Fuldatal (fs) – Das hatte sich der Hünfelder SV anders vorgestellt: Im Auswärtsspiel beim TSV-Rothwesten kam der Fußball-Verbandsligist nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus. HSV-Coach Dominik Weber bleibt dennoch entspannt.

 

„Es bleibt uns nichts anderes übrig als das anzunehmen. Wir haben auswärts einen Punkt geholt, es ist alles in Ordnung“, meint Weber mit Blick auf die Tabelle. Acht Punkte liegt der HSV nun vor dem Dritten Steinbach, hat allerdings auch zwei Partien mehr ausgetragen. Dass es in Rothwesten auf schwer bespielbarem Geläuf nicht einfach werden würde, war dem 34-Jährigen schon vorher klar. Aber dass Rothwesten mit einer Fünfer- sowie einer Viererkette so defensiv auflief wie es nur ging, war dann doch überraschend: „Spaß macht das nicht, aber das ist erlaubt. Der Erfolg gibt ihnen Recht“, meint Weber.

In einer allenfalls durchwachsenen ersten Hälfte erspielten sich beide Teams keine einzige nennenswerte Torchance, Rothwesten war mit dem Unentschieden mehr als zufrieden und ging eine gute Viertelstunde nach der Pause plötzlich in Führung: Nach einer Hereingabe konnte die HSV-Hintermannschaft den Ball nicht klären, am langen Pfosten stand Christian Haldorn mutterseelenallein und tunnelte Tim Gutberlet noch (59.). Doch keine 180 Sekunden später glich Hünfeld durch eine Co-Produktion der beiden „Blitzgeheilten“ aus: Kapitän Niclas Rehm biss trotz Prellung im lädierten Arm auf die Zähne und schlug einen exakt getimten Freistoß auf Johnny Helmke, der mit Knieproblemen noch auszufallen gedroht hatte. Der Innenverteidiger köpfte das Leder gekonnt gegen die Laufrichtung von Rothwestens Keeper zum 1:1 ein (62.). „Eigentlich hast du dir nach dem 0:1 gedacht, du tust dich hier eh schon schwer. Gut, dass postwendend der Ausgleich gefallen ist“, atmet Weber auf. Danach hätte Hünfeld die Partie sogar noch drehen können, ein Schuss von „Kriegery“ (Kevin Krieger) wurde jedoch noch von der Linie gekratzt, zudem brachte Robert Simon nicht genug Druck hinter den Ball. „Wir haben uns nicht belohnt für den Aufwand, den wir nach dem 1:1 betrieben haben, aber wir haben auswärts gespielt und donnerstags abends, da passiert das“, analysiert Weber.

Sein Verbandsligadebüt feierte der 19-jährige Johannes Ziegler, der nach einer Stunde für Toto Trabert ins Spiel kam: „Er hat gut Dampf gemacht und sich gut reingebracht. Johannes hatte drei, vier Aktionen über links, das war in Ordnung“, lobt Weber den Youngster.

Rothwesten: Rossbach; Damm, Klimpel, Siewert, George (84. Ullrich), Reuter (88. Behler), Berthel, Jordan, Geisler, Seeger, Haldorn.

Hünfeld: Gutberlet; Trabert (61. Ziegler), Alles, Link, Simon, Rehm, Krieger, Witzel, Faust (83. Krenzer), Budenz, Helmke.

Schiedsrichter: Sascha Bauer (Fritzlar)

Tore: 1:0 Christian Haldorn (59.), 1:1 Johannes Helmke (62.)

Zuschauer: 20.