Flieden/Hünfeld (ms) – www.osthessen-zeitung.de

Macht Buchonia Flieden den direkten Wiederaufstieg in die Hessenliga schon am Wochenende perfekt? Die Verbandsliga-Fußballer der Buchonen gastieren am Samstagnachmittag zum Topspiel beim Hünfelder SV (16.30 Uhr). Auch wenn die beiden Trainer Meik Voll und Dominik Weber befreundet sind, stellt HSV-Coach Weber klar: Geschenke werden die Hünfelder nicht verteilen.

Schon am Samstag könnte es soweit sein: Gewinnt Flieden gegen Hünfeld und holt Sand gegen Willingen höchstens einen Punkt, dann stehen die Buchnonen als Verbandsligameister fest. „Ich wünsche mir, dass es schon am Samstag klappt. Das wäre der absolute Wahnsinn, aber ich glaube nicht, dass Sand Federn lässt. Ich denke, dass es bis zum letzten Spiel spannend bleibt“, ist sich Voll sicher und betont: „Wir haben noch keine Feierlichkeiten oder T-Shirts geplant und wir werden auch keine Sektkiste mitnehmen. Wir wollen auch keine Zwischenergebnisse aus Willingen hören, sondern uns nur auf die Sache fokussieren.“ Bislang haben die Fliedener 71 Punkte gesammelt – im vergangenen Jahr ist der SV Steinbach mit 68 Zählern als Meister in die Hessenliga aufgestiegen. „Es wäre schon sehr bitter, wenn wir nach so einer Saison nicht ganz oben stehen würden. Gerade was die Mannschaft nach dem verpatzten Saisonstart geleistet hat, das ist Wahnsinn“, ist Voll stolz auf die Entwicklung seiner Mannschaft: „Wir haben jetzt schon Geschichte geschrieben mit unserer Serie, aber an die wird man sich nur erinnern, wenn sie auch ein positives Ende hat. Deshalb dürfen wir gegen Hünfeld auf keinen Fall Federn lassen.“

Der Buchonen-Coach selbst hat sehr positive Erinnerungen an den Hünfelder Sportplatz: Mit Borussia Fulda ist Voll 2006 auf der Rhönkampfbahn Landesligameister geworden. „Hünfeld ist ein gutes Pflaster. Wir wurden damals Meister, Hünfeld hat die Relegation sicher gemacht. Wir haben dann zusammen auf dem Platz gefeiert. Das war schon echt schön“, schwelgt Voll gern in den Erinnerungen an die guten alten Zeiten: „Die Vereine verstehen sich gut, ich verstehe mit auch mit Dominik, aber sie werden uns sicher nichts schenken.“ Das betont auch Hünfelds Trainer Dominik Weber: „Ich kann dem Meik nachher gerne ein Bier ausgeben, aber Punkte gibt es keine.“ Weber hat großen Respekt für die Fliedener Serie: Seit 27 Ligaspielen sind die Fliedener nun ungeschlagen und feierte vergangenes Wochenende mit dem 2:0 in Baunatal den zwölften Sieg in Folge. „Das ist eine Monster-Serie und die ist gegen uns beim 0:0 in Flieden gestartet“, weiß Weber, der ankündigt: „Unser Ziel ist es, diese Serie auch wieder zu beenden.“

Mit dem HSV trifft Flieden laut Coach Voll auf eines der stärksten Teams der Verbandsliga: „Sie haben eine starke Offensive und stehen in der Abwehr sicher. Sie sind sehr gut besetzt. Hätten sie zwischendurch nicht solche Personalprobleme gehabt, wäre es länger ein Dreikampf an der Spitze geworden“, ist Voll überzeugt und gibt eine klare Marschroute für die Begegnung vor: „Wir dürfen Hünfeld nicht spielen lassen und uns auf unser Spiel konzentrieren. Wenn wir das schaffen, bin ich optimistisch.“ Auf Fliedener Seite ist Sascha Rumpeltes nach seiner Verletzung wieder fit. Und auch Marius Kullmann, der im Pokalspiel gegen Borussia Fulda etwas am Knie abbekommen hatte, ist wieder einsatzfähig. Die Hünfelder müssen am Wochenende auf Robert Simon (privat verhindert) und Manuel Kröning, der sich im Spiel der zweiten Mannschaft verletzt hat, verzichten. Fraglich ist, ob die angeschlagenen Lukas Budenz und Torsten Trabert spielen können. Dafür hat Marek Weber, der sich im Heimaturlaub befindet und bereits gegen Neuhof eine gute halbe Stunde Einsatzzeit bekam, unter der Woche gut trainiert und wird den Hünfeldern auch gegen Flieden weiterhelfen können.

 

Fröhlich