Hünfeld (pf) – Der Hünfelder SV hat sich mit einem Sieg aus der Fußball-Verbandsliga verabschiedet: Zuhause gewann der Meister mit 1:0 (0:0) gegen den TSV Lehnerz II, dessen Traum von der Aufstiegsrunde jedoch schon vor der Partie geplatzt war. Für die Hünfelder Tarek Belaarbi und Marius Bublitz war es gleichzeitig das letzte Spiel in der Haunestadt. Beide werden den HSV im Sommer verlassen, wie Co-Trainer Niclas Rehm bestätigte.

 „Normalerweise hatte das Spiel keinen Sieger verdient. Es waren Chancen auf beiden Seiten da“, resümierte TSV-Coach Sedat Gören, der genau wie seine Spieler schon vor Anpfiff die schlechte Nachricht aus Lohfelden erfuhr: Weil die erste Mannschaft der Lehnerzer die Aufstiegsrunde verspielte, hätte die Reserve auch im Falle eines Sieges nicht an der Relegation zur Hessenliga teilnehmen dürfen. „Die Jungs waren deprimiert, aber haben eine gute Leistung abgerufen“, fand Gören lobende Worte für seine Akteure.

Auch Hünfelds Co-Trainer Niclas Rehm sah eine ausgeglichene Partie, freute sich am Ende aber umso mehr über den Lucky Punch von Maximilian Fröhlich, der den HSV drei Minuten vor dem Ende zum Sieg schoss: „Es war ein schönes Spiel – auch von Lehnerz. Für uns ist das natürlich ein toller Abschluss, aber es hätte auch 4:4 oder 5:5 ausgehen können“, sagte Rehm kurz vor den Feierlichkeiten am Abend. Das Tor kam jedoch nur zustande, weil Lehnerz den Ball am gegnerischen Strafraum wie schon einige Male vorher vertendelte und Hünfeld dann einen Angriff konsequent ausspielte: Nach einem taktischen Foul von Marcel Dücker führte Hünfeld den Freistoß schnell aus, Matchwinner Maximilian Fröhlich bekam die Kugel in den Lauf und schloss ins lange Eck ab (87.).

Dabei schickte Hünfelds Trainer Dominik Weber seine Elf zunächst mit einer Dreierkette – bestehend aus Steffen Witzel, Franz Faulstich und Nicolas Häuser – auf das Feld, nach der Pause ergänzte Nils Wenzel die letzte Reihe dann zu einer Viererkette. Zwei der größten Gelegenheiten auf Seiten der Gastgeber vergab Lukas Budenz im ersten Durchgang, wobei auch Lehnerz seine Chancen hatte. „Wir hätten auch ein, zwei Tore machen können, aber schießen zweimal den Torwart an“, haderte Gören, dessen Team auch im zweiten Durchgang einige Überzahlsituationen unsauber ausspielte. Doch auch bei Hünfeld fehlte in der gefährlichen Zone ein ums andere Mal der Abschluss. „Man kann trotzdem zufrieden sein. Wir sind Dritter geworden und die Jungs haben das in dieser Saison super gemacht“, sprach Gören erneut ein Lob an sein Team aus, das in der kommenden Saison als SG Barockstadt Fulda Lehnerz II in der Verbandsliga an den Start gehen wird. Für Keeper Christoph Grösch und Mittelfeldspieler Paul Hohmann war es das letzte Spiel, beide werden den Verein ebenso wie Tarek Belaarbi und Marius Bublitz den HSV verlassen.

Hünfeld: Ruck (60. Ernst) – Witzel, Faulstich, Häuser – Körner, Bambey, Budenz, Rohde, Wenzel – Fröhlich, Krieger (46. Neidhardt).

Lehnerz II: Grösch – Heil, Balzer, Dücker, Vilmar – Say – Friedrich, Hohmann, Wolf (65. Sorg), Wittke – Sternstein.

Schiedsrichter: Martin Kliebe (Heilgenrode)

Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (87.)

Zuschauer: 400.

www.osthessen-zeitung.de

Lehnerz-II-05-2018-7