Bad Hersfeld (pf) – Die Handballer des Hünfelder SV sind zurück in der Spur und haben das Landesliga-Derby beim TV Hersfeld am Samstagabend mit 31:26 (15:13) für sich entschieden. Gleichzeitig stoppte der HSV damit den Lauf der Festspielstädter, die zuvor vier Siege in Folge feierten – drei davon in der heimischen Geistalhalle.

„Wir haben am Anfang ein bisschen Probleme gehabt und sind mit der Spielweise von Hersfeld erstmal nicht so klargekommen. Wir konnten sie nicht so stören, wie wir es gebraucht hätten, aber das wurde im Verlauf des Spiels immer besser“, freute sich HSV-Coach Jonggi Pasaribu über den hart erkämpften Derbysieg, denn die Partie wurde von beiden Seiten mit offenem Visier geführt. „Es wurde dann ein bisschen ruppig, aber es wurde von beiden Seiten hart gespielt“, sagte Pasaribu, während Hersfelds Trainer Matthias Deppe die Niederlage nicht zu hoch hängen wollte: „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht, das war der Knackpunkt. Sonst wird das ein ganz enges Ding, aber das Leben geht weiter.“ Die Härte im Spiel war Deppe dann jedoch etwas zu viel: „Hünfeld ist den körperlichen Einsatz aus der Oberliga gewohnt, aber es wurden von den Schiedsrichtern zu viele Sachen laufen lassen.“Felix Kircher war neun Mal für den HSV erfolgreich. Foto: Christine Görlich

Zu Beginn stand der TVH in der Deckung gut und legte in der bis auf den letzten Platz gefüllten Geistalhalle immer wieder vor, Hünfeld dagegen konnte erst nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit Felix Kirchers Treffer zum 7:6 (16.) erstmals in Führung gehen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei „die jungen Spieler von Hersfeld ihr erstes Derby genossen und uns vor eine schwere Aufgabe gestellt haben“, wie Pasaribu erklärte: „Sie waren gut eingestellt und hatten richtig Bock, Handball zu spielen.“ Der Schlüssel sei dann jedoch die zunehmende Stabilität in der Defensive gewesen. „Wir haben Zweikämpfe gewonnen und gut verschoben“, lobte der Hünfelder Trainer, dessen Team sich zur Pause bis auf zwei Tore absetzen konnte und nach dem Seitenwechsel weiter Druck machte.

Der TVH konnte beim Stand von 19:20 kurz wieder am Ausgleich schnuppern, „aber in der Phase, wo es Spitz auf Knopf war, haben wir ein bisschen die Nerven verloren“, analysierte Deppe, der neben den technischen Fehlern und einigen Entscheidungen der Unparteiischen aber auch das gute taktische Verhalten der Gäste hervorhob und seiner Mannschaft, was den Kampf angeht, keinen Vorwurf machen konnte. Auf der anderen Seite präsentierte sich dann noch Christian Krätzig einmal mehr in Topform und entschärfte einige Bälle, sodass der Derbysieg letztendlich nach Hünfeld ging. Damit ist der HSV nach der Heimpleite gegen Rotenburg wieder zurück in der Erfolgsspur, während die Hersfelder nach vier Siegen am Stück wieder mal mit leeren Händen dastehen und am kommenden Wochenende in Großenlüder direkt das nächste Derby vor der Brust haben.

Hersfeld: Kretz, Fohr; Deppe (5), Rübenstahl (2), Krause (1), Förtsch, Räther, Remenski, Koch (3), Petersen (5/4), Wiegel, Reinhardt (6/2), A. Krause (1), Schott (3).

Hünfeld: Masche, Krätzig; Sitzmann (6), Sauer (5/4), Fischer, Houston (1), Hyseni, Krug, Abel (3), Sandrock, Sauerbier, Unglaube (4), Kircher (9), Möller (3).

Zuschauer: 500.

Quelle: www.osthessen-zeitung.de