Verbandsliga: HSV kann Flieden den Titel versauen

Nein, den Werbeslogan der VR-Banken will der Sparkassler Dominik Weber am Samstag nicht gelten lassen: Sein Hünfelder SV hat keinerlei Interesse daran, Buchonia Flieden den Weg zur Verbandsliga-Meisterschaft freizumachen. Um 16.30 Uhr empfängt der HSV die Buchonen, die aller Voraussicht nach noch zwei Siege für den Titel benötigen – oder andernfalls auf einen Patzer des großen Konkurrenten SSV Sand hoffen müssen.

Hünfelder SV – SV Buchonia Flieden (Samstag, 16.30 Uhr).

Der Kreis könnte sich für Meik Voll am Samstag schließen – aus mehreren Gründen: Gewinnen seine Buchonen und Sand kommt in Willingen (Anpfiff am Samstag um 16 Uhr) nicht über ein Remis hinaus, wäre sein Team Meister. Apropos Meister: Mit Borussia Fulda wurde er genau an dieser Stelle auch schon 2006 Meister, da reichte allerdings eine knappe Niederlage. Und noch was passt: Vor dem Hinspiel gegen Hünfeld hegte Voll Rücktrittsgedanken, das 0:0 war die große Wende, seither ist Flieden ungeschlagen – und die Partie war am 17. August!

Und auch Voll selbst hat all jene Geschichten im Kopf und erinnert sich auch noch an die Pressekonferenz nach dem Hinspiel, als er Weber mit den Worten „ich hoffe, wir sehen uns im Rückspiel wieder“ verabschiedete. Doch dem Fliedener Trainer ist klar, dass er trotz seines guten Verhältnisses zu Ex-Mitspieler Weber nichts geschenkt bekommen wird: „Aber ich halte ohnehin dabei, dass wir auf uns selbst schauen müssen“, betont Voll, der den Gegner vor Wochenfrist in Augenschein nahm: „Weil von Neuhof gar nichts kam, dürfen wir das nicht überbewerten. Ich weiß, dass sie bei Standards stark sind und über Neidhardt und Fröhlich auf den Halbpositionen jede Menge Qualität haben. Wir haben aber auch nicht umsonst die beste Defensive der Liga.“

Mit dem Spiel des SSV Sand will er sich logischerweise auch nicht beschäftigen, hat aber dennoch bei Willingens Trainer Uwe Schäfer durchgeklingelt und ist davon überzeugt, „dass Willingen keinen Blödsinn machen wird“. Auch das Pokalspiel am Dienstag hat keine weiteren Lädierten gebracht und unnötige Körner gekostet: „Das war für beide Mannschaften eine Trainingseinheit, wir haben aber auch aus diesem Spiel wieder eine ganze Reihe positiver Dinge mitgenommen.“

Und wie Voll bereits vermutet, werden seine Fliedener von Hünfeld nichts geschenkt bekommen: „Wir haben den Startschuss für die Serie gegeben und die Serie wird am Samstag in Hünfeld auch beendet“, sagt Weber mit viel Überzeugung und betont: „Der Kontakt von Hünfeld nach Flieden ist gut und von mir zu Meik sehr gut, aber trotzdem gibt es natürlich keine Geschenke zu verteilen.“ Weber sei einfach froh, noch so ein vielbeachtetes letztes Heimspiel zu haben und fordert von seiner Mannschaft eine gewisse Lockerheit und gleichfalls die nötige Spannung ein. Nach dem vielleicht besten Saisonspiel gegen Neuhof ist dem HSV jedenfalls alles zuzutrauen.

Allerdings fällt aus dem Rumpfkader des HSV (zwölf Feldspieler standen gegen Neuhof zur Verfügung) nun auch noch sicher Robert Simon weg, dazu konnten Lukas Budenz (Hüftprobleme) und Thorsten Trabert (Platzwunde) diese Woche noch nicht trainieren: „Wir können aber trotzdem eine Mannschaft stellen, die drei Punkte gegen Flieden holen kann“, unterstreicht der selbstbewusste Weber, der abschließend ausführt: „Wir sind nicht neidisch auf Flieden. Und es geht auch nicht darum, dass wir Flieden nicht in Hünfeld nicht feiern sehen wollen. Wir wollen einfach für uns gewinnen.“

Schuch