Hünfeld/Petersberg (fs) – In beiden Lagern könnte die personelle Situation besser sein, wenn sich zur ungewohnt frühen Anstoßzeit am Freitagabend um 17.30 Uhr der Hünfelder SV und der RSV Petersberg gegenüberstehen. Während der HSV den Anschluss an das Spitze der Fußball-Verbandsliga halten will und den Rückstand auf Sand auf vier Punkte verkürzen kann, wollen die Petersberger die Abstiegsränge verlassen.

„Gerade im Abwehrbereich fehlen uns einige Spieler, da müssen wir schon eine gute Mannschaftsleistung bringen, um drei Punkte zu holen“, weiß HSV-Trainer Dominik Weber, der vor allem vor der schnellen Petersberger Offensive um Tim Stenger, Adrian von Pazatka und Marcel Zehner warnt. Tarek Belaarbi und Niklas Wahl fehlen weiterhin, Steffen Witzel fällt mit Knöchelproblemen voraussichtlich weiterhin aus und Nils Wenzel, der in Rothwesten den Linksverteidiger gab, ist wegen einer Sprunggelenksverletzung definitiv nicht dabei. „Sebastian Körner, der in Rothwesten erstmals Rechtsverteidiger spielen musste, hatte nach dem Spiel richtig blutige Striemen auf der Schulter. Da muss man schauen, ob es reicht“, bangt Weber noch um den Youngster, betont aber auch: „Wir wollen nicht lamentieren, am Ende fragt eh keiner danach.“ Wegen der neuformierten Defensive und der schnellen Petersberger Offensive liegt das Hauptaugenmerk erst einmal darauf, kompakt zu stehen: „Wir wollen nicht ins offene Messer laufen, Petersberg keine Räume bieten und aus einer kompakten Ordnung heraus Chancen nach vorne kreieren“, kündigt Weber an.

Auch bei den Petersbergern sieht die Personalsituation alles andere als rosig aus: Julian Elm fehlt rotgesperrt, Adrian Bleuel muss nach seiner Ampelkarte gegen Kaufungen zuschauen. Zudem fehlen Boris Aschenbrücker und Daniel Nüchter weiterhin verletzt. Dazu ist Alexander Kilian nach Verletzung und Urlaub wieder im Trainingsbetrieb, ihm fehlt wie Kubilay Kücükler noch die Spielpraxis. Zudem bangt RSV-Coach Rolf Gollin um Marc Aschenbrücker, der gegen Kaufungen angeschlagen raus musste. „Das macht es alles nicht leichter, aber jammern nützt nichts. Wir müssen Lösungen finden und werden uns so teuer wie möglich verkaufen“, betont Gollin, der große Stücke auf den Gegner hält: „Hünfeld ist eine gestandene Mannschaft, die selbst das Ziel vorgegeben hat, um den Aufstieg mitzuspielen und das ist auch realistisch. Wir wissen, dass das eine richtig gute Mannschaft ist, die in der Liga um andere Ziele spielt.“ Dennoch rechnet sich der 48-Jährige durchaus etwas aus, dafür müsse seine Elf aber an die Leistungsgrenze gehen: „Wir gehen das auf jeden Fall so an, dass wir etwas mitnehmen können, man kann immer etwas holen. Aber bei den vielen Ausfällen und bei so einem Gegner hast du nur eine Chance, wenn du ans Limit gehst.“ Aber auch die Hünfelder sollen die Begegnung keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, dafür sorgt schon allein der Derbycharakter: „Das hat immer einen besonderen Reiz und ist etwas anderes als wenn man gegen ein Kasseler Team antreten muss. Wir können es uns gar nicht erlauben zu sagen, wir nehmen die Punkte einfach so mit“, mahnt Weber.

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