Hünfeld (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Den Hünfelder SV ereilt einmal mehr eine Hiobsbotschaft auf der Torwartposition: Routinier Christian Ruck, der nur wegen des Kreuzbandrisses von Stammkeeper Sebastian Ernst nochmal eingesprungen war, muss seine Laufbahn wegen eines Bandscheibenvorfalls beenden – für den 41-Jährigen ist der 18-jährige Jonas Hosenfeld die neue Nummer eins. Mit Dennis Theisenroth hilft jetzt ein alter Bekannter aus, der ebenfalls schon „Fußball-Rente“ war.

 „Bei Christian hat sich herausgestellt, dass er einen Bandscheibenvorfall an zwei Lendenwirbeln erlitten hat. Das kann zum Glück für ihn konservativ behandelt werden, aber an Fußballspielen ist nicht zu denken“, bedauert HSV-Coach Dominik Weber. Ruck muss seine Laufbahn damit nun endgültig beenden, nachdem er nach dem Kreuzbandriss des eigentlich als Stammtorhüters eingeplanten Sebastian Ernst eingesprungen war. In immerhin zehn Spielen kam der mehr als doppelt so alte Ruck zum Einsatz, vor allem in der Phase, in der der HSV elf Spiele in Serie gewann. Die Nummer eins ist jetzt Youngster Jonas Hosenfeld, der im Training enorm von Ruck und Torwarttrainer Daniel Freidhof profitiert habe.

Auf der Bank wiederum nimmt nun mit Dennis Theisenroth ein alter Bekannter Platz: Der 27-Jährige spielte für Flieden und den HSV bereits Hessenliga, beendete 2013 aber seine Laufbahn wegen Hüft-Problemen. Mittlerweile kam Theisenroth bereits einige Mal im Hünfelder Kreisoberliga-Team zum Einsatz und saß beim 1:0-Sieg beim 1. FC Schwalmstadt am Wochenende bereits auf der Bank. „Dennis hat die Erfahrung und die Fähigkeiten, uns weiterzuhelfen. Wir freuen uns darüber und sind damit gut aufgestellt. Man muss natürlich die Belastung dosieren, auf Kunstrasen und hartem Boden muss man aufpassen, aber wenn es auf Rasen geht, sollte es gehen“, erklärt Weber. Nach Theisenroth, Tim Gutberlet und Ernst ist Ruck jetzt der vierte Keeper, der lange ausfällt und der dritte, der die Karriere beendet (auch wenn Theisenroth jetzt zurück ist): Tim Gutberlet wird in Bälde nochmals an der Hüfte operiert, an eine Rückkehr ist nicht zu denken. „Es reicht jetzt für mal für die nächsten Jahre mit dem Torhüterverschleiß“, sagt Weber, der zumindest im April mit einer Rückkehr von Sebastian Ernst rechnen darf: „Wenn wir mit dem Training auf den Rasen wechseln, wird er wieder mit dabei sein. Er hat jetzt im April nochmal einen letzten abschließenden Test in Straubing. Wenn der positiv ausfällt, wird er nach und nach wieder dazustoßen.“

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