Hünfeld (pf) –www.osthessen-zeitung.de

Nach den vielen Auf und Abs der vergangenen Wochen hat der Hünfelder SV zum ersten Mal in der laufenden Fußball-Verbandsligasaison die Punkte geteilt. Gegen Schwalmstadt reichte es für die Weber-Elf auf heimischem Rasen lediglich für ein 0:0.

 „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber ich habe den Jungs vorher schon gesagt, dass uns heute ein aggressiver Gegner erwartet“, erklärte Hünfelds Coach Dominik Weber nach der Partie. Tatsächlich gingen die Gäste aus Schwalmstadt während des gesamten Spiels sehr aggressiv zu Werke, sodass der HSV sein sonst starkes Offensivspiel nicht wirklich zur Geltung bringen konnte. Dennoch erarbeitete sich Hünfeld in der ersten Hälfte ein Chancenplus, konnte aber keine der Möglichkeiten verwerten.

Schon nach sieben Minuten hätte Maximilian Fröhlich die Gastgeber mit einem schönen Schuss aus kurzer Distanz in Führung bringen können, scheiterte jedoch unglücklich am Pfosten. In der Folge entwickelte sich ein Geduldsspiel für den HSV, denn Schwalmstadt verteidigte das eigenen Tor vehement und konnte selbst einmal vor dem Kasten von Jonas Hosenfeld gefährlich werden: Jan-Niklas Brandner wurde in abseitsverdächtiger Position angespielt und stand plötzlich alleine vor Hosenfeld, den er gekonnt ausspielte. Nils Wenzel konnte den Rückstand durch seine Rettungsaktion auf der Linie aber doch noch verhindern.

Außer zwei guten Schüssen von Hünfelds Christoph Neidhardt und einem Kopfball von Sebastian Schuch, der knapp am Schwalmstädter Tor vorbeiflog, gab es in der ersten Hälfte keine weiteren nennenswerten Torchancen, wobei das Übergewicht des HSV nicht wegzudiskutieren war. „Wir hätten vor der Pause in Führung gehen müssen“, ärgerte sich Weber nach der Partie. Stattdessen holten sich die Gäste verdientermaßen eine Gelbe Karte nach der anderen. Bedingt durch ihre harte Spielweise musste Hünfelds Steffen Witzel bereits nach knapp 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden, was die Aufgabe für die Hausherren nicht leichter machte.

In der zweiten Hälfte konnte der 1. FC Schwalmstadt die Felddominanz der Hünfelder etwas egalisieren und wehrte sich enorm gegen das 0:1, das auf Seiten des HSV heute einfach nicht fallen wollte. Stattdessen plätscherte die Partie gegen Ende immer mehr dahin. Nachdem Schwalmstadt besser ins Spiel gefunden hatte, ließ der HSV hinten nochmal zwei bis drei kleinere Chancen zu, die aber von den Gästen nicht genutzt werden konnten. Von jetzt an bestimmten Fouls, Karten und Auswechslungen das Geschehen in einem Spiel, für das die Bezeichnung „typisches 0:0“ erfunden wurde. Fünf Minuten Nachspielzeit waren schließlich die Folge der ruppigen Gangart der Gäste, die sich am Ende auch auf die Hünfelder übertrug.

Der HSV wollte nach der Partie keinesfalls dem Schiedsrichter die Schuld geben, dennoch war Weber leicht verärgert über die Leistung des Unparteiischen: „Schwalmstadt hat am Ende oft den Ball weggeschossen oder die Zeit verzögert und auch in der ersten Halbzeit hätte es viel früher die erste gelbe Karte geben müssen“.

Hünfeld: Hosenfeld – Wenzel, Faulstich, Witzel (22. Kröning) – Bambey (64. Trabert), Budenz, Krieger, Rohde – Neidhardt, Schuch (79. Körner), Fröhlich
Schwalmstadt: Völker – F. Seck, Kutzner, Gerstung, Brandner (85. Ide), Herpe, Lindenthal, R. Seck (77. Dietz), Liebermann, Trümmer (82. Karl), Petersohn.

Schiedsrichter: Tim Waldiger (Rauschenberg).

Tore: keine.

Zuschauer: 100.

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