Fuldaer Benedikt Zahn trifft bei Hessen Kassels Kantersieg / Lovakovic zum HSV

Eine ganz deutliche Angelegenheit war das Testspiel zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem Hünfelder SV auf dem Sportgelände des TSV Friedewald. Mit 8:1 (5:1) setzte sich der Regionalligist, der seit einigen Tagen in der Vorbereitung ist, gegen den HSV durch.

Zwölf Minuten lange konnte der Verbandsligist gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Regionalligisten die Null halten, ehe Kassel seine individuelle Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellte. Insbesondere in der Luft war Kassel deutlich stärker Hünfeld bekam dazu große Probleme, wenn die Löwen früh pressten. Sascha Korb nach einer Ecke eröffnete den Torreigen, ehe zweimal Rolf Sattorov per Heber sehenswert traf. Das 4:0 nach 26 Minuten erzielte dann Benedikt Zahn, neben Steven Rakk der zweite Osthesse im Team der Kasseler. Der gebürtige Fuldaer, im vergangenen Jahr mit den Sportfreunden Siegen aus der Regionalliga West abgestiegen, absolviert derzeit ein Probetraining bei den Nordhessen. Zahn traf per Kopf, ebenso wie KSV-Kapitän Sergej Evljuskin – 5:0 führte Kassel nach einer guten halben Stunde.
Und Hünfeld ? Abteilungsleiter Mario Rohde, der Trainer Dominik Weber vertrat, bot mit Julian Rohde, Nicolas Häuser, Sebastian Körner, Nils Wenzel und Ivan Lovakovic gleich fünf Neuzugänge in der Startelf auf. Lovakovic ist gebürtiger Kroate, trainierte bereits seit Winter mit und ist inzwischen für den HSV spielberechtigt. Dem Verbandsligisten merkte man die fehlende Vorbereitung sowie die neu formierte Mannschaft – unter anderem spielte der gelernte Stürmer Sebastian Schuch in der Innenverteidigung – gerade in der ersten Halbzeit an. Ein sehenswerter Treffer gelang dennoch. Rohde eroberte den Ball, Marek Weber sah, dass Torhüter Niklas Hartmann zu weit vor seinem Kasten stand und hob den Ball aus 30 Metern in den Kasten – das 5:1 kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Sebastian Szimayer schnell auf 6:1 (57.), ehe Hessen Kassel direkt nach dem Tor nur noch zu zehnt weiterspielen musste. Kassels Trainer Tobias Cramer wechselte zur Pause zehnmal, einzig Probespieler Jan Häuser von Darmstadts U19 spielte durch. Da sich Mohammed Gülsen aber früh verletzte, agierten die Hessen folglich in Unterzahl Hünfeld konnte das Ergebnis so letztlich noch in Grenzen halten, einzig Sebastian Schmeer, ehemaliger Stürmer des SC Borussia Fulda, per Foulelfmeter sowie erneut Szimayer trafen noch zum 8:1-Endstand.

Die Statistik:

Hessen Kassel erste Halbzeit: Hartmann; Leinhos, Albrecht, Häuser, Rakk – Najjer, Evljuskin, Bravo Sanchez, Korb – Zahn, Sattorov.
Hessen Kassel zweite Halbzeit: Neumann; Schmik, Künzel, Häuser, Gülsen – Saric, Schwechel, Brill, Schütze – Szimayer, Schmeer.
Hünfeld: Ruck; Lovakovic, Häuser, Schuch, Kröning (70. Heinz) – Krieger (78. Gadermann), Budenz (60. Eckhardt) – Körner (78. Falkenhahn), Rohde, Wenzel – Weber.
Schiedsrichter: Dominik Gerst (SV Niederjossa).
Zuschauer: 300.
Tore: 1:0 Sascha Korb (12.), 2:0 Rolf Sattorov (13.), 3:0 Rolf Sattorov (20.), 4:0 Benedikt Zahn (26.), 5:0 Sergej Evljuskin (31.), 5:1 Marek Weber (40.), 6:1 Sebastian Szimayer (57.), 7:1 Sebastian Schmeer (82., Foulelfmeter), 8:1 Sebastian Szimayer (85.).

Autor: Steffen Kollmann

Kassel -06-2017-2