Hünfeld (pf) – Souverän hat sich Fußball-Verbandsligist Hünfelder SV vor heimischer Kulisse mit 4:0 (2:0) gegen die Zweitvertretung des KSV Hessen Kassel durchgesetzt.

 „Wir haben nichts anbrennen lassen und schon früh in der ersten Halbzeit die Weichen für den Sieg gestellt“, analysierte Hünfelds Trainer Dominik Weber nach dem mittlerweile achten Liga-Sieg in Folge. Überragender Akteur der Hausherren war dabei Kevin Krieger, der großen Anteil am 2:0 hatte und mit seinen beiden Treffern im zweiten Durchgang das Spiel entschied.

Bereits nach vier Minuten gab es die erste Gelegenheit für die Hünfelder, mit 1:0 in Führung zu gehen, doch Christoph Neidhardt, der am Dienstag in Lehnerz noch zweimal per Elfmeter getroffen hatte, scheiterte diesmal vom Punkt an Gäste-Keeper Christoph Winterhagen. Maximilian Fröhlich, der eine Kopfballverlängerung von Lukas Budenz schön mit der Brust annahm und anschließend trocken abschloss, brachte den HSV dann aber nach 13 Minuten auf die Siegerstraße. Sechs Minuten spielte Kevin Krieger nach einer Balleroberung gleich drei Kasseler Verteidiger frech aus und spielte auf Budenz, der nur noch zur 2:0-Führung einschieben musste. Die Gäste konnten dagegen nach vorne kaum Gefahr entwickeln und waren stattdessen nur damit beschäftigt, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Zwar gelang dies über weiter Strecken der zweiten Hälfte gut doch in der Schlussphase brach die Defensive des KSV zusammen und Kevin Krieger nutzte die Gunst der Stunde gleich zweimal und schraubte das Ergebnis so in die Höhe. Beim 3:0 verwertete er einen Querpass von Neidhardt. Beim 4:0 staubte er eiskalt ab, nachdem Neidhardt an Christoph Winterhagen gescheitert war. „Ich hätte mir nach der Pause etwas mehr Spielfreude gewünscht, aber wenn man bedenkt, dass wir zuletzt viele englische Wochen hatten, ist das in Ordnung“, resümierte Weber.

Der Hünfelder SV verteidigte damit erfolgreich seinen zweiten Platz in der Tabelle und kann nun entspannt zuschauen, was die Konkurrenz am Sonntag macht. „Da ich aber davon ausgehe, dass Johannesberg und Sand ihre Spiele gewinnen werden, waren das für uns heute drei Pflichtpunkte, die wir souverän, aber glanzlos geholt haben“, bremste Weber abschließend die Euphorie und betonte: „Wir wissen es einzuschätzen und müssen auf dem Boden bleiben.“

Hünfelder SV: Ruck; Bambey, Faulstich (62. Trabert), Häuser, Witzel (58 Kröning) – Budenz, Rohde – Neidhardt, Krieger, Fröhlich – Schuch (78. Geyer).

Hessen Kassel II: Winterhagen; Krug (82. Kaygusuz), Koch, Lensch, Unzicker, Werner (75, Urbano), Knopf, Heussner, Leinhos, Leck, Ludwig.

Schiedsrichter: Marcel Zuncke (Battenberg)

Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (13.), 2:0 Lukas Budenz (19.), 3:0 Kevin Krieger (80.), 4:0 Kevin Krieger (84.)

Zuschauer: 100.

Verschossener Foulelfmeter: Christoph Neidhardt (4., Hünfeld) – Christoph Winterhagen hält.

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