Verbandsliga: Hünfelder wollen schwarze Serie brechen

Seit der Saison 2010/2011 trafen der SV Flieden und der Hünfelder SV zehn Mal in Ligaspielen aufeinander. Die Bilanz: Fünf Spiele gewann die Buchonia, fünf Mal wurden die Punkte geteilt, keine einzige Partie gewann der HSV. Diese schwarze Serie wollen die Haunestädter im Verbandsliga-Topspiel am Samstag (16 Uhr) in Flieden brechen.

Als Hünfeld vor mehr als zehn Jahren, genauer gesagt am 25. April 2009, zum letzten Mal gegen Flieden gewann, war der heutige Coach Dominik Weber noch der Kapitän der HSV-Mannschaft. Die Tore beim 3:1-Sieg im Hessenliga-Spiel erzielten Fabian Kallée per Doppelpack und Tobias Hammerl, bei Flieden war Martin Kriwoschein erfolgreich. Kein einziger Spieler, der am Samstag auf dem Platz stehen wird, stand damals auf dem Spielberichtsbogen, auch nicht der dienstälteste Hünfelder, Innenverteidiger und Co-Kapitän Steffen Witzel.

„Frische Erinnerungen an die Spiele gegen Flieden kommen natürlich aus der vergangenen Saison. Da waren wir zweimal die bessere Mannschaft, die Fußball spielen wollte, trotzdem hat Flieden jeweils 2:0 gewonnen. Nachher fragst du dich, warum du eigentlich verloren hast“, blickt der 28-Jährige ungern zurück. Beide Vereine verfolgen nicht erst seit gestern unterschiedliche Philosophien: Während Hünfeld viel über das Spielerische regeln will, kommt Flieden eher über den Kampf und lange Bälle in Richtung Fabian Schaub. Aufgrund eines Mittelfußbruchs des Stürmers musste die Buchonia zuletzt aber ihr Spiel etwas umstellen.

Schaub wird auch gegen Hünfeld fehlen, was Witzel bedauert: „Es macht immer Spaß, gegen ihn zu spielen. Er ist einer der besten Stürmer der Region. Mit Fabi schreibe ich vor solchen Spielen auch mal, und nachher wird der eine oder andere Schoppen oder Äppler getrunken“, verrät „Fliese“, der aufgrund eines Wadenbeinbruchs das Rückspiel in der Vorsaison verpasst hatte. Schaub fehlte dagegen im Hinspiel, zuletzt trafen die beiden Hünen im Mai 2017 aufeinander – natürlich mit besserem Ende für den Fliedener, der doppelt traf und sein Team beim 4:2-Erfolg Richtung Verbandsliga-Meisterschaft schoss.
Auf diesem Kurs liegt die Buchonia auch in dieser Saison, obwohl der Hessenliga-Absteiger seit Saisonbeginn mit zahlreichen Verletzten zu kämpfen hat. „Scheinbar machen die verbliebenen Jungs ihre Sache gut, sonst würden sie nicht so oft gewinnen. Die jammern mir zu viel und machen sich kleiner als sie sind, sie haben ja immer noch ein gutes Team“, hat Witzel eine kleine Spitze für den kommenden Gegner parat. Der Vierte aus Hünfeld liegt allerdings nicht weit entfernt vom Spitzenreiter in Schlagdistanz. „Wir sind gut drauf, Flieden ist gut drauf, das wird ein interessantes Duell. Diesmal wollen wir aber den Dreier mitnehmen.“

Autor: Steffen Kollmann

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