Kassel (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat in der Fußball-Verbandsliga eine starke Reaktion nach der jüngsten Niederlage in Johannesberg gezeigt und sein Auswärtsspiel bei der Reserve des KSV Hessen Kassel mit 4:1 (1:1) gewonnen. Dabei ging der Sieg auch in der Höhe in Ordnung.

Hünfelds Trainer Dominik Weber war nach der 0:4-Niederlage in Johannesberg nahezu sprachlos, denn mit einer derart deutlichen Klatsche hatte beim HSV niemand gerechnet. Umso glücklicher war er nach dem Spiel in Kassel, bei dem seine Mannschaft ein komplett anderes Gesicht zeigte und sich rehabilitieren konnte. Mit fünf neuen Spielern in der Startelf, unter anderem Franz Faulstich, gingen die Hünfelder die schwere Aufgabe in Kassel an. Kurz vor der Pause war es dann eben jener Faulstich, der nach der Kasseler Führung den wichtigen Ausgleich für die Gäste erzielen konnte. Sein Kopfballtor, das zum psychologisch wichtigsten Zeitpunkt fiel, brachte den HSV auf die Siegerstraße.

Es war ein hektisches Spiel nahe dem Kasseler Auestadion und beiden Teams war anzumerken, dass sie das Spiel gewinnen wollen. Als Rolf Sattorov den Gastgeber durch einen schönen Schuss ins lange Eck in Führung brachte, waren es eigentlich die Hünfelder, die etwas überlegener waren und die besseren Torchancen hatten, sodass der Ausgleich durch Faulstich letztendlich mehr als verdient war. Nach der Pause konnte Hünfeld die Partie dann drehen und ging durch einen berechtigten Foulelfmeter, den Christoph Neidhardt verwandelte, in Führung. Lukas Budenz nach einer tollen Einzelleistung und Maximilian Fröhlich nach einem schönen Steilpass von Kevin Krieger konnten das Ergebnis schließlich noch in die Höhe schrauben. „Die Jungs haben das heute richtig gut gemacht und nach dem 0:4 vom Wochenende eine super Reaktion gezeigt“, lobte ein zufriedener Dominik Weber nach dem Spiel. Kassel hatte sogar einige Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft eingesetzt, wodurch die Leistung der Hünfelder noch stärker einzuschätzen ist.

Der Sieg ging letztendlich auch in der Höhe in Ordnung, denn der HSV bestimmte die unterhaltsame Partie über weite Strecken. Ohnehin ist der KSV etwas wie der Lieblingsgegner der Osthessen: Bereits in der abgelaufenen Saison konnten die Hünfelder beide Ligaspiele gegen Kassel für sich entscheiden. Für Weber und seine Schützlinge steht am kommenden Wochenende das schwere Spiel gegen die SG Bad Soden an der heimischen Landerneauallee an.

Kassel II: Kliebe; Schütze (82. Knopf), Najjer, Lensch (66. Feldmann), Sattorov, Gülsen, Saric (73. Koch), Heussner, Bredow, Leinhos, Leck

Hünfeld: Hosenfeld – Faulstich, Witzel, Kröning, Wenzel (71. Budenz) – Rohde, Neidhardt (82. Trabert), Krieger, Bambey, Körner – Bublitz (68. Fröhlich)

Schiedsrichter: Tobias Lecke (Bebra)

Tore: 1:0 Rolf Sattorov (36.), 1:1 Franz Faulstich (40.), 1:2 Christoph Neidhardt (67., Foulelfmeter), 1:3 Lukas Budenz (80.), 1:4 Maximilian Fröhlich (85.)

Gelb-Rote Karte: Jan Erik Leinhos (Kassel II, 65.)

Zuschauer: 100

Hessen Kassel--08-2017-8