Schwalmstadt (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Dank Joker Marius Bublitz hat der Hünfelder SV sein Auswärtsspiel beim 1. FC Schwalmstadt mit 1:0 (0:0) gewonnen. Der 22-Jährige erzielte erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer für den HSV, allerdings lieferte der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga auf dem Kunstrasen in Treysa über lange Zeit eine eher durchwachsene Leistung ab.

 „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel aber überhaupt nicht.“, verdeutlichte HSV-Coach Dominik Weber den Spielverlauf aus Sicht seiner Mannschaft, die sich über weite Strecken schwertat und erst in der Schlussphase zu nennenswerten Torchancen kam: Zunächst setzte Maximilian Fröhlich einen Schuss an die Querlatte des Schwalmstädter Kastens (75.), kurz vor dem Ende der Partie hatte dann der eingewechselte Marius Bublitz die große Chance auf den Führungstreffer, der FCS-Keeper Tobias Kreuter gekonnt umkurvte, bevor ein Verteidiger der Gastgeber auf der Linie klären konnte.

Es sollte allerdings nicht die letzte Chance von Bublitz bleiben: Denn in der Nachspielzeit nahm Sven Bambey einen langen Ball von Franz Faulstich gut mit und wurde anschließend von Kreuter im Strafraum gefoult. Statt Elfmeter und Platzverweis für den Schwalmstädter Schlussmann zu geben, ließ Schiedsrichter Sven Werner das Spiel aber laufen, was Bublitz eiskalt ausnutzte und den Abpraller per Kopf zum umjubelten Siegtreffer im Tor unterbrachte. Für den HSV war es ein Big Point im Kampf um die Meisterschaft, denn während die Verfolger aus Johannesberg (1:3 gegen Willingen) und Sand (1:2 in Petersberg) ihre Spiele verloren, konnte der Spitzenreiter seinen Vorsprung weiter ausbauen und liegt nun elf Punkt vor der SG Johannesberg, die jedoch noch zwei Spiele in der Hinterhand hat.

Doch gerade im ersten Durchgang waren die Hausherren auf dem Kunstrasenplatz im Schwalmstädter Stadtteil Treysa die deutlich aktivere Mannschaft, was auch Weber feststelle: „Sie haben mehr investiert und wir sind nur nebenher getrabt und haben die Spannung vermissen lassen. Wir konnten froh sein, dass wir mit dem 0:0 in die Halbzeit sind“, konstatierte der HSV-Coach und fügte an: „Die zweite Halbzeit war dann etwas besser und wir haben eigentlich nur eine Chance zugelassen, bei der Jonas Hosenfeld super gehalten hat. Dass wir am Ende aber gewinnen, war absolut nicht verdient.“

Schwalmstadt: Kreuter; Dietz, F. Seck, Brauroth, Mitchell, Herpe, Lindenthal, R. Seck, Liebermann, Jerkovic, Freund.

Hünfeld: Hosenfeld – Witzel, Häuser, Faulstich, Wenzel – Budenz (60. Bambey), Rohde – Fröhlich, Krieger (70. Bublitz), Neidhardt – Schuch.

Schiedsrichter: Sven Werner (Zierenberg)

Tore: 0:1 Marius Bublitz (90.+1)

Zuschauer: 100.

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