Puttkönig Winges

Fußball

Ordnung ist das halbe Leben

Eine Halbzeit ist der HSV gleichwertig

Letztlich endete das Testspiel zwischen dem TSV Eintracht Stadtallendorf und dem Hünfelder SV standesgemäß: Der Hessenliga-Meister fertigte den Verbandsliga-Meister im heimischen Herrenwaldstadion mit 6:1 (1:1) ab. Doch zumindest eine Halbzeit lang zeigte der HSV, wie es in der in fünf Wochen beginnenden Hessenliga-Serie gehen könnte.

Im gewohnten 4-2-3-1 mit streckenweise ungewohntem Personal stand der HSV stabil, ließ aus dem Spiel heraus nur zwei Gelegenheiten zu und zeigte im Spiel nach vorne ein ums andere Mal die großen spielerischen Fähigkeiten auf. In der Innenverteidigung agierten Steffen Witzel und der einstige Mittelstürmer Sebastian Schuch äußerst abgeklärt, davor bestach Marcel Dücker mit viel Herz und Laufbereitschaft, um die wenigen Löcher zu stopfen. Ganz vorne betrieben Aaron Gadermann und Julian Rohde einen hohen Laufwand, um das Aufbauspiel der Eintracht im Keim zu ersticken. Dass es zur Pause 1:1 stand, war der entsprechende Lohn. Kapitän Rohde hatte gegen den ansonsten beschäftigungslosen Ex-Barockstädter Schlussmann Aykut Bayar aus 16 Metern trocken ins Eck getroffen. Mittelstürmer Gadermann sammelte den Scorerpunkt.

Doch in Durchgang zwei, in Summe hatten die beiden Trainer 15 Wechsel vorgenommen, sah der HSV kaum mehr Land. Stadtallendorf war das deutlich agilere Team und nagelte Hünfeld tief in der eigenen Hälfte fest. Dem HSV ging jegliche Ordnung im Spiel ab, die ihn in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hatten. Und auch die Entlastung fehlte, vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass erfahrene Spieler wie Kevin Krieger oder Alex Reith in Stadtallendorf fehlten. Noch also wartet Arbeit auf HSV-Trainer Johannes Helmke.

Die Statistik:

TSV Eintracht Stadtallendorf: Bayar (46. Olujic) – Möller (46. Gaudermann), Phillips, Schadeberg, Grönke (46. Jovic) – Heuser (46. Geisler), Arifi, Aral (46. Bartheld), Vogt (46. Döringer) – Nolte (46. Lindenthal), Richter (46. Parson).
Hünfelder SV: Ernst (46. Brunner)– Wenzel (46. L. Budenz), Schuch (46. Häuser), Witzel (46. Faulstich), Vogt – Dücker, Alles – Sternstein (46. Vogler), Rohde (46. J. Budenz), Fröhlich – Gadermann (67. Azamfirei).

Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Felix Nolte (38.), 1:1 Julian Rohde (40.), 2:1 Döringer (53.), 3:1 Malcom Philipps (60.). 4:1 Leon Lindenthal (68.), 5:1 Gino Parson (70.), 6:1 Gino Parson (76.).

Autor: Johannes Götze

Hier kommt mal ein Stadtallendorfer, nämlich Mirco Geisler, gegen den hochspringenden Hünfelder Lukas Budenz zu spät. In Durchgang zwei Seltenheitscharakter. Foto: Siggi Larbig

 

Fußball

Testspiel – Hünfelder verlieren nach sehr guter erster Halbzeit

Stadtallendorf (tg) – www.osthessen-zeitung.de

Fußball-Hessenligist Hünfelder SV musste sich im ersten Testspiel nach der langen Pause mit 1:6 (1:1) beim Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf geschlagen geben.

Die rund 180 Zuschauer sahen zwei unterschiedliche Hälften. „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr gut präsentiert – nach vier Monaten Pause“, so Hünfelds Coach Johnny Helmke, der von einem verdienten und leistungsgerechten Unentschieden zur Pause sprach. Den Haunestädtern gelang es immer wieder Nadelstiche zu setzen. Und es blieb nicht nur bei Nadelstichen. In der 40. Minute traf Julian Rohde zum 1:1-Ausgleich. Nach einem langen Ball verlängerte Aron Gadermann sehr gut per Kopf und Rohde traf ins Eck.

„In der zweiten Halbzeit haben wir durch die vielen Wechsel dann komplett den Faden verloren“, musste Helmke feststellen. Den Gäste fehlte die Ordnung, sie hatten kein Zugriff mehr und kamen nicht mehr in die Zweikämpfe. So konnten die Stadtallendorfer in Hälfte zwei in Führung gehen und das Ergebnis in die Höhe schrauben. „Insgesamt bin ich zufrieden. Sicherlich wäre das Ergebnis ganz anders gewesen, wenn wir nicht so viel gewechselt hätten. Aber das Ergebnis ist ja momentan völlig zweitrangig“, erzählt der Hünfelder Coach, dessen Team am Sonntag noch eine lockere Trainingseinheit am Morgen und Schnuppergolfen in der Praforst erwartet.

Hünfeld: Ernst; Dücker, Vogt, Sternstein, Rohde, Schuch, Fröhlich, Witzel, Gadermann, Alles, Wenzel – Vogler, Häuser, Faulstich, J. Budenz, Azamfirei, L. Budenz.

Tore: 1:0 Felix Nolte (37.), 1:1 Julian Rohde (40.), 2:1 Jascha Döringer (53.),3:1 Malcolm Philips (60.), 4:1 Leon Lindenthal (67.), 5:1 Gino Parson (70.), 6:1 Gino Parson (77.)

Zuschauer: 180.

 

Fußball

Der Fotograf ist jetzt auch Fitnesschef

Erste Testspiele nach der Pause: Hünfeld und einige Verbandsligisten im Einsatz

Mit dem Herrenwaldstadion verbindet Steffen Witzel gute Erinnerungen: Dort erzielte der Innenverteidiger des HSV anno 2013 sein bis dato einziges Hessenliga-Tor. Foto: Siggi Larbig

Lang ist‘s her: Am 12. März entschied der Hessische Fußball-Verband aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus den Spielbetrieb im Amateurbereich einzustellen. Ab morgen darf wieder gekickt werden – und einige Mannschaften steigen auch direkt wieder mit Testspielen ein.So gastiert Verbandsliga-Meister Hünfelder SV am Samstag (18 Uhr) bei Hessenliga-Meister TSV Eintracht Stadtallendorf. Für HSV-Trainer Johannes Helmke ist das Spiel aus mehreren Gründen kein Test von der Stange. Einerseits feiert er Premiere in vorderster Verantwortung, anderseits sei ein Spiel gegen einen Regionalligisten nicht alltäglich und natürlich spielt auch die lange Pause eine Rolle. „Die Vorfreude ist nicht nur bei mir, sondern sicherlich auch bei jedem Spieler groß“, sagt der 34-jährige Helmke.

Auf die erste Standortbestimmung bereitet sich der HSV seit vergangenem Samstag vor und hat bislang keine größeren Verletzungsprobleme mit sich herumzuschleppen. Allerdings müssen Alexander Reith (leichte Knieprobleme), Daniel Azamfirei (Nachwehen einer Blinddarm-OP) und Noah Quanz (Probleme mit dem Hüftbeuger) passen. Ansonsten präsentiert sich das Team bereits in einem annehmbaren Zustand, auch weil Siggi Larbig – Fotograf, Physiotherapeut und Sponsor des HSV in Personalunion – noch ein weiteres Betätigungsfeld übernommen hat: Er leitet das Athletiktraining, hat sich dafür eine Menge Equipment angeschafft und sich von Reservespieler Stefan Ohneiser noch einige spezielle Dinge anfertigen lassen: „Siggi ist total engagiert, auch die Spieler sind total angetan von seinem Training, auch weil sie selbst sagen, dass sie für die Hessenliga noch mehr körperliche Robustheit benötigen. Ich hoffe, dass wir in diesem Stile in der gesamten Saison verfahren können, eingeführt hatte Siggi das Training bereits in der Corona-Zeit auf freiwilliger Basis“, sagt Helmke, der sich zudem auf Co-Trainer Simon Grosch verlassen kann.
Fußball

Fußball

Die Neuzugänge im Einzelporträt

Fußball

Grabowski wollte ihn direkt mitnehmen

HSV-Legende Norbert Fladung

Typisch Fladung: Hier erzielt er das Siegtor in einem Spiel gegen Borussia Fulda. Im Hintergrund: Die prächtige Kulisse und oben das heutige Polizeigebäude im Rohbau. Foto: Verein

Er war einer der großen Torjäger seiner Zeit, sein Name wird vor allem beim Hünfelder SV unvergessen bleiben: Vom 1962 bis 1980 bestritt Norbert Fladung (78) für den HSV mehr als 700 Spiele, die Tore lassen sich gar nicht mehr zählen.

Nein, große Töne spucken ist nicht sein Ding. Aber je länger man in Norbert Fladung hineinhört, desto mehr Stolz kommt zum Vorschein. Stolz auf seine eigenen Fähigkeiten, aber vor allem Stolz auf das, was er und seine Teamkollegen des HSV in ihrer Zeit alles erreicht haben.
1962 kam Fladung vom Rasdorfer SC in die Rhönkampfbahn. 20 Jahre war er damals jung. Bis dato hatte er die Schüler- und Jugendmannschaften des RSC durchlaufen, dann machte Fladung mit der Empfehlung von 52 Saisontreffern für Rasdorf nachhaltig auf sich aufmerksam.
Entdeckt wurde der gelernte Schreiner aber erst, als er beruflich zum Bundesgrenzschutz wechselte und dort ein Spiel mit der BGS-Mannschaft absolvierte. „Da ist einer, der schießt alles weg“, hieß es damals. „So kam dann der Kontakt nach Hünfeld zustande“, erinnert er sich heute. Es war der Beginn einer einzigartigen Karriere.

Die Liste der Erfolge ist jedenfalls lang: 1963/1964 holte sich Fladung mit 34 Saisontreffern gleich mal die Krone des Torschützenkönigs in der Hessenliga.

Es war die Mannschaft um Spieler wie Kapitän Bernie Jansen, Pit Wittrowski und Karli Kircher. Platz fünf in der Hessenliga ist bis heute das beste Resultat der gesamten Vereinshistorie.
Nach dem Abstieg 1967 war es auch Fladungs Treffsicherheit zu verdanken, dass es direkt wieder nach oben ging. Seine 33 Tore bedeuteten erneut die Krone des Torschützenkönigs und die Basis für die Meisterschaft in der Verbandsliga Nord (damals noch Gruppenliga Nord).

Bis 1980 ging das immer so weiter: So um die 20 Tore hatte Fladung eigentlich in jeder Saison erzielt, außer in den beiden Jahren, als er gesundheitliche Rückschläge wegstecken musste: 1966 warf ihn ein Handbruch fast ein halbes Jahr zurück, 1971 hatte er eine Grippe übergangen und lag vier Monate in einer Gießener Klinik. „Da haben mir viele prophezeit, dass es mit dem Fußball vorbei sei. Aber ich kam wieder“, sagt er heute.

Eintracht und Kickers klopften an

Norbert Fladung heute. Foto: Ralph Kraus

Mit Karli Kircher wurde Fladung auch mehrfach in die Hessenauswahl berufen. Gleich im ersten Spiel, beim 2:0 gegen das Rheinland, machte Fladung beide Tore. Doch dem Treiben machte er rasch ein Ende. „Karli Kircher und ich standen schon auf dem Platz, haben uns aufgewärmt, dann kamen kurz vor dem Spiel die Spieler von Eintracht Frankfurt mit ihrem Mercedes vorgefahren, haben sich umgezogen und gespielt. Kircher und ich saßen draußen. Darauf hatte ich keine Lust, und das habe ich dem Trainer dann so gesagt. Danach bin ich nicht mehr hingefahren“, so Fladung.

Angebote gab es in all den Jahren einige: „Jürgen Grabowski wollte mich nach einem Spiel mal gleich mit zur Frankfurter Eintracht nehmen. Kickers Offenbach hatte mich eingeladen. Aber ich war schon immer sehr heimatverbunden, hätte sowieso nur Heimweh gehabt“, sagt Fladung heute lachend.

Highlights seien die Spiele gegen Borussia Fulda gewesen. Besucherzahlen um die 5000 gab es öfter. „Das waren besondere Spiele. Ich kann mich noch an einige erinnern, die ich mit meinen Toren entschieden habe. Einmal sogar in Fulda, als sich keiner meiner Mitspieler traute, gegen den damals überragenden Himmelmann zu spielen. Also bin ich in die Abwehr gegangen und habe Himmelmann ausgeschaltet. Vorne habe ich dann per Elfmeter das1:0-Siegtor geschossen.“

Heute sieht man den 78-Jährigen überhaupt nicht mehr am Sportplatz: „Ich gehe so gut wie nie an einen Platz, denn die meisten kennen mich ja sowieso nicht mehr. Aber ich interessiere mich schon für die aktuellen Ergebnisse. Ansonsten schaue ich Fußball nur noch im TV“, sagt Fladung, der seinem Sohn Thomas (früher Germania Fulda, VfL Eiterfeld, Hünfelder SV) viel mehr Talent attestierte. „Wenn der den Ehrgeiz gehabt hätte, dann hätte er Bundesliga spielen können“, bescheint ihm der Papa, der heute samt Gattin in Hofaschenbach lebt.

Fußball

Trainer Weber verabschiedet sich mit Abschlusstraining

Fußball

Hessenliga – Aufbruchstimmung rund um die Rhönkampfbahn

Hünfeld (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Den Aufstieg in die Fußball-Hessenliga konnte der Hünfelder SV Corona-bedingt immer noch nicht wirklich feiern – genauso wenig wie regulär trainieren. Dennoch steigt die Vorfreude beim Team und bei Neu-Coach Johannes „Johnny“ Helmke mehr und mehr – mittlerweile ist an der Rhönkampfbahn eine richtige Aufbruchstimmung zu erkennen.

Die Corona-Meisterschaft in der Verbandsliga steht seit anderthalb Wochen nun auch endgültig fest – zumindest in kleinem Rahmen konnten die Hünfelder die Rückkehr in die Hessenliga feiern, die große Meistersause steht durch die weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen immer noch aus. Fast noch schlimmer: Letztmals stand der HSV im vergangenen Jahr in einem Punktspiel auf dem Platz. „Aber es passiert trotzdem einiges: Rund um die Rhönkampbahn wird saniert und viel gearbeitet. Es ist trotzdem eine Aufbruchstimmung zu erkennen“, betont Neu-Trainer Johannes „Johnny“ Helmke, der Dominik Weber ablöst. Spürbar sei die Vorfreude auf die neue Saison in der Hessenliga, zumal insgesamt acht Derbys auf den Aufsteiger warten.

Offiziell starten will Helmke mit der Vorbereitung am 25. Juli, dann sind auch die bereits feststehenden Neuzugänge Nils Wenzel (Niederaula/Kerspenhausen), Max Vogler (JFV Viktoria Fulda), Georghe-Daniel Azamfirei (Hattenhof) und Christoph Sternstein (Barockstadt II) mit dabei. Am Freitag steht jedoch erst einmal ein Abschlusstraining unter seinem Vorgänger an. Bis dato halten sich die Hünfelder vor allem individuell fit, zudem bietet Physio Siggi Larbig seit mittlerweile einigen Wochen zweimal wöchentlich ein Fitness- und Athletiktraining an. „Das wird richtig gut angenommen“, freut sich Helmke, der zum Vorbereitungsstart dann auch wieder Kevin Krieger nach dessen Knöchelbruch erwartet: Dem 26-Jährigen wurde zwar erst vergangene Woche die Metallplatte entfernt, bis dahin will der Offensiv-Allrounder aber wieder fit sein: „Er hat sehr gut trainiert“, lobt Helmke – auch wenn er weiß, dass bis zum eventuellen Ligastart Anfang September nach der langen Pause noch viel Arbeit auf ihn und sein Team wartet. Dementsprechend hat er mit Regionalligist Stadtallendorf sowie den Verbandsligisten Johannesberg, Bad Soden und Barockstadt II bereits zahlreiche Testspielgegner gefunden – auch wenn die genauen Spieltermine noch vereinbart werden müssen.

 

Fußball

Aufgeräumt, fokussiert und ehrgeizig

Christoph Sternstein will durchstarten

Christoph Sternstein kommt mit seinen 24 Jahren schon äußerst erwachsen daher. Nun stehen für ihn neue Herausforderungen an: sportlich wie beruflich. Foto: Johannes Götze

Christoph Sternstein (24) ist beim Hünfelder SV angekommen. Mit zweijähriger Verspätung. Nun will sich der ehemalige Barockstädter in der Hessenliga beweisen, was ihm in Fulda nicht vergönnt sein sollte.

AdTech AdDu hast kürzlich dein Master-Studium in Regelzeit beendet. Eher die Ausnahme für einen Fußballer auf gehobenem Amateurniveau.

Was solche Sachen angeht, bin ich sehr ehrgeizig. Ich schiebe ungern Sachen auf, dazu gehören auch Prüfungen. Wenn ich die Möglichkeit bekomme, will ich etwas sofort machen. Ich möchte mir für die Zukunft einfach alle Chancen wahren und mich später nicht darüber ärgern, dass ich nicht genug in die Ausbildung investiert habe, Das Berufsleben wird mich viel länger als das Fußballspielen begleiten.

Nun hast du deine erste Stelle im Bereich „Controlling“ bei Lampenwelt in Schlitz angetreten, dabei würdest du eigentlich in Herzogenaurach arbeiten.

Ich hatte bereits eine Wohnung in Nürnberg gemietet, wollte von April bis Oktober dort ein Praktikum bestreiten. Doch dann kam die Corona-Krise, Puma hat nicht nur mir abgesagt, sondern allen Praktikanten und vielen Neueinsteigern. Ich bin froh, dass Lampenwelt in diesem Moment einen Job ausgeschrieben hatte, der wunderbar zu mir passt.

Wie hattest du unter diesen Umständen deine fußballerische Zukunft geplant?

Tatsächlich hatte die SG Barockstadt für die neue Saison gar nicht mehr bei mir angefragt. Sicherlich auch im Wissen, dass ich eigentlich gar nicht mehr in der Region bin. HSV-Abteilungsleiter Mario Rohde hatte mich aber schon im Frühjahr kontaktiert. Hünfeld war für mich immer ein interessanter Verein. Entsprechend habe ich ihm gesagt, dass ich mich melde, falls es mich nach dem Praktikum wieder nach Osthessen verschlagen würde. Dann ging alles schneller und ich habe Mario angerufen.

Warum diesmal und nicht schon vor zwei Jahren? Die Gespräche sollen weit fortgeschritten gewesen sein.

Marcel Dücker und ich hatten überlegt, ob wir den Wechsel gemeinsam machen werden. Doch bei mir war irgendwann klar, dass ich nach der Saison am Sprunggelenk operiert werden muss. Als verletzter Spieler zu einem Hessenligisten wechseln, dann vielleicht ein halbes Jahr nicht spielen können und am Ende deswegen gar nicht so richtig ankommen zu können, sich kein Standing erarbeiten zu können. Vielleicht hätten sich Mario und ich uns schnell angeguckt und gesagt: Das war nichts, das hat keinen Sinn.

Marcel Dücker hat sich zu einem der Garanten des neuerlichen Hünfelder Aufschwungs herauskristallisiert. Neidisch?

Nein. Damals hatte ich 15 Tore in der Verbandsliga geschossen, genoss bei den Trainern Sedat Gören und Marco Lohsse ein hohes Standing. Ich wurde für Lehnerz auch mal in wichtigen Hessenliga-Spielen eingewechselt. Wäre Lehnerz Lehnerz geblieben, hätte ich gute Chancen gehabt, Hessenliga zu spielen. Aber dann kam die SG Barockstadt.

Warum hat es dort nicht für die erste Mannschaft gereicht?

Natürlich lag das einerseits auch an mir, an meinen Leistungen. Aber sicherlich nicht nur. Wenn du aus der eigenen Jugend kommst, fehlt dir manchmal eben auch der Name.

Und jetzt bist du davon überzeugt, beim Hünfelder SV eine tragende Rolle einnehmen zu können?

Zunächst einmal freue ich mich auf die Mannschaft, auf den Verein und auf die Vorbereitung. Da will ich anfangen mich zu beweisen. Ich weiß, dass der HSV offensiv mit Spielern wie Maximilian Fröhlich, Alex Reith, Kevin Krieger oder Julian Rohde super aufgestellt ist. Aber mein Vorteil ist, dass ich sehr variabel bin, zuletzt sogar mal Rechtsverteidiger gespielt habe. Ich schätze Trainer Johannes Helmke so ein, dass er samstags nach Leistung aufstellt. Und ich werde alles investieren, um ihn von mir zu überzeugen. Wenn ich fit bleibe, denke ich, dass ich der Mannschaft weiterhelfen und mich in der Hessenliga beweisen werde.

Autor: Johannes Götze

Fußball

Samstag war Formschnitt die III

Fußball

Coronameister 2020

Fußball

Sport-total auch in der Hessenliga live dabei

Fußball

Fußball

erster Tisch in neuer Optik gestaltet

Fußball

Fußball

Fußball