Petersberg (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV ist wieder zurück in der Spur: Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg hat sich der Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga den Frust von der Seele geschossen und gewann das Derby am Samstag beim RSV Petersberg auf Kunstrasen deutlich mit 6:1 (2:1).

 „Hünfeld hat verdient gewonnen und gezeigt, warum sie Erster sind und dass sie zurecht da oben stehen“, fand RSV-Coach Jürgen Krawczyk nach der Partie lobende Worte für den HSV, der gerade in der zweiten Halbzeit seine Offensivstärke eindrucksvoll unter Beweis stellte. Dabei war das Tor zum zwischenzeitlichen 3:1, das Maximilian Fröhlich nur wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel erzielte, der Dosenöffner für die Gäste und zugleich der vorzeitige K.O.-Schlag für den RSV: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit ausgeglichen gestaltet und das umgesetzt, was wir wollten. Wir haben aggressiv gespielt und hatten auch gute Chancen. Aber nach dem 1:3 hatte meine Mannschaft nichts mehr entgegenzusetzen“, meinte Krawczyk.

Im ersten Durchgang zeigten die Hausherren wie vom Coach geschildert aber eine ansprechende Leistung und ließen sich auch vom frühen Führungstreffer des HSV durch Maximilian Fröhlich nicht beeindrucken: Quasi im direkten Gegenzug schob Julian Wehner den Ball auf Vorlage von Kubilay Kücükler ins lange Eck und stellte auf 1:1 (8.). Eine knappe Viertelstunde später wurde Christoph Neidhardt im Petersberger Strafraum von Julian Elm gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Lukas Budenz zur erneuten Hünfelder Führung (22.) und gleichzeitig zum 2:1-Halbzeitstand, der für die Gäste jedoch recht schmeichelhaft war. „Die erste Halbzeit war gar nichts. Wir haben Petersberg selbst stark gemacht, demensprechend gab es in der Kabine eine Ansage vom Trainer“, erzählte Hünfelds Kapitän Julian Rohde.

Und die Webers Worte zeigten Wirkung: Rund 20 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Fröhlich auf 3:1, im Anschluss nahm das Unheil für die Petersberger dann seinen Lauf: Zunächst vergab Kücükler nach klasse Vorarbeit von Tim Stenger die beste Chance zum Anschluss für die Gastgeber (50.), wenig später schraubte Hünfelds Sebastian Schuch das Ergebnis mit einem Doppelschlag weiter in die Höhe. Innerhalb von nur einer Minute netzte der HSV-Stürmer erst nach einem gut vorgetragenen Angriff, der aus einer Petersberger Ecke heraus entstand, danach verwertete er eine Flanke von Außenverteidiger Steffen Witzel. Den Schlusspunkt setzte Kevin Krieger mit einem sehenswerten Distanzschuss genau in den Winkel (75.). „Das 3:1 hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach war die Körpersprache eine ganz andere und wir haben mehr die zweiten Bälle gewonnen“, war Rohde letztendlich zufrieden und erleichtert, dass seine Elf nach drei Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier holte und damit die Tabellenführung untermauerte. Petersberg dagegen bleibt weiter im Abstiegskampf stecken und hat als Tabellen-15. bei einem mehr absolvierten Spiel schon sechs Zähler Rückstand auf den 14. SG Bad Soden. Zudem musste Boris Aschenbrücker gegen Ende der ersten Hälfte angeschlagen raus, Trainer Jürgen Krawczyk vermutete nach Abpfiff eine Zerrung oder einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel.

Petersberg: Beikirch – Elm, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt – Bleuel, Wehner, Kücükler (71. Grösch) – Stenger, B. Aschenbrücker (41. Müller), Yildiz (86. Wingenfeld).

Hünfeld: Theisenroth – Witzel, Belaarbi, Faulstich (67. Häuser), Bambey (70. Wenzel) – Budenz, Rohde – Neidhardt (25. Bublitz), Krieger, Fröhlich – Schuch.

Schiedsrichter: Christian Stübing (Gelnhausen)

Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (6.), 1:1 Julian Wehner (8.), 1:2 Lukas Budenz (22., Foulelfmeter), 1:3 Maximilian Fröhlich (46.), 1:4 Sebastian Schuch (63.), 1:5 Sebastian Schuch (64.), 1:6 Kevin Krieger (75.)

Zuschauer: 200.

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