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Es ist wieder Derbyzeit in der Fußball-Verbandsliga: Am Mittwochabend (18.30 Uhr) gastiert mit dem SV Neuhof die Mannschaft der Stunde beim Tabellenführer in Hünfeld. Zeitgleich empfängt die SG Johannesberg Mitaufsteiger Kaufungen und will nach dem 0:3 gegen Eschwege Wiedergutmachung leisten. Um 19 Uhr schließlich gastiert Lehnerz II dann in Eschwege.

Hünfeld – SV Neuhof (18.30 Uhr)

Der Respekt vor dem SV Neuhof, der bisher drei der vier Restrundenspiele für sich entscheiden konnte, ist beim Tabellenfrüher groß – wenn auch der HSV nach der 0:1-Hinspielpleite noch etwas gutzumachen hat: „Neuhof ist für mich die Mannschaft der Stunde, die punkten, punkten, punkten. Die sind mit sehr, sehr guten Spielern bestückt, haben individuell eine richtig gute Qualität und sind auch als Mannschaft erfolgreich. Für mich wird das schwerer als die Spiele in Sand und Weidenhausen, die dann folgen“, warnt HSV-Coach Dominik Weber, der weiß: „Für Neuhof geht es um den Abstieg, die sind nochmal ganz anders motiviert. Da muss uns klar sein, dass das eine schwierige Geschichte wird. Jeder Einzelne muss Gas geben.“ Dafür ist der HSV, der nochmals auf den rotgesperrten Keeper Jonas Hosenfeld verzichten muss und noch um Christoph Neidhardt (muskuläre Probleme) bangt, allerdings selbst wieder in der Spur: Nach dem 2:3 gegen Rothwesten und dem folgenden 0:0 gegen Johannesberg gab es einen souveränen 6:1-Sieg in Petersberg. „Die zweite Halbzeit war sehr gut, nach dem 3:1 ging alles von allein“, lobt Weber.

Der SV Neuhof wiederum freut sich im Nachhinein über den Spielausfall Mitte März: „Dadurch konnten wir die Zeit nutzen, uns als Mannschaft zu finden“, erklärt Neuhofs Sportlicher Leiter Alexander Bär, der sich auf das Derby freut: „Wir wissen natürlich, dass die Aufgabe eine sehr schwere wird, aber wir müssen nun mal auch gegen Spitzenmannschaften spielen. Da kann jeder zeigen, wie weit er schon ist.“ Um beim Ligaprimus etwas mitzunehmen, müsse aber schon alles passen, weiß Bär: „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die ihr Offensivspiel sehr variabel gestaltet, dazu kommen robuste, kopfballstarke Spieler. Das muss man erst mal verteidigen, da kann man schnell unter die Räder kommen, wenn man nicht aufpasst. Dazu müssen wir die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, besser nutzen als in den letzten beiden Spielen“, fordert Bär. Mit einem disziplinierten Auftritt sei aber auch beim HSV ein Punkt drin, zumal das Team aus der Kali-Gemeinde aktuell aus dem Vollen schöpfen kann: Kapitän Tobias ist ebenfalls wieder mit an Bord, Marko Curic ist wohl erstmals wieder im Kader.

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