Meißner (gü) – In der Fußball-Verbandsliga musste Hünfeld die erste Niederlage in der Restrunde hinnehmen. Bei den Adlern in Weidenhausen unterlag der HSV 0:2 (0:1). Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten besser und schoben sich damit auf Platz fünf. Hünfeld verpasste die Chance, zumindest vorübergehend mit Tabellenführer Sand gleichzuziehen und ist weiter Dritter.

 „Weidenhausen hat aus drei Möglichkeiten zwei Tore gemacht, wir haben aus vier guten Chancen keins gemacht“, erklärte Hünfelds Trainer Dominik Weber den einfachen Unterschied. Die Hünfelder waren gut gestartet. In der ersten Halbzeit hatten Sebastian Schuch, dessen Schuss gehalten wurde, und Maximilian Fröhlich, dessen Kopfball noch von der Linie gekratzt wurde, gute Gelegenheiten. Weidenhausen konzentrierte sich aufs Kontern und hatte damit in der 23. Minute auch Erfolg: Ein langer Ball auf Sören Gonnermann, der ließ noch einen Verteidiger und Torwart Sebastian Ernst aussteigen und schob ein. „Nach der Führung war es schwer. Auf dem seifigen Platz waren fast nur lange Bälle möglich“, schilderte Weber. Die Weidenhausener Innenverteidiger waren den Hünfelder Offensivkräften körperlich überlegen und fingen so viele Bälle ab. Gegen Ende der ersten Halbzeit hielt Ernst nochmal gut gegen Sören Gonnermann, auf der anderen Seite wurde ein Distanzschuss von Neidhardt von Johannes Klotzsch problemlos entschärft.

Die Hünfelder bemühten sich auch nach dem Seitenwechsel, doch es war kein Durchkommen. Unter anderem wurde ein Schuss von Christoph Neidhardt geblockt. Weidenhausen erhöhte nach einer guten Stunde auf 2:0. Wieder war es ein langer Ball auf Sören Gonnermann, der legte dieses Mal auf Bruder Tim ab und der vollendete. Bei den Gästen hatten Fröhlich, der zweimal allein vor Klotzsch stand und Johannes Helmke mit einem Kopfball weitere Möglichkeiten, aber der Anschlusstreffer blieb aus. „Wenn du kein Tor machst, fehlt vielleicht irgendwann auch ein bisschen der Glaube“, mutmaßte Weber, der mit einem Rumpfkader nach Weidenhausen gefahren war: „Wir sind personell auf dem Zahnfleisch gegangen. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, waren einfach keine Impulse von außen möglich.“ Aus dem Verbandsliga-Kader standen Weber nur elf Feldspieler zur Verfügung.

Weidenhausen: Klotzsch; Beng, Renke (60. Göbel), S. Gonnermann, T. Gonnermann, Kim (85. J. Gonnermann), Nguyen, Ewald (79. Baumbach), Hammer, Löffler, Moreno.

Hünfeld: Ernst; Wahl, Helmke, Belaarbi, Witzel – Trabert (80. Faulstich), Budenz – Neidhardt, Krieger, Fröhlich – Schuch.

Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel)

Tore: 1:0 Sören Gonnermann (23.), 2:0 Tim Gonnermann (64.)

Zuschauer: 250.

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