Hünfeld (ms) – www..ostheseen-zeitung.de

Souveräner Heimsieg für den Hünfelder SV: Die Fußballer des HSV haben das Verbandsliga-Derby gegen den SV Neuhof hochverdient mit 5:0 (3:0) gewonnen. Dank des Sieges haben die Hünfelder den dritten Tabellenplatz verteidigt. Für den SVN war es die dritte Niederlage innerhalb von sieben Tagen.

 

 „Das waren heute 100 Prozent“, frohlockte HSV-Coach Dominik Weber nach der rundum überzeugenden Vorstellung seiner Elf: „Gerade was das Spielerische angeht, haben wir heute über 90 Minuten eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen.“ Einer, der an der Seitenlinie hingegen nicht viel zu lachen hatte, war Neuhofs Sportlicher Leiter Alexander Bär, der völlig unzufrieden war mit der Vorstellung seiner Mannschaft: „Du kannst das Spiel verlieren, aber so darf man sich nicht präsentieren. Der Mannschaft war es scheißegal, wie das Spiel ausgeht. Wir sind total motivationslos ins Spiel gegangen.“ Schon nach sieben Minuten klingelte es zum ersten Mal im Neuhofer Kasten. Bei einem Freistoß von Lukas Budenz stand Sebastian Schuch genau richtig und köpfte zur 1:0-Führung ein. Nur wenige Augenblick später hätte Schuch beinahe das 2:0 erzielt, scheiterte freistehend aber an Neuhofs Keeper Dogus Albayrak. Nach einer guten halben Stunde durften die Gastgeber dann ein zweites Mal jubeln: Christoph Neidhardt war nach einer Budenz-Ecke zur Stelle und stocherte das Leder aus dem Getümmel über die Linie. Beim darauffolgenden Anstoß verloren die Neuhofer durch ein schlampiges Abspiel sofort den Ball, der HSV schaltete blitzschnell um. Neidhardt brachte den Ball von der rechten Seite in die Mitte auf den durchgestarteten Kevin Krieger, der Albayrak im Neuhofer Kasten zum 3:0 überlupfte.

Auch nach dem Seitenwechsel bekamen die 120 Zuschauer an der Hünfelder Rhönkampfbahn ein sehr einseitiges Spiel zu sehen: Der HSV dominierte, bei Neuhof lief nicht viel zusammen. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis die Hünfelder das 4:0 nachlegen würde. In der 53. Minute wurde der aufgerückte Steffen Witzel von Eric-Stephane Kengni Fotsing im Strafraum gelegt, Neidhardt verwandelte den fälligen Elfmeter souverän und wurde von Coach Dominik Weber nach seinem Doppelpack vom Feld genommen. Für ihn kam Marek Weber, der dem HSV seit der Winterpause wegen seines Auslandssemesters in den USA gefehlt hatte. Seit Samstag befindet sich Weber im Heimaturlaub und feierte prompt sein Comeback im HSV-Dress. „Es hat mich sehr gefreut, dass er sich gleich zu Verfügung gestellt hat und er hat uns auch sofort weitergeholfen“, frohlockte Weber. Nach dem 4:0 passierte lange Zeit nicht mehr viel, bevor der eingewechselte Robert Simon kurz vor Schluss den Treffer zum 5:0-Endstand erzielte: Maximilian Fröhlich setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente den eingelaufenen Simon, der das Spielgerät nur noch über die Linie drücken musste. Neuhof hatte im kompletten Spiel keine klare Torchance und ergab sich seinem Schicksal kampflos. „Es war sehr deprimierend, welche Leistung ich von meiner Mannschaft sehen musste“, meinte Neuhofs Bär bedient.

Hünfeld: Ernst; Wahl, Helmke (74. Gadermann), Trabert (61. Simon), Witzel – Budenz, Krenzer – Neidhardt (54. Weber), Krieger, Fröhlich – Schuch.

Neuhof: Albayrak; Bräuer, Panic (53. Antoniev), Labudovic, Manns – Kengni Fotsing, Skugor – Schmitt, Duvnjak (61. Lazarevski), Curic – Görner.

Schiedsrichter: Sascha Bauer (Fritzlar).

Tore: 1:0 Sebastian Schuch (7.), 2:0 Christoph Neidhardt (32.), 3:0 Kevin Krieger (33.), 4:0 Christoph Neidhardt (53., Foulelfmeter), 5:0 Robert Simon (86.).

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