Hünfeld (fs) –www.osthessen-sport.de

Mehr Spitzenspiel geht nicht in der Fußball-Verbandsliga: Der Hünfelder SV empfängt am Samstag (14.30 Uhr) als Tabellenzweiter mit dem SSV Sand den Spitzenreiter – und kann mit einem Heimsieg nach Punkten gleichziehen. Der HSV fiebert dem Schlager schon entgegen und hofft auf eine ordentliche Zuschauerkulisse.
„Wir sitzen auf heißen Kohlen“, kann Hünfelds Trainer Dominik Weber das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer kaum noch erwarten. Der 36-Jährige hofft vor allem darauf, dass möglichst viele Zuschauer den Weg an die Rhönkampfbahn finden: „Die Leute sollen die Leistung der Jungs in den letzten Wochen honorieren“, sagt Weber. Entsprechend soll die Partie auch unbedingt auf Naturrasen ausgetragen werden und nicht auf Kunstrasen stattfinden müssen. „Wir wollen auf jeden Fall auf Rasen spielen und ich denke, das bekommen wir auch hin. Unser Platz verträgt einiges“, weiß Weber, der großen Respekt vor dem Gegner hat: „Sand hat eine gewachsene, erfahrene, eingespielte Mannschaft. Da ist die Handschrift des Trainers erkennbar, dahinter steckt eine Spielidee.

So hat die Elf von Peter Wefringhaus aktuell mit 40 Toren die zweitbeste Offensive der Liga, aber auch erst zwölf Gegentreffer in 16 Spielen kassiert und stellt die mit Abstand beste Abwehr der Liga. „Die haben ein enorm variables Offensivspiel, aber trotzdem die beste Abwehr der Liga. Da passt die Balance“, findet Weber.
So wie beim HSV auch gibt es gerade in der Offensive keine fest eingefahrenen Positionen, die hessenligaerfahrenen Spieler wie Kapitän Tobias Oliev und Daniel Wagner sowie Steffen Klitsch und Viktor Moskaltschuk rotieren immer wieder, sodass die Blau-Weißen nur schwer ausrechenbar sind: Wagner (neun), Kapitän Oliev und der etatmäßige Elfmeterschütze Steffen Bernhardt (beide acht) teilen sich bisher den Löwenanteil der Sander Treffer. „Das flexible Offensivspiel von Sand müssen wir verhindern“, fordert Weber, dessen Abwehr mit nur zwei Gegentreffern in den vergangenen fünf Spielen allerdings auch sattelfest genug für Sand zu sein scheint. Grundsätzlich will der HSV auf Sieg spielen: „Wir wollen das Spitzenspiel auf jeden Fall gewinnen und spielen auf Sieg, dann würde der direkte Vergleich für uns sprechen. Wir werden aber sicherlich auch nicht alles entblößen“, erklärt der 36-Jährige, der mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fordert: „Wir bekommen unsere Möglichkeiten, aber dann müssen wir es besser machen als zuletzt. Der Ertrag muss einfach höher sein.“
Am Hünfelder Kader der vergangenen Wochen ändert sich nicht viel, einzig Lukas Budenz droht mit einem grippalen Infekt womöglich passen zu müssen.

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