Wer in den aktuellen CORONA-Zeiten an Leichtathletikwettkämpfen teilnehmen will muss in die Ferne schweifen. Leider ist das so! Und wir bei der Leichtathletik des Hünfelder SV ermöglichen solche Wettkampfeinsätze nicht nur unseren älteren etablierten Athleten. Heute konnten vier W12- bzw. W11-er Athletinnen auf die Reise gehen. Für Adele Maibaum, Lilli Roth, Liona Kramer und Rosalie Möller ging es zum Abendsportfest der Leichtathletikgemeinschaft Osterode am Harz. 

Für die Vier war das heute schon ein recht anstrengender Tag. Zuerst die Schule, dann auf die Straße und nach exakt 193 Kilometern war das Jahnstadion in Osterode am Harz erreicht. Auf der Fahrt war die Nervosität förmlich zu spüren! Wie sieht es vor Ort aus? Wie laufen die Wettkämpfe? Ein halbes Jahr ohne Wettkämpfe ist schon eine lange Zeit! Was können die anderen Athleten? Viele Fragen und einiges an Ungewissheit! Dann vor Ort die Wettkampfvorbereitung und die Wettkämpfe! Man sieht, dass die anderen Athleten auch nur mit Wasser kochen. Die Nervosität wird weniger. Die Leistungen sind unter den gegebenen Rahmenbedingungen sehr ordentlich; man braucht sich wahrlich nicht zu verstecken. Während der Veranstaltung ein paar Fotos zur Erinnerung. Der letzte Wettkampf ist rum, direkt wieder aus dem Stadion, schnell noch was Warmes essen und wieder rauf auf die Straße. Die Maske ist unser ständiger Wegbegleiter! Und immer wieder CORONA-Regelungen beachten; diesmal vor Ort die von Niedersachsen, anders wie die bei uns zuhause oder die vor kurzem in Bayern. Oh ihr Politiker, was produziert ihr nur für ein chaotisches Regelwerk! Auf der Rückfahrt eine absolut gelöste und entspannte Stimmung, es wird Musik gehört und das ein oder auch andere erzählt; es gibt halt schon einiges was verarbeitet werden will. Um 21:30 Uhr sind alle zuhause und ganz schnell im Bett. Der Tag war recht anstrengend und ereignisreich; und das hat verständlicherweise auch müde gemacht.

Der ein oder andere Leser dieser Zeilen wird sich fragen, ob sich so ein Aufwand lohnt!?. Klare Antwort: „Ja!“; unsere Athleten haben es verdient und sie wollen das auch. Unsere Athleten trainieren sehr fleißig. Und wer trainiert will sich in der Regel auch messen, will die Früchte seiner Arbeit sehen. Und wer mal die Möglichkeit hat mit unseren Athleten so eine Reise zu machen, der wird sehr schnell verstehen, dass sich unsere Athleten bei solchen Fahrten nicht nur sportlich sondern auch in ihrer Persönlichkeit entwickeln, gruppendynamische Prozesse entstehen die wir als Leichtathletikabteilung nicht missen möchten. 

Ziel war es Wettkampferfahrung zu sammeln und das wurde voll erreicht. Zu den Ergebnissen:

  • Adele (W11) ist wie Lilli und Rosalie nach W12 hochgestartet. Platz „2“ in 11,18 Sekunden über 75m und Platz „3“ mit 3,64m im Weitsprung. Die 11,18 Sekunden sind für eine W11-Athletin schon eine Hausnummer!
  • Lilli (W11) erreiche Platz „5“ in 11,71 Sekunden über 75m und Platz „4“ mit 3,57m im Weitsprung. 
  • Liona (W12) ist über ungewohnte 1.000m gestartet. 3:45,16 Minuten bedeuteten Platz „1“; das Tempo war am Anfang etwas zu schnell und außerdem waren zusätzlich schon 75m und Weitsprung in den Beinen. Ein paar Sekunden schneller ist auf alle Fälle drin! Platz „6“ in 11,89 Sekunden über 75m und Platz „2“ mit 3,72m im Weitsprung sind die weiteren Platzierung. 
  • Rosalie (W11) erreiche Platz „8“ in 12,34 Sekunden über 75m und Platz „7“ mit 3,23m im Weitsprung. 

Im Training haben alle Vier schon teilweise deutlich schnellere Zeiten bzw. größere Weiten erzielt. Aber Trainingsleistungen müssen erst einmal in Wettkampfleistungen umgesetzt werden können, und genau das zu üben war ja Ziel dieses Wettkampfes.