Verbandsliga – HSV schuftet für Titel – „Nicht auf Erreichtem ausruhen“

Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Auch der Klassenprimus der Fußball-Verbandsliga hat lange genug pausiert: Am Freitagabend bat Dominik Weber zu seinem letzten Vorbereitungsstart als Coach des Hünfelder SV, in der Restrunde hat der HSV wie der scheidende Coach natürlich den Titel fest im Blick. Doch dafür soll und muss noch einiges getan werden, wie dem Tabellenführer auch bewusst ist.

 „Wir wollen direkt ordentlich starten, weil die Pause sehr lange war“, so Webers Co-Trainer Simon Grosch, der sich mit seinem Team auf eine Vorbereitung einstellt, die eher sogar auf das Spiel in Willingen Mitte März ausgerichtet ist: „Nach dem Körle-Spiel haben wir direkt nochmal eine Woche spielfrei. Wir wollen keine Zeit verlieren und ich hoffe, dass die Jungs ihre Hausaufgaben gemacht haben“. Individuelle Läufe hatten die Akteure in den vergangenen Tagen zu absolvieren, um schon auf einem gewissen Level zu sein – das letzte Spiel liegt schließlich über zwei Monate zurück, war mit dem 4:0 gegen Johannesberg dafür aber auch sehr erfolgreich.

Und genau da soll es weitergehen, schließlich würde Dominik Weber gerne als Meistercoach abtreten. „Wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht und sind uns bewusst, dass wir viel dafür getan haben. Sich jetzt auf dem Erreichten auszuruhen, wäre das falsche Signal“, stellt Grosch deshalb klar und weiß auch, dass mit Auswärtsspielen in Sand, Vellmar, Weidenhausen und bei CSC Kassel noch „richtige Kaliber“ auf den Spitzenreiter warten, wie Weber feststellt, der schon zu Beginn der Winterpause davor warnte, überheblich zu werden: „Wir müssen noch viel tun und andere wollen auch noch ein Wörtchen mitreden“. Dennoch: Seine Jungs „gehören in die Hessenliga“, findet Weber – und knüpft der HSV an das vergangene halbe Jahr an, dürften die Chancen gut stehen.

Erfreulich für den Coach: Franz Faulstich ist aus den USA zurück und wirkte bereits in der Halle unter anderem beim Gewinn des Kreismeistertitels mit, für Jonas Hosenfeld (Nüsttal) wurde mit Fabian Brunner ein Ersatzmann für den Kasten aus Bad Hersfeld geholt. Kurioserweise wohnt sein Konkurrent im Kampf um den Platz im Tor Sebastian Ernst ebenfalls in der Festspielstadt, beide fahren künftig zusammen zu den Einheiten in der Rhönkampfbahn. Derweil wird Kevin Krieger bestenfalls in den letzten Wochen der Saison wieder zur Verfügung stehen, während Spieler wie Sebastian Schuch und Noah Quanz jetzt wieder herangeführt werden sollen, um ab März weitere Optionen zu bieten. In der Offensive ist der HSV aber ohnehin bärenstark besetzt, dementsprechend groß ist der Konkurrenzkampf schon jetzt wieder im Trainingsbetrieb – und der 64-Tore-Sturm soll auch in der Restrunde wieder für Furore und Erfolg in der Rhönkampfbahn sorgen.

Einheiten in der Halle, gemeinsames Essen oder Testspiele sollen zu einer produktiven Vorbereitung beitragen, die am 1. März mit dem Spiel beim FC Körle endet. Dann heißt es schon im ersten Pflichtspiel des Jahres Erster gegen Vorletzter, alles andere als ein Sieg würde ein erster Dämpfer im Titelrennen sein, den die Hünfelder unbedingt vermeiden wollen. Allerdings ist höchst fraglich, ob beim Kellerkind zu dieser Jahreszeit gespielt werden kann, weshalb der HSV auch schon Willingen im Hinterkopf haben dürfte.

 

Die Testspiele in der Übersicht:

Samstag, 1. Februar, 14 Uhr: SV Bad Salzungen (A)

Samstag, 8. Februar, 14.30 Uhr: FSV Thalau (H)

Mittwoch, 12. Februar, 19 Uhr: FC Eichenzell (H)

Samstag, 15. Februar, 14.30 Uhr: SG Elters/Eckw./Schw. (H)