Mit einem Paukenschlag schaffte das Spieler-Geschwister-Duo Prokein (Lara) / Prokein (Finja) in ihrer zweiten Saison im Sand jeweils den Einzug ins Finale der Hessischen Beachvolleyball-Meisterschaften U17 und U18 am Wochenende 11.-12.07.2020 in Frankenberg.

Nachdem die Corona-Lockerungen nun langsam den Spiel- und Wettkampfbetrieb zulassen, konnte der HVV auch die Beachvolleyballmeisterschaften U15 -U19 unter Auflagen des Abstandsgebots und der Hygienevorschriften durchführen.

U17 (12er-Pool) – bereits im Gruppenspiel lieferten sich Prokein / Prokein und Bietau / Dahmen einen 3-Satz-Krimi und mussten sich knapp mit 15:12 geschlagen geben. Im Überkreuz-Spiel sowie im Halbfinale konnte Finja mit gut platzierten Cuts und Shots starke Akzente setzen, während Lara mit sicherer Annahme und Abwehr die Spiele abrundete. Insgesamt machte das Duo viel Druck mit ihren Aufschlägen auf den Gegner und erarbeitete sich so eine gute Ausgangsposition. Im Endspiel hieß es dann – für manche zur Überraschung – die Paarung Bietau / Dahmen gegen Prokein / Prokein. Im Endspiel ließen die Kräfte deutlich nach und das Duo konnte das Spiel nicht mehr so eng gestalten wie in der Vorrunde – jedoch freuten sich die Geschwister über die Silbermedaille.

U18 (16-Pool) – mit wenig Schlaf und etlichen Stunden Beachvolleyball in den Knochen ging es am Sonntag weiter. Für das Duo stand hier im Vordergrund, nochmal gute Leistungen zu zeigen, da hier weitaus ältere Teams zu erwarten waren. Doch nach gutem Start sicherte man sich den 1. Platz in der Gruppe und hatte damit eine gute Ausgangsposition im Viertelfinale. Diese Chance ließen sich die beiden nicht nehmen und zogen ins Halbfinale ein – so manch Skeptiker des Vortages ahnte bereits, was das bedeuten könnte – und so kam es auch. Das Endspiel war eine Déjà-Vu des Vortages – Bietau / Dahmen gegen Prokein / Prokein. Für Gold hat es leider wieder nicht ganz gereicht, jedoch ist die Silbermedaille für dieses junge Beachpaar mit Ihrem Coach Ines Prokein ein überragender Erfolg.

Die beiden setzten mit ihrer Leistung ein Ausrufezeichen, so dass Lara ggf. die Möglichkeit bekommt, für ein Sichtungstraining des Bundestrainers Beach (Nachwuchs) für die Jahrgänge 03/04 eingeladen zu werden. Finja wurde bereits „auf den Zettel“ notiert und hat hervorragende Chancen in den nächsten 1 -2 Jahren gesichtet zu werden. Prokein / Prokein haben nun die Möglichkeit bekommen, für die Deutsche Meisterschaft Ende August nach zu rücken, was nun mit Coach Ines besprochen werden muss, vor allem, wie ein mögliches Training bis dahin stattfinden kann – besonders ohne ein Beachvolleyballfeld.

Die Volleyballabteilung des Hünfelder SV hat in den letzten Jahren eine sehr gute Jugendarbeit geleistet und stellt zur Zeit 3 Landeskaderspielerinnen (Loretta Paul ´06, Finja ´06 und Lara Prokein 05) und 1 Landeskaderspieler (Silas Wessel ´04) sowie zahlreiche JugendspielerInnen, die zunehmend an Wettkämpfen im Beachvolleyball teilnehmen. Leider wurde nach mehrmaligen Versuchen und Vorlage eines Nutzungskonzepts des HSV die Nutzung der hervorragenden Wettkampf-Beachvolleyball-Anlage zwischen Jahn- und Wigbert-Schule durch den Landkreis Fulda nicht gestattet – weder zum Trainings- noch zum Wettkampfbetrieb.

Ein großer Dank geht an die Stadtwerke Hünfeld, die ganz unbürokratisch beschlossen haben, das Beach-Volleyball-Feld im Hünfelder Schwimmbad zur Nutzung für die Jugendförderung der Abteilung Volleyball des Hünfelder SV freizugeben. Diese Trainingsmöglichkeit ist nicht nur für das Duo Prokein / Prokein eine tolle Nachricht, sondern auch für ca. 20 -25 Nachwuchs-SpielerInnen, die hier ihr Sommertraining absolvieren können – nochmals ein herzliches Dankeschön für diese spontane Hilfe.

Bericht: Thomas Prokein

Bilder: Prokein/ Kästner