Rohde. „Florian bringt eine unbestrittene Qualität mit und passt menschlich hervorragend in unser intaktes Mannschaftsgefüge. Wir sind uns jedoch auch bewusst, dass Florian in unserer verzwickten Situation nicht der alleinige Heilsbringer sein wird, sondern wir vielmehr gemeinschaftlich noch fester an einem Strang ziehen müssen, um unser Ziel zu verwirklichen.“
Münkel war im Sommer vom Hessenliga-Absteiger SV Steinbach zur SG Barockstadt gewechselt. Den damaligen Wechsel tütete der TSV Lehnerz unter Trainer Marco Lohsse ein. In den beiden vorigen Spielzeiten für den SVS erzielte der Stürmer 30 Treffer in Hessens Beletage. Wirklich glücklich wurde Münkel bei der Barockstadt aber nicht. Lediglich zehn Einsätze in der Hessenliga hat der Angreifer in dieser Spielzeit vorzuweisen, in denen er es nur auf 235 Einsatzminuten brachte. Ein Tor gelang ihm dabei nicht. Von Beginn an durfte Münkel nie ran. Bei der SGB-Reserve reicht es immerhin zu drei Treffern bei sechs Spielen in der Verbandsliga Nord.

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Hessenliga – Nach „brutalem“ Abschluss ist erstmal Abschalten angesagt

 

Hünfeld (pf) – Auch gut zwei Wochen vor Weihnachten wurde der Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga nicht mit Glück überschüttet, ganz im Gegenteil: Mit der bitteren 1:2-Pleite gegen Griesheim verabschiedete sich der Aufsteiger in die Winterpause, die für den HSV nun mehr als gelegen kommt – zum Abschalten, Kräfte sammeln und um den Kader für den Abstiegskampf im neuen Jahr zu rüsten. Das Vertrauen ins Personal hat Trainer Dominik Weber aber auch trotz der anhaltenden Negativserie nicht verloren.

 „Es ist absolut brutal für die Jungs, wieder kurz vor Schluss so einen Rückschlag hinnehmen zu müssen und auf der anderen Seite nicht das Glück zu haben, selbst noch zu treffen“, bedauert HSV-Coach Dominik Weber den späten Gegentreffer im Heimspiel gegen die Griesheimer Viktoria, der den Hünfeldern erneut zumindest einen verdienten Punkt kostete: „Wir haben denke ich kein schlechtes Spiel abgeliefert“, betont der Trainer, der beim 1:2 konstatieren musste, „dass wir beim zweiten Ball irgendwo gepennt haben. Aber in unserer Situation fällt uns halt kein Ball vor die Füße“. Stattdessen tauchte Kevin Schuller wenige Minuten vor dem Ende frei vor dem HSV-Tor auf und schob eiskalt zum Griesheimer Siegtreffer ein.

Für das Weber-Team war es die fünfte Pleite in Folge zum Jahres-Kehraus, die Pause dürften die Hünfelder daher nun dankend annehmen. Es sei an der Zeit, „abzuschalten und die Köpfe freizukriegen“, betont Weber, der offiziell am 18. Januar mit der Vorbereitung auf die Restrunde beginnen möchte. Bis dahin können seine Akteure auf freiwilliger Basis in der Halle kicken, deutlich wichtiger ist jedoch die Regeneration fürs neue Jahr: „In der Vorbereitung geht es dann wieder darum, Selbstvertrauen zu tankten und Selbstbewusstsein in die eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Den Kopf in den Sand zu stecken, wäre jetzt das falsche Signal“, sagt Weber, der weiß, dass im Tabellenkeller noch alles möglich ist: „Ärmel hochkrempeln und mehr arbeiten als andere“, sei das Motto für die Vorbereitung.

Bis dahin geht es besonders für den Vorstand des HSV darum, am Kader für die restliche Saison zu arbeiten, wobei zuletzt immer wieder der Name Florian Münkel als Verstärkung für die Offensive fiel. Weber hält sich jedoch weiter bedeckt und verweist darauf, dass das „Führungssache“ sei. Stattdessen ist das Vertrauen in den bestehenden Kader weiter groß: „An der Aussage hat sich nichts geändert, das ist zu 100 Prozent da. Wir müssen es einfach hinkriegen, dass jeder Spieler seine Topleistung abrufen kann“, sagt Weber – und dann, so zumindest zeigten legten das Ergebnisse wie das 0:0 gegen Hessen Kassel oder die Siege gegen Barockstadt oder Baunatal offen, dürfte der Klassenerhalt für den HSV in jedem Fall realistisch sein.

 

 

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Halbzeit 1:1

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HSV empfängt Griesheim

„Jeden Grashalm umdrehen“ für ein besinnliches Weihnachtsfest

Letzter Spieltag für den Fußball-Hessenligisten Hünfelder SV in diesem Jahr. Auf der heimischen Rhönkampfbahn empfangen Dominik Weber und Co. am Samstag (14 Uhr) Viktoria Griesheim. Sollte dem HSV nach sieben Sieglos-Spielen in Folge wieder ein Erfolg gelingen, könnten sie das erste Hessenliga-Halbjahr noch versöhnlich zum Abschluss bringen.

Bei einem Sieg über Viktoria Griesheim winkt der zwölfte Tabellenplatz, der am Ende der Saison definitiv den Klassenerhalt bedeuten würde. „Genau das ist der Plan“, verrät Abteilungsleiter Mario Rohde wenig überraschend. Doch mit Griesheim kommt zum Abschluss eine Mannschaft nach Hünfeld, die in den letzten Wochen reichlich Selbstvertrauen getankt haben dürfte. Nach den Remis gegen Baunatal und Alzenau folgte in der vergangenen Woche ein 4:2-Sieg über Lohfelden.
„Die breite Brust von Griesheim darf uns nicht interessieren“, stellt Rohde klar, denn um die Klasse zu halten, zähle in diesen Spielen einzig ein Erfolg. Bei diesem Vorhaben können auch die zuletzt privat beziehungsweise beruflich verhinderten Steffen Witzel und Nils Wenzel mitwirken, auf Noah Quanz, Sebastian Körner und Daniel Kornagel muss Dominik Weber wie gewohnt verzichten. 
Es werden, so Rohde, wieder die Grundtugenden zählen, um den ersehnten Nicht-Abstiegsplatz zu erreichen: „Es zählt kämpfen bis zum Umfallen, jeden Grashalm umzudrehen. Wir müssen die letzten Spiele ausblenden und alles rausholen“, fordert Rohde. Die letzten Auftritte haben in jeglicher Hinsicht nicht dazu beigetragen, dass das Selbstvertrauen der HSV-Spieler wächst, keinem eigenen Treffer stehen satte elf Gegentore gegenüber.

Dass der Viktoria so kurz vor dem Jahresausklang die Konzentration ausgeht, ist nicht zu erwarten, ist die Situation zwar noch angespannt, aber deutlich besser geworden: „Die können auch die Tabelle lesen. Sie werden mindestens einen Punkt holen wollen, drei wären für sie goldwert“, weiß auch Rohde. Zwar ließ der Abteilungsleiter durchblicken, dass die letzten Spiele sowohl mental als auch körperlich anstrengend waren, doch mit drei Punkten und Platz zwölf ließe sich das Weihnachtsfest deutlich entspannter angehen. (tw) +++

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Hessenliga– HSV auf Kunstrasen

Hessenliga– HSV auf Kunstrasen

Fulda/Hünfeld (pf) – Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz muss am Samstag (14 Uhr) beim FC Ederbergland unter anderem auf Marius Strangl verzichten, auf welchem Geläuf die Partie beim Schlusslicht der Fußball-Hessenliga stattfindet, ist allerdings noch unklar. Unterdessen tritt der Hünfelder SV zeitgleich auf Kunstrasen gegen Griesheim an.

Mit einem Sieg würde die SG Barockstadt auf Rang fünf überwintern – und nichts anderes ist das Ziel von Trainer Sedat Gören, der dabei allerdings neben den Langzeitausfällen auf den privat verhinderten Marius Strangl verzichten muss. „Dafür haben wir Lukas Friedrich hochgeholt“, sagt der Coach, der davon ausgeht, dass die Partie auf dem Kunstrasen in Battenberg ausgetragen wird: „Aber mal gucken. Wir haben uns auf beides vorbereitet“.

Der Hünfelder SV steht zum Jahres-Kehraus hingegen vor einem elementar wichtigen Heimspiel gegen die Griesheimer Viktoria, die aktuell drei Zähler vor dem HSV steht und dazu eine steigende Form aufweisen kann, während die Hünfelder seit sieben Partien auf einen Sieg warten. Dennoch soll auch in der Haunestadt ein ruhiges Weihnachtsfest gefeiert werden, dazu wüscht sich Trainer Dominik Weber am liebsten drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten und kann in personeller Hinsicht zumindest bis auf die Langzeitverletzten auf den kompletten Kader setzen. Auch die Knieprobleme von Keeper Sebastian Ernst seien nicht dramatisch: „Das geht“, versichert Weber, der mit einem positiven Gefühl ins Spiel geht: „Wir haben gut trainiert, die Voraussetzungen passen. Wichtig ist, dass wir es auf den Platz kriegen“. Mit Platz meint der Coach dabei den Kunstrasen, auf dem nach den Regenfällen der vergangenen Tage gespielt wird.

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Hessenliga – Intensität stimmt Weber positiv – „Alles tun für drei Punkte“

Hünfeld (fs) – www.osthesen-zeitung.de

Jetzt gilt es für den Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga: Im letzten Spiel des Jahres will der HSV nach nur einem Punkt aus den vergangenen sieben Spielen endlich das Ruder herumreißen und sich am Samstag (14 Uhr) mit einem Heimsieg gegen den SC Viktoria Griesheim versöhnlich in die Winterpause verabschieden.

Das zwischenzeitliche Hoch ist mittlerweile längst verflogen, seit dem 3:2-Sieg am 13. Oktober gegen Baunatal ist nur noch ein weiterer Punkt aufs Hünfelder Konto gewandert. „Aber das muss man auch mal alles relativieren: Natürlich ist die Phase mehr als unbefriedigend, aber das waren zum Großteil Gegner aus dem oberen Tabellendritten, da wussten wir schon vor der Saison, dass vieles passen muss, wenn wir da etwas holen wollen.“ Nun aber gilt es für den Aufsteiger: Mit Viktoria Griesheim kommt ein Gegner in die Zuse-Stadt, der ebenfalls ein ganz schwieriges Jahr hinter sich hat mit dem Beinahe-Abstieg im Sommer. Zuletzt holten die Südhessen allerdings in Baunatal und gegen Alzenau jeweils ein Unentschieden und feierten gegen Lohfelden einen 4:2-Erfolg.

„Griesheim ist schlecht gestartet, hat dann aber die Kurve gekriegt. Vom Momentum her spricht es aktuell eher für Griesheim als für uns“, muss auch Weber zugeben, gibt sich jedoch kämpferisch: „Wir wollen alles daransetzen, die drei Punkte bei uns zu behalten.“ Gespielt werden soll unbedingt auf Rasen, aber auch eine Austragung auf Kunstrasen sei kein Problem für den HSV. Umso wichtiger ist Weber ohnehin die richtige Mentalität: „Man sieht es schon an der Trainingsbeteiligung und der Trainingsintensität, die Jungs wissen genau, um was es am Wochenende geht. Aufgrund der Trainingseindrücke bin ich da sehr positiv gestimmt fürs Wochenende“, gibt sich der 38-Jährige optimistisch, der allerdings auch fordert: „Wir dürfen nach einem Rückschlag nicht gleich wieder zehn, 15 Minuten die Köpfe hängen lassen und keinen Fuß mehr vor den anderen bekommen. Ein Tor Rückstand ist immer aufholbar, aber in den letzten Spielen haben wir dann immer in kürzester Zeit zwei, drei Gegentore bekommen.“

Wie wichtig ein Heimsieg wäre, zeigt schon der Blick auf die Tabelle: Mit drei Punkten hätte der HSV wie die Südhessen auch 21 Zähler auf dem Konto, zudem geht es direkt im ersten Spiel des neuen Jahres dann nach Griesheim. Dazu kommt: Nach dem Spiel am Samstag steigt die obligatorische Weihnachtsfeier und mit Punkten im Gepäck feiert es sich bekanntlich leichter. Daniel Kornagel, Noah Quanz und Sebastian Körner fallen weiterhin aus, dafür ist Steffen Witzel wieder mit an Bord. Was eine mögliche Verstärkung des schwächsten Angriffs der Liga durch den Ex-Steinbacher Florian Münkel (SG Barockstadt) angeht, hält sich Weber allerdings noch bedeckt: „Wir wollen erst einmal den Fokus komplett auf das Griesheim-Spiel richten, alles andere können wir dann ab dem 9. Dezember angehen“, betont der 38-Jährige. Eine mögliche Verpflichtung dürfte allerdings auch davon abhängen, was mit Marek Weber passiert: Ob der 24-Jährige nach dem Weihnachtsurlaub nochmal zurück in die USA reist oder in der Rückrunde wieder zur Verfügung steht, ist noch unklar.

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„Und wenn wir auf dem Parkplatz spielen…“

Für Mario Rohde zählt gegen Griesheim nur ein Sieg

Eine durchwachsene Halbserie liegt laut Abteilungsleiter Mario Rohde hinter dem Hünfelder SV. Ein Spiel hat der Hessenligist in 2018 noch zu absolvieren, der direkte Konkurrent Viktoria Griesheim ist am Samstag (14 Uhr) zu Gast in der Haunestadt.

Nein, nur von der letzten Partie des Jahres wolle Mario Rohde die bisherige Serie nicht abhängig machen. „Natürlich fällt das Fazit etwas positiver aus, wenn wir gewinnen sollten. Wenn nicht, sind wir aber auch noch nicht abgestiegen“, betont der 41-Jährige, der mit seinem HSV nun schon seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet. Nur einmal durfte in diesem Zeitraum Zählbares bejubelt werden, beim 2:2 in Bad Vilbel. Vor Selbstvertrauen strotzt die zuletzt dreimal torlose Mannschaft, die vier Spiele in Folge mit mindestens drei Toren Differenz verloren hat, nicht.

„Irgendwann reißt jede Serie. In den vergangenen Spielen wussten wir schon im Vorfeld, dass es wahnsinnig schwer werden würde, gegen die Gegner zu bestehen“, bemüht sich Rohde nichtsdestotrotz um Optimismus, und fordert nun gegen nur drei Punkte besser postierte Griesheimer die Grundtugenden des Fußballs ein. „Das ist das letzte Spiel des Jahres, da muss jeder Spieler noch einmal alles raushauen, jeden Grashalm umdrehen und eine Mentalität bis zum Umfallen an den Tag legen. Dann werden wir die Begegnung positiv gestalten.“

Dabei sei es egal, auf welchem Geläuf die Partie ausgetragen werde. „Und wenn wir auf dem Parkplatz spielen, ist es doch nur wichtig, dass Einsatz und Wille stimmen. Der Untergrund ist egal“, betont Rohde, der nach jetzigem Stand davon ausgeht, dass das Aufeinandertreffen der Abstiegskandidaten auf dem Rasenplatz ausgetragen wird. Sowieso sei es aber weder Vorteil noch Nachteil, auf den neuen, top bespielbaren Kunstrasenplatz nebenan auszuweichen.

Es zählt also nur ein Sieg für den HSV, der bei einem solchen nach Punkten mit Griesheim und dem Zwölften Lohfelden gleichziehen und die dahinter platzierten Teams wie Buchonia Flieden auf fünf Punkte distanzieren könnte. Erstmals in der Saison droht dabei auf der Torhüterposition ein Wechsel anzustehen, Stammkeeper Sebastian Ernst hat nämlich Knieprobleme. Sollte der 27-Jährige nicht rechtzeitig fit werden, steht mit Youngster Jonas Hosenfeld Ersatz parat, der erstmals in der Hessenliga zum Einsatz kommen würde.

Autor: Steffen Kollmann

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Hessenliga – Entscheidende Hünfelder Woche – „Köpfe freibekommen“

Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Die Talfahrt des Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga hat auch am Wochenende kein Ende genommen: Zumindest roch es für das Team von Dominik Weber in Hadamar knapp 75 Minuten lang nach einem Remis, doch auch davon kann sich der Aufsteiger nichts kaufen. Nun geht es darum, die letzte Woche vor der Winterpause vernünftig über die Bühne zu bekommen und wenn möglich einigermaßen positiv abzuschließen.

Sechs Niederlagen aus den jüngsten sieben Spielen, ein schmeichelhaftes Pünktchen in Bad Vilbel und 23 Gegentore – die Hünfelder Bilanz der vergangenen Wochen ist verheerend und die Lage immer prekärer, auch weil die Konkurrenten im Tabellenkeller zuletzt deutlich mehr Punkte sammelten. „Ein Punkt wäre vom Spielverlauf her nicht unverdient gewesen“, bedauert Trainer Dominik Weber. In der zweiten Hälfte drückte sein Team sogar auf den Führungstreffer, ist aktuell aber wohl einfach vom Pech verfolgt: „Im Endeffekt sind wir nicht für den Aufwand belohnt worden. Es läuft momentan leider ein bisschen gegen uns“, sagt der Coach.

Was die Stunde geschlagen hat, dürfte mittlerweile wohl der gesamte Verein wissen: Nach dem zwischenzeitlichen Hoch heißt es nun wie in der Saison 2013/14 Hessenliga-Abstiegskampf, damals hatte der HSV zum jetzigen Zeitpunkt sogar mehr Punkte auf dem Konto und stieg am Ende dennoch als Tabellenletzter ab. Ebenfalls zur Winterpause im Abstiegskampf steckten vor ziemlich genau fünf Jahren – wie auch heute – Ederbergland, Lohfelden und Griesheim. Und ausgerechnet gegen die Griesheimer Viktoria bestreiten die Hünfelder am kommenden Wochenende ihr letztes Spiel vor Weihnachten.

„Dieses Spiel ist ganz entscheidend“, betont Weber, denn mit einem Sieg zum Abschluss könnte der HSV zumindest punktemäßig gleichziehen. Dementsprechend fokussiert soll in dieser Woche gearbeitet werden, die Winterpause dürfte dem Team danach zudem nicht ungelegen kommen, um neue Kräfte zu tanken und sich eventuell nochmal personell zu verstärken – zuletzt kursierte der Name Florian Münkel. „Wichtig ist, dass wir die Köpfe freibekommen und die Negativserie einfach nicht an uns ranlassen“, hofft Weber auf einen befreiten Auftritt und darauf, „wenigstens einen halbwegs positiven Abschluss hinzubekommen“.

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Rot-Weiss Hadamar – Hünfelder SV 3:0 (0:0)

 

Binnen zehn Minuten: nächster deutlicher Dämpfer für den HSV

Der Hünfelder SV kassierte am Samstagnachmittag die vierte Niederlage in Folge. Das Fußball-Hessenligaspiel gegen den SV Rot-Weiss Hadamar verloren die Haunestädter am Ende deutlich mit 0:3 (0:0). Binnen zehn Minuten gab die Mannschaft von Dominik Weber den möglichen Punktgewinn aus der Hand. 

Dabei machte der HSV seine Sache nicht schlecht und war bemüht, einen Punkt oder sogar drei mit nach Hause zu nehmen. Andre Vogt (13.), Julian Rohde (15.) und Sven Bambey (39.) hatten das 1:0 für die Gäste aus der Haunestadt gar auf dem Fuß. „Die erste Halbzeit ging in Anbetracht der Spielanteile an Hadamar, die zwingenden Chancen hatten allerdings wir“, blickte auch Hünfelds Trainer Dominik Weber auf das Spiel zurück. 

In der zweiten Hälfte machte der HSV dann weiter, „wir waren in Durchgang zwei dann viel besser und von Hadamar hat man nichts mehr gesehen“, so Weber. Doch in der 53. Spielminute hatte der HSV noch Glück im Unglück, da Jerome Zeys Tor, auf Grund einer Abseitsstellung, nicht gewertet wurde (53.).

Noch einmal konnte der Hünfelder SV sich zeigen: Andre Vogt und Kevin Krieger verpassten zwei Großchancen binnen einer Minute (66.). Binnen zehn Minuten gab die Mannschaft von Dominik Weber jedoch den möglich Punkt aus der Hand. „Wir hätten zumindest einen Punkt mitnehmen können.“ Doch dann kam es ziemlich dicke: zunächst traf Jerome Zey (74.), dessen erster Treffer zurückgepfiffen wurde, ehe der eingewechselte Mohamed Zouaoui zum 2:0 für die Rot-Weissen aus Hadamar erhöhte (81.). Drei Minuten später besiegelte Mirko Dimter mit einem Freistoß-Hammer aus 25 Metern den 3:0-Endstand.

„Wir haben Hadamar gut im Griff gehabt und viele Fehlpässe erzwungen“, sagte Weber, der trotz der starken Leistung seiner Mannschaft enttäuscht ist, „wir befinden uns in gerade in einer brutalen Phase, in der wir die Tore direkt hintereinander bekommen.“ Seit nun vier Spielen ist der HSV ohne Punktgewinn. Am nächsten Samstag trifft der HSV, vor heimischer Kulisse, auf den SC Viktoria Griesheim. (fvo) 

DIE STATISTIK ZUM SPIEL: 

SV Rot-Weiss Hadamar: Christopher Strauch, Marius Löbig, Mirko Dimter, Florian Kröner, Jonas Herdering, Markus Neugebauer, Matthias Neugebauer, Steffen Rücker, Yuki Noguchi, Jann Bangert, Yves Böttler (60. Mohamed Zouaoui). 

Hünfelder SV: Sebastian Ernst, Franz Faulstich, Lukas Budenz, Marcel Dücker, Niclas Rehm, Nicolas Häuser, Andre Vogt, Julian Rohde, Kevin Krieger (79. Sebastian Schuch), Sebastian Alles (81. Maximilian Fröhlich), Sven Bambey. 

Schiedsrichter: Marius Ulbrich (SV Phönix 1919 Düdelsheim). 

Zuschauer: 180. 

www.osthessen-news.de

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Fatale HSV-Schlussphase kostet möglichen Punkt

 

Hessenliga: 0:3-Niederlage bei RW Hadamar

74 Minuten lang sah es für den Hünfelder SV im schweren Hessenliga-Gastspiel beim SV Rot-Weiß Hadamar nach einem Punktgewinn aus, doch dann kassierte der HSV noch drei Gegentore in nur zehn Minuten und unterlag letztlich deutlich mit 0:3.

Der kleine Kunstrasen war durch den Regen noch etwas schmierig, deshalb entwickelte sich eine schnelle Partie, in der die Hausherren ihre Angriffe über die schnellen Außen vortrugen. Zudem operierte Hadamar in Strafraumhöhe verstärkt mit weiten Einwürfen, die wie potenzielle Eckbälle im Hünfelder Strafraum landeten. „Je länger das Spiel lief, desto besser konnten wir uns auf den Gegner einstellen“, stellte HSV-Coach Dominik Weber fest. Hünfeld schaffte es mit der Zeit immer besser, defensiv stabil zu stehen und versuchte es mit Freistößen aus der Distanz.

So hatte SVH-Tormann Christopher Strauch mit dem ruhenden Ball von Kapitän Julian Rohde so seine Probleme. Auf der Gegenseite hatte der HSV aber auch Glück, als Marius Löbig den Pfosten traf und Yuki Noguchis Nachschuss abgeblockt wurde. Das Spiel erforderte viel Handlungsschnelligkeit und der HSV war in dieser Beziehung noch auf der Höhe, obwohl die Westerwälder mehr Spielanteile aufwiesen. 180 Zuschauer sahen viele Zweikämpfe im Mittelfeld und einen Heimtrainer, der kurz vor der Pause seinen ersten Joker brachte. Torsten Kierdorf nahm Noguchi raus und brachte Jerome Zey. Nach dem Seitenwechsel fasste der HSV mehr Mut und verstärkte die Offensivbemühungen, wurde aber nicht belohnt.

Zwei Hadamarer Joker stechen

Und Yves Böttler? Der Torjäger der Hadamarer blieb bei seinen 16 Toren stehen und wurde nach einer Stunde gegen Mohamed Zouaoui ausgetauscht. Der zweite Joker der Gastgeber, der später stechen sollte. Dann hatte die Weber-Elf ihre beste Phase und zwei dicke Chancen in einer Minute. Erst verzog Vogt knapp, dann ging der Volleyschuss von Kevin Krieger im Zuge einer Ecke vorbei. „Wir waren da besser im Spiel als Hadamar„, erkannte Weber. Doch dann schlugen die Platzherren in der Endphase gnadenlos zu. Herdering konnte ungehindert abziehen, Torwart Ernst nur abklatschen und auch den Nachschuss halten.

Dann zog Zey nach innen und traf zum 1:0 (74.). „Wir haben vor dem guten linken Fuß von Herdering gewarnt und dann kommt er blank zum Abschluss und wir schauen bei den Abprallern nur zu und reagieren nicht“, haderte der HSV-Coach. Der zweite Joker Zouaoui wurde dann freigespielt und erhöhte auf 2:0 (81.). Das 3:0 war Mirko Dimter mit einem sehenswerten Freistoß vorbehalten (84.). „Am Ende hätte es 4:0 ausgehen können, weil jeder Hadamarer Angriff im Tor landete oder torgefährlich war“, fasste Weber die fatale Schlussphase zusammen.

Die Statistik:

SV Rot-Weiß Hadamar: Strauch – Mat. Neugebauer, Dimter, Kröner, Rücker – Mar. Neugebauer – Herdering (89. S. Neugebauer), Noguchi (41. Zey), Löbig – Böttler (60. Zouaoui), Bangert.
Hünfelder SV: Ernst – Dücker, Faulstich, Häuser, Budenz – Alles (81. Fröhlich), Rohde, Bambey – Vogt, Krieger (79. Schuch), Rehm (89. Gadermann).
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Büdingen).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Jerome Zey (74.), 2:0 Mohamed Zouaoui (81.), 3:0 Mirko Dimter (84.).

Autor: Pedro Acebes

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Hessenliga – Hünfeld hält lange gut dagegen – Drei Tore in zehn Minuten

Hadamar (tg) – www.osthessen-zeitung.de

Fußball-Hessenligist Hünfelder SV hat beim SV RW Hadamar lange Zeit gut dagegen gehalten, am Ende allerdings mit 0:3 (0:0) verloren. Alle drei Tore fielen in der letzten Viertelstunde.

Die Hünfelder zeigten eine engagierte Leistung und kämpften wacker – bis zur 75. Minute, in der Jerome Zey die Hausherren in Führung brachte. HSV-Keeper Sebastian Ernst wehrte erst gegen Niklas Herdering und Jerome Zey gut ab. Gegen Zey, der aus zehn Metern abzog, war er dann machtlos. Im Anschluss ließen die Gäste die Köpfe hängen, es ging nicht mehr viel. Die Rot-Weißen hatten deutlich Oberwasser und drückten in der Folgezeit enorm. Hünfeld konnte dem Druck nicht mehr Stand halten. In der 82. Minute traf der eingewechselte Mohamed Zouaoui aus 18 Metern. Drei Minuten später erhöhte Mirko Dimter per Freistoß aus 20 Metern über die Mauer genau ins Eck.

Zuvor sahen die mehr als 200 Zuschauer eine gute Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Hausherren waren zwar mehr in Ballbesitz, die Hünfelder standen aber gut und wurden immer wieder durch Konter gefährlich. Den ersten wirklichen Torschuss im Spiel gab auch der HSV ab: Julian Rohde versuchte es per Freistoß aus 30 Metern direkt. Keeper Christopher Strauch ließ abklatschen, allerdings war kein Hünfelder zur Stelle. Kurz darauf hatte Hadamar die Chance zur Führung: Marius Löbig kam über Außen, ging in die Mitte und zog aus 20 Metern ab. Sein Schuss landete am Pfosten, der Nachschuss von Löbig wurde geblockt. In der 38. Minute dann nochmal Hünfeld: Nach einem langen Ball von Franz Faulstich verlängerte Niclas Rehm und Sven Bambey traf aus 14 Metern nur das Außennetz. Nach dem Seitenwechsel waren die Haunestädter sehr gut im Spiel und wurden durch Andre Vogt und Kevin Krieger gefährlich. Vogt scheiterte aus 16 Metern an Keeper Strauch, Krieger kam nicht richtig an den Ball und traf das Leder nur mit dem Schienbein. So kam es wie es kommen musste und die Hausherren machten aus ihrer ersten guten Chance in Hälfte zwei das 1:0.

SV Hadamar: Strauch; Dimter, Mar. Neugebauer, Kröner, Böttler (60. Zouaoui), Noguchi (40. Zey), Rücker, Löbig, Herdering (89. S. Neugebauer), Bangert, Mat. Neugebauer.

Hünfelder SV: Ernst; Dücker, Häuser, Faulstich, Vogt, Rohde, Rehm (89. Gadermann), Krieger (78. Schuch), Alles (80. Fröhlich), Bambey, Budenz.

Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Büdingen)

Tore: 1:0 Jerome Zey (75.), 2:0 Mohamed Zouaoui (82.), 3:0 Mirko Dimter (85.)

Zuschauer: 220.

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Böttler traf so oft wie ganzes Hünfelder Team

Hessenliga: Schweres Auswärtsspiel bei RW Hadamar

Die Negativserie von sechs Spielen ohne Erfolg nagt am Hünfelder SV. Um die Ausgangslage für die Restrunde zu verbessern, sind Punkte dringend erforderlich. Möglichst schon am Samstag im schweren Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Hadamar (14 Uhr).

Beim 0:4 in Kassel war das Team von Trainer Dominik Weber die deutlich unterlegene Mannschaft und sackte auf den 14. Tabellenrang ab. Allerdings klammert der HSV-Coach die Pleite beim Regionalliga-Absteiger aus und richtet den Blick auf die kommenden Partien: „Wir müssen nun als Grundlage für den Erfolg defensiv stabiler stehen und es dem Gegner wieder schwerer machen, gegen uns Tore zu erzielen“, fordert Weber vor dem Gastspiel in der Fürstenstadt. Weitere Verbessungswünsche schiebt der Coach hinterher: „Die Zweikampfführung muss energischer werden, außerdem sind individuelle Patzer abzustellen und auch vorne müssen wir torgefährlicher agieren.“

Völlig skurril ist die Tatsache, dass der Hadamarer Goalgetter Yves Böttler mit 16 Toren genauso viele Treffer auf seinem Konto hat wie die gesamte Hünfelder Mannschaft. Und das, obwohl Böttler erst Ende August von Hessen Dreieich nach Hadamar wechselte. Damit der Angreifer den HSV in dieser „Wertung“ nicht überholt, müsse natürlich die gesamte Offensive der Westerwälder ausgeschaltet werden. „Mit Jann Bangert verfügen sie noch über einen überdurchschnittlichen Vorlagengeber, der mit elf Toren auch torgefährlich ist“, hat Weber erkannt. Insgesamt handelt es sich um eine sehr spielstarke und kompakte Mannschaft, die nach einem Fehlstart zu Saisonbeginn durch Aktivitäten auf dem Transfermarkt einen Aufschwung erzielt hat. Zwischenzeitlich holte das Team von Trainer Torsten Kierdorf 25 von 27 möglichen Punkten, bevor zwei 0:3-Niederlagen gegen den FSC Lohfelden und beim FC Gießen die grandiose Serie beendeten.

Durch das 4:1 gegen den KSV Baunatal auf dem kleinen Kunstrasen in Niederhadamar, auf den die Gastgeber im Winter ausweichen, hat der SVH den soliden fünften Tabellenplatz untermauert. Der HSV muss also die Umstellung von der Stadionatmosphäre in Kassel mit einem großen Rasen auf den kleinen Kunstrasen mit Sportplatz-Ambiente meistern. „Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir brauchen in diesem Jahr noch Punkte, um in der Tabelle Plätze gut zu machen“, betont der Coach. Personell kann Weber wieder mit Niclas Rehm und Maximilian Fröhlich rechnen. Dagegen fallen Steffen Witzel, Daniel Kornagel, Sebastian Körner und Noah Quanz teilweise verletzungsbedingt aus. Nils Wenzel kann die zweistündige Reise in den Westen Hessens aus beruflichen Gründen nicht antreten.Autor: Pedro Acebes

Nils Wenzel (recht) wird die weiteste Auswärtsfahrt der Hünfelder in dieser Saison aus beruflichen Gründen nicht mit antreten können. Foto: Siggi Larbig

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Nächste Auswärtshürde

 

Kein Versteckspiel in Hadamar: Hünfeld will kämpferisch überzeugen

Sechs Spiele ohne Sieg, zuletzt drei Mal mit vier Gegentoren. Die jüngste Bilanz des Fußball-Hessenligisten Hünfelder SV liest sich erschreckend. Dass am Samstag (14 Uhr) zum vorletzten Spiel des Jahres das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Hadamar ansteht, macht es für die Mannschaft von Dominik Weber nicht leichter.

Zwar musste Hadamar zuletzt gegen Lohfelden und Gießen zwei krachende 0:3-Niederlagen einstecken, brachte sich mit einem 4:1-Erfolg über den KSV Baunatal jedoch wieder in die Spur. Da sich die Hinserie der Rot-Weissen bislang in Platz fünf niederschlägt, sind die Rollen in diesem Duell klar verteilt. Doch für Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde zählt am Samstag nur eins: Punkte. „Wir müssen jetzt Punkte holen, ganz egal wie“, so die klare Ansage.

Seit sechs Spielen warten die Haunestädter auf einen Erfolg. Der letzte Sieg datiert vom 13. Oktober (3:2 gegen Baunatal), der letzte Auswärtssieg liegt gar schon zurück im September (1:0 gegen Friedberg). Trotz der unterschiedlichen Formkurven und der Aufgabe bei den offensivstarken Rot-Weissen auf dem kleinen Kunstrasen gelte es, den Kampf anzunehmen: „Wir dürfen uns nicht verstecken, Abstiegskampf ist jetzt das Programm“, so Rohde.

Gegen Hadamar geht es für Dominik …

Diesen habe die Mannschaft zwar erkannt, doch von der kämpferischen Leistung wünscht sich Rohde etwas mehr: „Spielerisch ist das immer ganz gut, kämpferisch ist mir das aber zu wenig. Wir müssen auch einmal galliger und dreckiger sein“, moniert Rohde die sanfte Gangart, ohne aber unfair agieren zu wollen. Generell werde der Kampf das entscheidende Mittel sein, um etwas Zählbares aus Hadamar mitzunehmen. 

Schon mit einem Punkt wäre man in Hünfeld zufrieden, drei wären natürlich die perfekte Ausbeute. Gerade auch mit Blick auf die Tabelle, um den Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß werden zu lassen. Denn mit Blick in die Regionalliga Südwest erkennt man Eintracht Stadtallendorf und Hessen Dreieich auf den direkten Abstiegsplätzen. Heißt: In diesem Szenario würde erst Platz 12 den Klassenerhalt bedeuten, der aktuell drei Punkte entfernt ist.

Im Gegensatz zur vergangenen Woche wird Maximilian Fröhlich wieder in den Kader rücken, dafür fehlt jedoch Nils Wenzel aus beruflichen Gründen. Weiterhin fehlen Steffen Witzel und Daniel Kornagel, der am Donnerstag seinen MRT-Termin hat. Sicher ist, dass die Hinrunde für den Neuzugang von Borussia Fulda gelaufen ist. Die Hinrunde, in der der HSV den Anschluss waren will, um im Frühjahr 2019 nicht vor einer unmöglichen Aufgabe zu stehen. (tw) +++www.osthessen-news.de

Fußball

Hessenliga – Hünfeld nach 0:4 in Löwen-Festung weiter im freien Fall

Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Das 0:4 in Kassel bringt den Hünfelder SV zwar nicht alleine, aber in Verbindung mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen in immer größere Schwierigkeiten in der Fußball-Hessenliga: Denn aus den jüngsten sechs Partien holte der Aufsteiger nur einen Punkt und muss nun aufpassen, nicht ganz tief in den Schlamassel zu rutschen.

 Mit Ederbergland und Flieden punkteten die beiden Letztplatzierten der Tabelle am Wochenende gleich dreifach, dazu konnte Griesheim dem Spitzenteam aus Alzenau einen Zähler abknöpfen und bereits am Freitag schickte Bad Vilbel den VfB Ginsheim mit 5:0 nach Hause – viele Teams im Keller scheinen aktuell auf dem aufsteigenden Ast, während dem Hünfelder SV im Jahresendspurt die Puste auszugehen droht. Schon zum dritten Mal in Folge gab es vier Gegentreffer, vorne herrscht weiter Ladehemmung. Auch die Systemumstellung von Trainer Dominik Weber, der einige Akteure nicht zur Verfügung hatte, auf 4-3-3 fruchtete nicht wirklich.

Die Löwen dagegen bleiben im heimischen Auestadion weiter eine Macht und beendeten das Jahr 2018 mit dem Sieg gegen Hünfeld vor 1000 Zuschauern zuhause trotz des Regionalliga-Abstiegs ungeschlagen. Geht es nach der Winterpause so weiter, könnte der KSV sogar das Titelrennen noch einmal spannend gestalten – schließlich kommen nach dem Auftakt gegen Neu-Isenburg im neuen Jahr der FC Gießen und Bayern Alzenau hintereinander nach Kassel.

Dabei hätte die Partie für die Gäste nicht unglücklicher beginnen können: Als Marco Dawids Schuss vom Pfosten abprallte, war HSV-Keeper Sebastian Ernst so überrascht, dass er die Kugel mit dem Schienbein glatt ins eigene Tor beförderte. Beim 0:3 ging Dawid gegen Franz Faulstich im Strafraum energisch, aber wohl fair zu Werke und schob ein, zuvor war die Hünfelder Defensive gegen den starken Nael Najjar zu passiv, der aber besonders bei seinem zweiten Treffer seine technische Klasse aufblitzen ließ und mit seinem Strahl aus 20 Metern den Schlusspunkt setzte. „In der Halbzeit haben wir für uns gesagt, wir wollen nicht mit wehenden Fahnen untergehen, und gehofft, dass die größte Konzentration bei Kassel nicht mehr vorhanden ist“, sagte Weber auf der Pressekonferenz nach der Partie. Dem war nicht so, gleichwohl waren die Chancen, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, da – allerdings blieb der HSV-Angriff am Ende mal wieder ohne eigenen Treffer, weil Kevin Krieger und Sebastian Schuch die dicksten und zugleich einzigen guten Möglichkeiten vergaben.

„Mit der Qualität können wir uns nicht messen. Wir haben das Ziel, gegen andere Mannschaften, die eher auf Augenhöhe sind, Punkte zu holen. Wir sind mitten im Abstiegskampf, aber ich habe Vertrauen in meine Jungs“, betonte Weber, der gerne auch in der nächsten Saison wieder nach Kassel fahren würde, dem KSV und seinem „angenehmen“ Trainer Tobias Cramer gleichwohl aber alles Gute für den Aufstieg wünschte. Am kommenden Wochenende in Hadamar gibt es mehr oder weniger Bonuspunkte zu vergeben, beim Heimspiel gegen Griesheim müssen zum Jahresabschluss dann aber drei Zähler her – ansonsten könnte der Winter in der Haunestadt ungemütlich werden.

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