Fulda/Hünfeld (ms/fs) –www.osthessen-zeitung.de

Erster gegen Zweiter: Das Osthessenderby (Sonntag, 17 Uhr) zwischen dem Hünfelder SV und der SG Johannesberg verspricht Spannung und temporeichen Fußball. Die Hünfelder gehen als Verbandsliga-Tabellenführer und Meisterschaftsaspirant als Favorit in die Partie, doch die Gastgeber aus Johannesberg wollen sich nicht verstecken.

„Die Vorfreude ist sehr groß. Wir haben uns dieses Topspiel erarbeitet“, macht Johannesbergs Trainer Zeljko Karamatic klar. Sein Team feierte einen furiosen Start in die Saison: 3:0-Sieg zum Auftakt bei Türkgücü Kassel, ein unnötig knappes 1:0 beim CSC-Kassel und zuletzt ein hochverdienter 4:1-Erfolg gegen Melsungen bei der Heimpremiere. Mit dem Hünfelder SV kommt am Sonntag nun aber ein ganz anderes Kaliber nach Johannesberg – das weiß auch SGJ-Coach Karamatic: „Hünfeld ist eine Mannschaft mit vielen Hessenligaspielern wie zum Beispiel Alexander Reith. Sie sind auf allen Positionen sehr gut aufgestellt.“ Dennoch haben die Johannesberger nicht vor, sich auf heimischem Rasen zu verstecken, zumal Karamatic den gleichen Kader zur Verfügung hat, der am Mittwoch die Melsunger mit 4:1 abservierte. „Wir sind eine Mannschaft, die offensiv spielen will und das werden wir auch gegen Hünfeld tun“, verspricht Karamatic. Doch der Übungsleiter betont, dass sich sein Team vorm Tor deutlich kaltschnäuziger präsentieren muss als zuletzt, wenn die SGJ den Tabellenführer ins Wanken bringen möchte. „Bei uns hat bis jetzt immer ein bisschen Konzentration vor dem Tor gefehlt. Das wollen wir am Sonntag besser machen“, meint Karamatic, der damit rechnet, dass viele Fußballfans aus der Region nach Johannesberg kommen werden, um sich das Topspiel-Derby anzuschauen. Der Coach verspricht: „Jeder Fußballfan wird auf seine Kosten kommen.“

Das sieht auch Hünfelds Trainer Dominik Weber so: „Das wird sicherlich ein sehr interessantes Spiel, auch für die Zuschauer. Unsere Stärken liegen ja auch eher in der Offensive.“ 13:0 Tore aus drei Spielen – trotz dreier verschossener Elfmeter – sprechen hier eine deutliche Sprache. Das gilt natürlich auch für die SGJ, vor der Offensive um Marcel Mosch, Niklas Zeller und Marius Löbig hat der 38-Jährige großen Respekt: „Johannesberg ist eine gut besetzte Mannschaft mit Spielern, die höherklassig aktiv waren“, warnt Weber, der einen Tanz auf Messers Schneide erwartet: „Defensiv werden wir nochmal anders gefordert sein, ich hoffe, dass wir es hinkriegen, besser zu stehen als noch gegen Eichenzell, das das aber auch gut gemacht hat. Grundsätzlich wird das ein Spiel auf Augenhöhe, ich sehe da keinen wirklichen Favoriten.“ Personell kann der HSV-Coach auf den gleichen Kader wie gegen Eichenzell zurückgreifen, gut möglich also, dass die Hünfelder dann zum vierten Mal in Folge mit der identischen Startformation auflaufe

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