Bad Emstal (pf) –www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg gemacht: Das Topspiel der Fußball-Verbandsliga konnte der HSV beim Tabellenvierten SSV Sand mit 4:2 (2:1) für sich entscheiden und damit den Vorsprung an der Tabellenspitze vorerst ausbauen. Dabei waren die Gäste auf der Sander Höhe vor allem eines: effektiv.

Denn vergaben die Hausherren gerade zu Beginn der Partie in Person von Daniel Wagner oder Christian Guthof ihre Chance teilweise fahrlässig, blieb Hünfeld eiskalt und ging mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung: Christoph Neidhardt war auf der linken Seite durch und wurde gefoult, den anschließenden Freistoß führte Kevin Krieger blitzschnell aus und brachte die Flanke punktgenau auf den Kopf von Maximilian Fröhlich, der nach einer Viertelstunde zur Führung einköpfte. Dennoch bekam der HSV vor allem auf den Außenbahnen kaum Zugriff auf den Gegner, weshalb Trainer Dominik Weber vom anfangs ausgegebenen 3-5-2-System schon nach zehn Minuten abwich und auf Viererkette umstellte. Doch die Antwort des SSV auf den Rückstand ließ nicht lange auf sich warten: Keine zehn Minuten später verloren die Gäste den Ball in der Vorwärtsbewegung, bevor Jan-Philip Schmidt an der Außenlinie einige Hünfelder stehenließ und ins lange Eck abschloss (22.).

Der HSV konzentrierte sich weiter auf das Verteidigen und konnte sich beim Abschluss von Steffen Klitsch bei Keeper Dennis Theisenroth bedanken, der das 1:2 mit einem starken Reflex vereitelte (41.). Kurz darauf schlugen dann wieder die Hünfelder zu und sorgten durch den Kopfballtreffer von Sebastian Schuch auf Vorlage von Kevin Krieger für die erneute Führung (43.), die zur Pause sogar hätte höher ausfallen können, allerdings vergab Krieger in der Nachspielzeit eine gute Chance. „Wir standen defensiv und Sand hat das Spiel gemacht. Wir wussten nicht so richtig, warum wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Im Endeffekt sind beide Tore nach einem Konter gefallen“, gab Hünfelds Mittelfeldspieler Lukas Budenz nach der Partie zu. Und auch Trainer Dominik Weber sah im ersten Durchgang einen eher unbefriedigenden Auftritt seiner Elf: „Die Führung war sehr glücklich. Aber die Jungs haben sich das irgendwo auch mal verdient, dass sie nach einer nicht so guten Leistung auf die Siegerstraße kommen.“

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Gastgeber dann die nächsten Hochkaräter durch Schmidt und Oliev, wobei der HSV nun deutlich besser im Spiel war. Zwar ließ Kevin Krieger Mitte des zweiten Durchgangs zwei gute Chancen liegen, eine knappe Viertelstunde vor dem Ende sorgte Steffen Witzel dann aber für großen Jubel bei den mitgereisten Fans aus der Haunestadt: Einen Freistoß von Julian Rohde, der vom Pfosten zurückprallte, verwertete der Verteidiger zum 3:1 für die Gäste. Wenig später machte Christoph Neidhardt nach Vorarbeit von Maximilian Fröhlich den Deckel drauf, der Treffer von Sands Daniel Wagner zum 2:4 in der Schlussminute war lediglich Ergebniskosmetik. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir waren viel aggressiver in den Zweikämpfen, haben Fußball gespielt und uns Torchancen erarbeitet. Deswegen geht der Sieg in Ordnung“, meinte Budenz, der noch nicht von einer Vorentscheidung im Aufstiegsrennen sprechen wollte, nach dem wichtigen Sieg aber optimistisch in die Zukunft blickte: „Es war ein Riesen-Schritt, aber wir haben noch schwierige Spiele, die wir genauso konzentriert angehen müssen wie die zweite Halbzeit heute. Aber wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, kann es keinen anderen Meister als uns geben.“ Bei noch vier ausstehenden Partien liegt der HSV nun neun Punkte vor dem SSV Sand, Johannesberg und Lehnerz II könnten den Rückstand auf den Tabellenführer am Sonntag wieder auf fünf beziehungsweise sechs Zähler verkürzen.

Sand: Schmeer; Amert, Knigge (69. Hohmann), Bräutigam, Oliev, Schmidt, Klitsch, Guthof, Garwardt (39. Itter), Wippel (30. Bernhardt), Wagner.

Hünfeld: Theisenroth – Häuser, Faulstich, Witzel (85. Wenzel) – Fröhlich, Rohde (81. Körner), Budenz, Bambey, Neidhardt (87. Lovakovic) – Krieger, Schuch.

Schiedsrichter: Steffen Rabe (Treisbach/Simtshausen/Asphe)

Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (15.), 1:1 Jan-Philip Schmidt (22.), 1:2 Sebastian Schuch (43.), 1:3 Steffen Witzel (73.), 1:4 Christoph Neidhardt (78.), 2:4 Daniel Wagner (90.)

Zuschauer: 250.

Witzel Tor

 

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