Willingen (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV marschiert in der Fußball-Verbandsliga weiter als Tabellenführer vorneweg, musste sich am Samstag beim SC Willingen allerdings mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden begnügen. Dabei zeigte der Liga-Primus nach dem frühen Rückstand eine gute Reaktion, letztendlich war der Ausgleich für die Gastgeber aber nicht unverdient.

 „Im Endeffekt war es kein ungerechtes Unentschieden“, bewertete Hünfelds Coach Dominik Weber, der aber dennoch mehrfach Grund zum Ärgern hatte: Denn beim Stand von 2:1 hätte Schiedsrichter Thomas Heckmann kurz vor dem Ende der ersten Hälfte nach einem Foul an HSV-Stürmer Sebastian Schuch auf den Punkt zeigen können. Nach knapp einer Stunde hatte Maximilian Fröhlich dann die Chance auf die Vorentscheidung, der aber – statt SC-Keeper Alessandro Casella zu umkurven – einen Lupfer versuchte und Casella den Ball in die Arme schoss. „Das war die 100-prozentige Chance. Wir hatten noch die ein oder andere Kontermöglichkeit, die wir aber unsauber ausgespielt haben, aber Willingen hat viel Druck gemacht und auch Jonas Hosenfeld hat mehrmals gut gehalten“, resümierte Weber.

Dabei begann das Spiel für die Gäste denkbar schlecht: Schon nach neun Minuten brachte Niklas Michel den SC Willingen in Führung, wobei er und ein weiterer Teamkollege bei einem langen Ball aus dem Mittelfeld heraus in abseitsverdächtiger Position standen. „Wir haben trotzdem ein bisschen gepennt und den Ball unterschätzt“, bemängelte Weber, der eine knappe Viertelstunde aber einen Doppelschlag seiner Mannschaft bejubeln konnte: Zunächst schlug Sven Bambey eine Hereingabe punktgenau auf den Kopf von Christoph Neidhardt, zwei Zeigerumdrehungen später brachte Sebastian Schuch den HSV dann nach einer Fröhlich-Ecke in Führung. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei sich das Geschehen zunehmend im Mittelfeld abspielte. Einmal parierte Jonas Hosenfeld gegen Christoph Keindl stark (53.), beim 2:2-Ausgleich knapp zehn Minuten vor dem Ende war er gegen Willingens Offensivmann aber machtlos, nachdem seine Mannschaft den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatte.

Trotz des Unentschiedens auf dem schwer bespielbaren Platz im Willinger Ortsteil Rattlar liegen die Hünfelder mit jetzt 51 Punkten weiter souverän an der Tabellenspitze, am Ostermontag (15 Uhr) muss der HSV dann erneut auswärts ran und gastiert bei der SV Eschwege.

Willingen: Casella; Pohlmann (73. Mütze), Keindl, Albers, Schumann (73. D. Butterweck), Michel (64. Ullbrich), Bott, Kroll, S. Butterweck, Heine, Vogel.

Hünfeld: Hosenfeld – Witzel, Trabert (75. Belaarbi), Faulstich, Wenzel – Budenz, Bambey – Neidhardt (64. Krieger), Rohde, Fröhlich (84. Bublitz) – Schuch.

Schiedsrichter: Thomas Heckmann (Marburg)

Tore: 1:0 Niklas Michel (9.), 1:1 Christoph Neidhardt (25.), 1:2 Maximilian Fröhlich (27.), 2:2 Christoph Kenidl (79.)

Zuschauer: 110.

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