Neuhof (ms) – Es ist mehr als ein normales Derby: Aufsteiger Neuhof und der Hünfelder SV haben keine guten Starts in die neue Verbandsliga-Saison hingelegt. Für beide Teams geht es am Mittwochabend (19 Uhr in Neuhof) um mehr als nur die drei Punkte.

 

„Wenn man oben mitspielen möchte, muss man auch auswärts punkten. Das wollen wir am Mittwoch unbedingt schaffen“, sendet Hünfelds Coach Dominik Weber eine erste Kampfansage nach Neuhof. Die Hünfelder haben in ihren bisher drei Auswärtsspielen lediglich einen Punkt in die Zuse-Stadt entführen können. Den holten sie vergangenen Samstag beim TSV Rothwesten.

„Dort haben wir ein wirklich gutes Spiel gemacht. Das war unsere beste Saisonleistung“, freut sich Weber. Dass es für sein Team letztlich nicht zum Sieg reichte, lag allein an der Chancenverwertung: „Wenn wir uns da steigern, bin ich optimistisch.“ Dass die Hünfelder, die im Vorfeld der neuen Runde Titelambitionen geäußert haben, nach fünf Spielen bereits neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Steinbach haben, interessiert Weber herzlich wenig: „Wir schauen nur auf uns. Die Tabelle interessiert mich jetzt noch überhaupt nicht.“ Im Derby wird der Übungsleiter ohne Johannes Helmke (Flitterwochen) auskommen müssen. Ob Stürmer Robert Simon nach seiner Grippeerkrankung wieder einsatzfähig ist, steht noch nicht fest.

„Das werden wir aber kompensieren können“, ist sich HSV-Trainer Weber sicher und unterstreicht noch einmal: „Ein Derby ist immer etwas ganz besonderes. Wer letztlich auf dem Platz steht, muss alles geben und den Sieg wollen.“

Im Vergleich zu Weber ist Neuhofs Spielertrainer Radek Görner vor dem Verbandsliga-Derby deutlich angespannter: „Am Wochenende haben wir schon wieder verloren und haben die gleichen Schwächen gezeigt wie in den Spielen zuvor. Mit Hünfeld kommt der nächste ganz starke Gegner.“ Individuelle Fehler hatten Gegner Schwalmstadt zum Toreschießen eingeladen, mit den eigenen Möglichkeiten ließen die Neuhofer teilweise grob fahrlässig liegen. Nichtsdestotrotz muss ein Heimsieg gegen Titelkandidat Hünfeld angepeilt werden, weiß Görner: „Wir müssen gewinnen.“ Nach sechs Spielen konnte der SVN lediglich vier Punkte sammeln. „Wir tun uns momentan sehr schwer. Ohne drei Punkte zuhause würden wir den Anschluss an das Mittelfeld verlieren. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden“, gibt sich Görner entschlossen: „Wir haben die Qualität. Wir müssen sie nur auch mal im Spiel zeigen. Ich hoffe in jedem Spiel, dass es klappt.“ Zumindest personell sieht es beim SVN rosig aus: Übungsleiter Görner wird auf all seine Spieler zurückgreifen können.