Hünfeld (bk) – www.osthessen-zeitung.de

In einer engen und intensiven Begegnung konnte sich der Hünfelder SV nach einer starken Leistung denkbar knapp mit 3:2 (2:0) gegen den Vorjahressiebten Eschwege durchsetzen und so den wichtigen ersten Dreier der neuen Fußball-Verbandsligasaison einfahren. Das Team von Trainer Dominik Weber verlor hierbei nach der Pause zwar kurz den Faden, fand jedoch wieder zurück in die Partie und konnte am Ende verdient siegen.

„Man hat heute von Anfang an gesehen, dass Eschwege ein sehr harter Gegner ist. Alles in allem haben wir aber eine starke Leistung gezeigt, mit der ich sehr zufrieden bin. Wenn auch natürlich noch einiges nicht perfekt war, vor allem die schwächere Phase nach der Pause, das müssen wir in den nächsten Wochen noch abstellen“, bilanzierte Hünfelds Trainer Dominik Weber durchaus nicht unzufrieden.

Seine Mannschaft fand vor heimischem Publikum gut in die Begegnung und konnte einige schöne Kombinationen in der Offensive zeigen, sodass auch die ersten Torchancen der Heimelf nicht lange auf sich warten ließen. In der achten Spielminute war Maximilian Fröhlich nach einem schönen Pass von Kevin Krieger frei vor dem Kasten und traf mit seinem Schuss ins kurze Eck direkt zur frühen Führung für die Hünfelder (8.). Auch in der Folge hatte der HSV die Partie zunächst im Griff, erst kurz vor der Pause wurde Eschwege langsam besser, doch das Tor fiel erneut auf der anderen Seite. Lukas Budenz traf mit einem Schuss aus 13 Metern nach erneuter Vorlage von Krieger zum 2:0 für die Heimmannschaft, die so mit der verdienten Führung im Rücken in die Kabine gingen. „Das war natürlich ein super Zeitpunkt“, meinte Weber, der jedoch auch um die Gefahr wusste, sich in Halbzeit zwei zu sicher zu fühlen und ein schnelles Gegentor zu kassieren.

Doch genau das trat nach der Pause ein. Die Eschweger kamen in Person von Dadah Gadea Baringo in der 47. Spielminute zum Anschlusstreffer und waren von nun an das bessere Team, da die Mannen von Dominik Weber zunächst nicht mehr zu ihrem Spiel fanden. Nach dieser schwächeren Phase konnten sich die Hünfelder dann aber wieder fangen und zeigten wieder ihr starkes Gesicht aus der ersten Hälfte und konnten so den alten Abstand wiederherstellen. Der stark aufgelegte Kevin Krieger köpfte nach einer Flanke von Christoph Neidhardt zwar zunächst noch einen Verteidiger an, traf aber mit dem Nachschuss zum 3:1 für den HSV (67.). „Das war der Knackpunkt, danach hatten wir das Spiel dann einigermaßen im Griff“, erklärte Weber. Zudem spielte den Hünfeldern noch ein Platzverweis gegen den stärksten Eschweger Jan Kaufmann in die Karten, der nach einer Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen wurde. Trotzdem steckten die Gäste bis zum Ende nicht auf und kamen erneut durch Dadah Gadea Baringo zum Anschlusstreffer, der vollkommen freistehend per Kopf traf. Kurz vor Schluss hätte dann Eschweges Kapitän Alexander Bazzone beinahe noch für den 3:3-Ausgleich gesorgt, am Ende blieb es aber beim nicht unverdienten 3:2-Heimsieg für den HSV, der damit gleich eine erste schwierige Aufgabe der Saison meistern konnte.

Hünfeld: Ruck; Wenzel, Trabert, Witzel, Kröning – Rohde, Budenz – Neidhardt (87. Körner), Krieger, Fröhlich (77. Bublitz) – Weber (62. Schuch).

Eschwege: Krengel; Gogol, Vidal Gadea, Gadea Baringo, Montag, Huhn, Bazzone, Gonzalo Tadeis Gambetta, Nouri, Kaufmann, Jung (77. Schwindt).

Schiedsrichter: Sebastian Betz (TSV Oberzell)

Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (8.), 2:0 Lukas Budenz (44.), 2:1 Dadah Gadea Baringo (47.), 3:1 Kevin Krieger (67.), 3:2 Dadah Gadea Baringo (82.)

Zuschauer: 180.

Rote Karte: Jan Kaufmann (Eschwege, 68.) wegen Schiedsrichterbeleidigung

Eschwege-2017-H-13