Hünfeld (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV eilt mit Siebenmeilenstiefeln der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga entgegen: Einen bemitleidenswerten SV Kaufungen schoss der HSV zuhause auch in der Höhe verdient mit 7:1 (4:1) ab und braucht jetzt nur noch vier Punkte zur Meisterschaft. Für Kaufungen wiederum ist es ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, den das Team von Jörg Müller rechnerisch noch nicht in der Tasche hat.

 

 „Das hatte von unserer Seite heute mit Verbandsligafußball nix zu tun. Das war eine verdiente Niederlage, auch in der Höhe“, kritisierte Kaufungens Trainer Jörg Müller, der monierte: „Wir sind nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen, waren von der ersten Minute an nicht auf dem Platz. Hünfeld ist natürlich eine super Mannschaft, aber man kann sich nicht so abschießen lassen. Vier der sieben Gegentore waren Geschenke.“ Allerdings war auch beeindruckend, mit welcher Zielstrebigkeit und Konzentration der HSV aufspielte und sich in den 90 Minuten reihenweise beste Möglichkeiten erspielte. „Das war ein tolles Spiel, auch für die Zuschauer“, befand HSV-Coach Dominik Weber, der wieder im 3-5-2-System spielen ließ. Damit kam Kaufungen nicht zurecht, die Hünfelder hatten schon vor dem 1:0 durch Maximilian Fröhlichs Abstauber (13.) allerbeste Möglichkeiten liegen gelassen.

Hochverdient war schon das 3:0 nach 29 Minuten, Kaufungen kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe und ließ Hünfeld gewähren. Gefährlich wurden die Gäste tatsächlich nur ein einziges Mal, als sich Franz Faulstich und Nicolas Häuser nicht ganz einig wurden und Tobias Boll zum 3:1 einschieben konnte (37.). Ansonsten spielte jedoch nur Hünfeld und ließ mit dem wohl schönsten Spielzug das 4:1 folgen: Kevin Krieger und Maximilian Fröhlich spielten einen doppelten Doppelpass, Schuch hatte dann keine Mühe mehr (40.).

Im zweiten Durchgang ging der HSV das Spiel weiterhin konsequent an und schraubte das Ergebnis in die Höhe, muss sich allerdings die mehr als ausbaufähige Chancenverwertung ankreiden. „Wir haben noch die ein oder andere Chance liegen gelassen, aber man kann auch nicht alle Chancen zu 100 Prozent verwerten. Man will nach einem 7:1-Heimsieg ja auch nicht zu kritisch sein“, meinte Weber, der strahlte: „Das war eine sehr gute Leistung, wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Die Zielsetzung ist ganz klar, wir ziehen unser Ding durch: Vier Punkte werden jetzt noch benötigt, gegen Mengsberg peilen wir den nächsten Heimsieg an. Die Jungs haben auch heute Gas gegeben und sich nicht ausgeruht.“ Sein Gegenüber wiederum war vollkommen verdient: „Für uns geht es noch richtig zur Sache im Abstiegskampf, da braucht man jeden Punkt. Wir haben vor dem Spiel vieles angesprochen, aber es wurde nichts umgesetzt“, haderte Müller.

Hünfelder SV: Theisenroth; Häuser, Faulstich, Witzel – Neidhardt (55. Körner), Bambey, Budenz (53. Wenzel), Fröhlich (57. Bublitz) – Krieger, Schuch.

Kaufungen: Grujo; Nimako (67.Sinzig), Schäfer, Pritsch (61. Stolfo), Kaczenski – van der Veen, Ehlert – Dziabas, Schneppe, Garcia (55. Mewes) – Boll.

Schiedsrichter: Sebastian Betz (Oberzell)

Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (13.), 2:0 Kevin Krieger (20.), 3:0 Maximilian Fröhlich (29.), 3:1 Tobias Boll (37.), 4:1 Sebastian Schuch (40.), 5:1 Sebastian Schuch (53.), 6:1 Franz Faulstich (73.), 7:1 Kevin Krieger (83.)

Zuschauer: 200

4

 

Schreibe einen Kommentar

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Beitrag geschrieben.