Hünfeld (jah) – www,osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat die Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga übernommen: Gegen die TSG Sandershausen setzte sich das Team von Trainer Dominik Weber mit 4:0 (3:0) und dominierte dabei über die kompletten 90 Minuten. Die TSG Sandershausen hingegen musste nach dem 6:1-Sieg gegen Melsungen die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Nach dem deutlichen Auftakterfolg gegen den FC Körle (7:0) beließ es der HSV diesmal bei vier Treffern: Nachdem die Gäste zu Beginn noch ordentlich mithielten, war es Franz Faulstich, der die Hausherren in der 13. Spielminute per Kopf in Führung brachte. Nur sechs Minuten später legte Marcel Dücker nach und vollendete nach einem schönen Spielzug über Alex Reith, Kevin Krieger und Christoph Neidhardt. Auch nach dem 2:0 blieb es ein Spiel auf ein Tor, Sandershausen beschränkte sich vornehmlich aufs Kontern. Diese spielten die Nordhessen aber nicht konsequent genug zu Ende. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte Steffen Witzel dann für die Vorentscheidung: Nach einer Ecke von Kapitän Julian Rohde stand Witzel am langen Pfosten sträflich frei und drückte den Ball per Kopf über die Linie.

Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Hausherren darauf, den Vorsprung zu verwalten und ließen nichts mehr anbrennen: In der 78. Spielminute erhöhte Kevin Krieger per Distanzschuss aus 18 Metern noch auf 4:0, ansonsten passierte in den zweiten 45 Minuten aber nicht mehr viel. Lediglich Florian Münkel hätte das Ergebnis kurz vor dem Schlusspfiff noch in die Höhe schrauben können. Er scheiterte aber mit einem selbst herausgeholten Strafstoß am Sandershausener Schlussmann Tobias Ort (87.). „Das war schon ein deutlicher Unterschied, Hünfeld ist eigentlich eine Hessenligamannschaft. Da können wir nicht mithalten, so ehrlich muss man sein“, bekannte Gerhard Rühlmann aus dem TSG-Vorstand: „Wir haben personell einige Probleme und wollen in der Liga einigermaßen mitspielen, mit Mannschaften wie Hünfeld können wir uns eben nicht messen. Gegen Flieden wird es dann wahrscheinlich ähnlich schwer.“ Ähnlich sah das auch HSV-Trainer Dominik Weber: „Uns war klar, dass Sandershausen ein anderes Kaliber als Körle ist. Dennoch haben wir das Spiel fast durchgängig kontrolliert, das war ein souveräner Auftritt. Wir haben kaum Chancen zugelassen und wieder zu Null gespielt, das ist wichtig.“

Hünfelder SV: Ernst; Dücker (78. Budenz), Faulstich (74. Vogt) Witzel, Häuser – Rohde, Alles – Neidhardt (64. Münkel), Krieger, Fröhlich – Reith.

Sandershausen: Orth; Behler, Minne, Schuhmann, Altschmied – Stern (46. Sarioglu), Künkler – Hebold, Bredow, El Jamouhi (74. Radcenko) – Akman (67. Ott).

Schiedsrichter: Sascha Bauer (Obermelsungen)

Tore: 1:0 Franz Faulstich (13.), 2:0 Marcel Dücker (18.), 3:0 Steffen Witzel (44.), 4:0 Kevin Krieger (78.)

Zuschauer: 200.

Verschossener Foulelfmeter: Florian Münkel (87.) – Tobias Orth hält.

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