Hessenliga: Hünfeld reist zum zuletzt starken Mitaufsteiger Bad Vilbel

Im Duell zweier Aufsteiger reist der Hünfelder SV am Samstag (14.30 Uhr) zum FV Bad Vilbel. Nach der Heimpleite in der Vorwoche möchte der HSV zurück in die Spur finden, weshalb auch Coach Dominik Weber die höchste Konzentration von seinem Team in allen Mannschaftsteilen fordert.
„Du musst in dieser Liga immer hochkonzentriert sein“, meint Weber, und verweist nochmal auf das ärgerliche Gegentor bei der 0:1-Niederlage gegen Ginsheim, als seine Elf bei einem Eckball den Gegenspieler aus den Augen verlor. „Das müssen wir besser machen, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive.“ Der HSV-Trainer spricht somit ebenfalls die wenigen Torchancen an, von denen seine Mannschaft „auch mal eine nutzen muss. Aus wenig viel machen, insbesondere in Auswärtsspielen“, fordert Weber. 
Beim Mitaufsteiger in Bad Vilbel erwartet der 38-Jährige eine von der Spielanlage ähnlich veranlagte Mannschaft, wie es am vergangenen Samstag Ginsheim war. Die Rand-Frankfurter, von Amir Mustafic trainiert, haben nach einer langen Durststrecke aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt und sich durch die jüngsten Erfolgserlebnisse sogar an den Haunestädtern vorbeigeschoben. „Wenn wir sie spielen lassen, sind sie gut. Wir müssen demnach einen Plan entwickeln, um dies zu verhindern.“ Dabei helfen könnten Nicolas Häuser und Steffen Witzel, die wieder eine Woche weiter im Training sind und bei der Reserve Spielpraxis sammeln konnten. Ansonsten steht dem ehemaligen Regionalliga-Spieler der komplette Ginsheim-Kader zur Verfügung. In die Karten schauen lässt sich der Übungsleiter in Sachen Systemfrage derweil nicht, das bevorzugte 4-2-3-1 sei sowieso nur eine am Zettel stehende Formation. „Das Verhalten der Spieler am Platz entscheidet schließlich, da ist es egal, welches System vorgegeben ist“, weiß Weber, und schließt die eine oder andere Veränderung nicht aus. „Das liegt auch an den Eindrücken aus der Trainingswoche. Jeder hat die Chance sich zu empfehlen.“ Ob ein Sieg im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben doppelt wichtig wäre, will er allerdings nicht wissen: „In dem Tabellenfeld, wo wir uns befinden, ist alles mega eng. Es gibt keinen Absteiger Nummer eins. Umso wichtiger sind Siege, da alle anderen Teams auch punkten. Deshalb liegt unser voller Fokus auf dem nächsten Spiel und nicht dem, was danach kommt.“ Mit dem dritten Auswärtssieg könnte der HSV wieder an Bad Vilbel vorbeiziehen.

Autor: Tobias Konrad

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