Hünfeld (pf) – Fußball-Verbandsligist Hünfelder SV hat das Traditionsduell am Dienstagabend gegen Hessenligist Borussia Fulda mit 1:0 (0:0) gewonnen. Das entscheidende Tor im Testspiel auf der Hünfelder Rhönkampfbahn erzielte HSV-Offensivmann Marius Bublitz.

 „Wir wurden defensiv viel gefordert und mussten viel laufen, aber wollten uns auch nicht verstecken und uns Torchancen herausspielen. Das haben wir geschafft, von daher bin ich zufrieden“, resümierte Hünfelds Trainer Dominik Weber nach der Partie. Auch sein Gegenüber Henry Lesser war im Nachhinein zufrieden, jedoch nicht wegen des Ergebnisses, sondern vielmehr deshalb, weil sich keiner seiner Akteure bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem harten Kunstrasenplatz verletzte: „Das hatte nicht viel mit Fußball zu tun. Wir haben zuletzt viel trainiert und uns hat man die Müdigkeit angemerkt. Aber wichtig ist, dass wir weiter Gas geben“, so Lesser, der seinen albanischen Probespieler Ardian Krasniqui diesmal sogar von Beginn an brachte.

In der ersten Hälfte war es zunächst nicht die klassenhöhere Borussia, sondern der Verbandsliga-Spitzenreiter aus Hünfeld, der das Heft in die Hand nahm und einige gefährliche Aktionen vor dem Tor von SCB-Nachwuchskeeper Niklas Kircher hatte: „In der ersten Halbzeit hatten wir drei tausendprozentige Chancen“, fasste Weber zusammen, dessen Team daraus jedoch kein Kapital schlagen konnte. Die Gäste wurden unterdessen nur durch schnelle Gegenangriffe gefährlich, die entweder schlecht ausgespielt oder von der aufmerksamen HSV-Defensive entschärft wurden. Mitte des zweiten Durchgangs war es dann Marius Bublitz, der einen kurzen Moment der Unordnung in der Fuldaer Hintermannschaft ausnutzte und zum entscheidenden 1:0 einschob. Zu diesem Zeitpunkt kam der Führungstreffer für den HSV zwar etwas überraschend, was Trainer Dominik Weber am Ende jedoch nicht störte: „Es war klar, dass Borussia mit Rummel, Pomnitz und Mistretta noch einmal nachlegen kann. Aber in der Vorbereitung ist es egal, ob wir verdient oder unverdient gewinnen. Wichtig war, dass die Jungs eine gute Leistung gebracht haben.“

Hünfeld: Hosenfeld; Häuser, Faulstich, Bublitz (68. Wahl), Schuch, Krieger (76. Lovakovic), Kröning (45. Körner), Neidhardt (45. Fröhlich), Bambey, Budenz (50. Trabert), Wenzel.

Fulda: Kircher; Henneböle, Kornagel (45. Rummel), Bahssou (45. Velic), Krasniqui (45. Mistretta), Poredski (45. Mosch), Fuß, Gjocaj, Alles, Mosch (45. Pomnitz), Eckerlin (25. Müller).

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